Austausch und Projektarbeit im Schuljahr 2016/17

Nachhaltige Arbeit in Göttingen

Die bolivianischen Gastschülerinnen und die deutschen Schülerinnen arbeiten am Projekt "Von der Utopie zur Realität" in Göttingen. Die „Netzwerkgründungen“ in Sucre/Bolivien und Göttingen/Deutschland tragen sehr dazu bei, dass das Projekt ein hohes Maß an Nachhaltigkeit enthält. Die Weiterführung des Projektes sichert die Vernetzung lokaler Aktivitäten von weltkirchlich und entwicklungspolitisch aktiven Gruppen.

Darüberhinaus findet von November bis Januar wöchentlich ein doppelstündiges Seminar für die  (deutschen und) bolivianischen Teilnehmer und in Kooperation mit der VHS Göttingen ein Deutschkurs für die bolivianischen Gastschülerinnen statt. Ein weiteres Projekt im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist die Schülerfirma Macadamiafans Göttingen, hier absolvieren die bolivianischen SchülerInnen ein zweimonatiges Praktikum.

Teilnehmerinnen in Göttingen 2016/17

Miriam Wacker - Martina Isabel Prudencio Rojas, Kim Salzmann - Alison Mariana Muñoz Arrázola, Peer Busch - Diego Alejandro Castro Delgadillo, Tillman Reese - Rodrigo Jonas Mamani Chura

Wir danken dem Katholischen Fonds für die finanzielle Unterstützung!

Kurs "Deutsch als Fremdsprache"

Auch im Schuljahr 2016/17 findet ein Deutschkurs für die bolivianischen AustauschschülerInnen in Zusammenarbeit mit der VHS in Göttingen statt.

Exkursion nach Berlin vom 20.- 22.01.2017

Weltladencafé Göttingen

Ein Besuch im Weltladen ist wie eine Entdeckungsreise: Aromatischer Kaffee, pikante Gewürze, schöne Geschenkartikel — hier finden Sie das Beste aus dem Süden. Und es gibt noch mehr zu entdecken: Die Produkte im Weltladen sind nicht nur von besonderer Qualität — sie sind zugleich ein kleines Stück Weltpolitik. Denn sie stammen alle aus Fairem Handel.

Fairer Handel?
Das bedeutet: Ihre ErzeugerInnen erhalten faire Preise, die ihnen ein Leben in Würde ermöglichen. Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie es klingen mag — die Erlöse für viele Produkte aus dem Süden sind im freien Welthandel so niedrig, dass KleinproduzentInnen kaum davon leben können. Zukunftssicherung bleibt so ein Traum.

Eine echte Alternative
Weltläden wollen das ändern. Deshalb bieten wir Ihnen ein breites Angebot attraktiver Produkte, die dazu beitragen, die Existenz der ErzeugerInnen im Süden zu sichern. Sie sind alle fair gehandelt, viele stammen bereits aus ökologischer Produktion. Wir möchten zeigen, dass die Idee der »nachhaltigen Entwicklung« und die Sicherung der Lebensgrundlage für künftige Generationen nicht nur etwas für die Weltpolitik ist — sondern auch für den Frühstückstisch.

Praktikum in der Schülerfirma Macadamiafans Göttingen

2012 hat M. Kleineberg mit 12 Welt:Klasse - Multiplikatoren die nachhaltige Schülerfirma "Macadamiafans Göttingen" am Hainberg-Gymnasium während der Projekttage ins Leben gerufen. Die SchülerInnen verkaufen biozertifizierte Macadamianüsse von kenianischen Kleinbauern direkt ohne Zwischenhändler. Die Erlöse gehen an die Kleinbauern in Kenia, die durch die neue, innovative Wertschöpfungskette bessere Preise und ein stabileres Einkommen erzielen, und in die Unterstützung der nächsten Generation von SchülerInnen hier am Hainberg-Gymnasium, die dann wieder den globalen Wandel analysieren und in China in interkulturellen Teams einen Perspektivenwechsel zu erfahren, um anschließend Macadamianüsse der kenianischen Kleinbauern verkaufen, um so einerseits durch dieses Handeln Solidarität und Mitverantwortung zu zeigen aber auch Partizipation und Mitgestaltung, indem sie für die jeweils nächste Schülergeneration als Multiplikatoren tätig sind. Seit Beginn des Schuljahres 2014/15 ist das Projekt im regulären Unterricht verankert. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts ist ein dreistündiger Kurs ''Nachhaltige Schülerfirma Macadamiafans'' eingerichtet. 2016 erhielt das Hainberg-Gymnasium mit der Schülerfirma die BNE - Auszeichnung im UNESCO-Weltaktionsprogramm als Lernort und hat im Schuljahr 2016/17 die ersten Praktikanten aus Bolivien.

Die Praktikanten übersetzen die Schülerhomepage ins Spanische [Link] und erhalten Einblicke in alle Abteilungen:

Nachhaltige Arbeit in Sucre

Auf der Grundlage „Sozialpädagogischen Handelns“ sollen Handlungsmodelle kennen gelernt werden, in denen Ziele, Inhalte und besonders Methoden und Verfahren in einem sinnvollen Zusammenhang stehen. D.h. dass die TN in Sucre/Bolivien Institutionen des "Entwicklungspolitischen Netzwerkes" besuchen und erarbeiten mit welchen Zielen und besonders Methoden und Verfahren (Einzelhilfe, Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit….) in „Sozialen Institutionen“ sinnvolle Arbeit möglich ist.

TeilnehmerInnen in Sucre 2016

Miriam Wacker - Martina Isabel Prudencio Rojas, Kim Salzmann - Alison Mariana Muñoz Arrázola, Peer Busch - Diego Alejandro Castro Delgadillo

Praktikum im Hogar "Tata Juan de Dios"

Das Kinderheim wurde am 27. Februar 1997 gegründet. Dort leben Kinder im Alter von null bis fünf Jahren. Momentan arbeiten 20 Angestellte dort. Darunter sind zwei ausgebildete Kindergärtnerinnen, die mit den Kindern verschiedene Aktionen durchführen. Außer den Angestellten kommen viele Freiwillige, die ebenfalls mithelfen. Die Mehrzahl der Freiwilligen kommt aus dem Ausland. Die Angestellten verdienen etwa 500 Bolivianos im Monat, umgerechnet sind das etwa 55 Euro. Die Bezahlung erfolgt regelmäßig, was für bolivianische Verhältnisse durchaus zu würdigen ist. Des Weiteren verfügen die Angestellten über eine Sozialversicherung, auch dies ist in Bolivien nicht als selbstverständlich anzusehen. Eine bestimmte Qualifikation oder Ausbildung ist keine Vorraussetzung für einen Arbeitsplatz dort.  Die Institution wird von Spenden finanziert. Ein Träger ist die katholische Kirsche, weitere Spendengelder kommen aus Spanien. Das Kinderheim ist in zwei Etagen aufgeteilt. Im oberen Bereich leben die ganz kleinen Kinder von null bis drei Jahren. In der unteren Etage leben die Kinder von drei bis fünf Jahren. Zurzeit befinden sich auf der oberen Etage 15 Kinder, unten leben 23 Kinder. Wenn die Kinder ihr fünftes Lebensjahr beendet haben, kommen sie in ein anderes Kinderheim. Mädchen und Jungen werden dann getrennt. Das Kinderheim ist sehr freundlich und liebevoll eingerichtet. Es gibt zwei Schlafsäle. Der Schlafsaal für die Kinder im Alter von null bis drei Jahren dient ebenfalls als Spielzimmer. Außerdem gibt es ein Bastelzimmer. Dies ist ebenfalls bunt und kindergerecht eingerichtet. Draußen befindet sich ein kleiner Spielplatz mit Rutsche, Schaukel etc. Ein Speisesaal und einen Raum, wo die Kinder gewickelt werden gibt es außerdem.

"Bevor man das Kinderheim überhaupt sehen kann, hört man schon die vielen Kinder und Babys. Das erste Mal, wenn man dann das Tata Juan de Dios sieht, wirkt es jedoch eher unscheinbar, aber freundlich.

Man muss dazu sagen, dass Tata Juan de Dios nicht ein klassisches Kinderheim ist, denn manche Kinder sind auch nur tagsüber in der Einrichtung und werden am Abend von ihren Eltern abgeholt. Trotzdem haben alle Kinder gemeinsam, dass sie von ihren leiblichen Eltern vernachlässigt werden oder Schlimmes erlebten. Die Kinder sind zwischen null und fünf Jahre alt. Sobald die Kinder dann älter als fünf Jahre sind, kommen sie in andere Einrichtungen. Momentan leben ungefähr vierzig Kinder dort, die von meistens zwei der zwanzig Angestellten versorgt werden. Uns ist aufgefallen, dass es auch immer viele Freiwillige gab, die mitgearbeitet haben. Gegründet wurde das Kinderheim übrigens am 27.2.1997.

Wir sind ungefähr einen Monat lang zwei- bis dreimal in der Woche gekommen und haben dann drei Stunden mit den Kindern gespielt und gegessen. Wir hatten das Gefühl, dass sich alle über unser Kommen gefreut haben und obwohl wir die spanische Sprache nicht perfekt beherrschten, hat man sich bemüht, uns trotzdem alles verständlich zu erklären. Besonders die Kinder haben sich gefreut, und man hatte dann mindestens immer drei bis vier Kinder um einen herum, die mit einem spielen wollten. Sie zeigten uns, wie gut sie Fußball spielen und wie hoch sie schaukeln konnten. Es gab ein paar Kinder, die obwohl sie schon 3 oder älter waren, noch nicht wirklich sprechen konnten, aber die meisten hatten viele Fragen an uns. Das Kinderheim ist katholisch und deswegen wurde vor dem Essen auch immer gebetet.

Insgesamt war es manchmal sehr anstrengend, aber wenn man gesehen hat, wie die Kinder sich gefreut haben, hat es sich doch gelohnt." (Kim, Miriam, Peer)

Fotos von verschiedenen Praktikumstagen (27.7./29.7.2016)

... ein Baustein im Projekt "Von der Utopie zur Realität"

„Grundbildung für alle“ ist das erklärte Ziel der UNESCO seit Anfang der 90er- Jahre. Unter Einsatz aller Kräfte sollten umfangreiche Alphabetisierungskampagnen durchgeführt werden. Bis zur Jahrtausendwende, so erwartete man, werde weltweit jedes Kind die Gelegenheit haben, zumindest grundlegende Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen zu erwerben. Das erforderte einen großen finanziellen Einsatz und daran wollten sich auch die UNESCO - Projektschulen beteiligen. In einer Arbeitsgruppe auf der Jahrestagung 1991 wurde die Idee geboren, einen Bleistift aus Naturholz mit dem UNESCO Symbol und der Aufschrift „Grundbildung für alle“ in deutsch, englisch, spanisch und französisch preiswert in großen Mengen einzukaufen und ihn Schulen und Eine-Welt-Gruppen zum Weiterverkauf anzubieten. Der Erlös solle dann zur Unterstützung eigener Schulpatenschaftsprojekte oder anerkannter Entwicklungshilfeorganisationen verwendet werden. Der Erlös aus dem Verkauf der UNESCO-Bleistifte am Hainberg-Gymnasium dient der Unterstützung des WahlPflichtUnterricht UNESCO Patenschaftsprojekts (seit 2003/04) 

Martín Rodrigez aus Sucre/Bolivien ist 22 Jahre alt und wurde ohne Arme und mit verkrüppelten Beinen geboren. Er studiert im Instituto Profesional "Aurora Rossells" Fe y Alegría in Sucre.

NO TIENE BRAZOS NI PIERNAS, PERO UNA GRAN FORTALEZA PARA CRECER

Martín recibe el regalo

Martín, una vida de obstáculos

Hace poco, la familia Von Berguer le obsequió una computadora y se autonombró madrina para ayudar a Martín a conseguir una profesión

Sucre/CORREO DEL SUR (22.11.2010) [mehr]

Didaktisches Material für das Colegio Pestalozzi

"Los Huertos Urbanos en Sucre"
- ein neuer Baustein im Projekt "Von der Utopie zur Realität"?

"La implementación del proyecto “Huertos Urbanos” se lleva adelante en la ciudad de Sucre promovidos por el Ministerio de Desarrollo Productivo y Economía Plural a través del Programa Nacional de Agricultura Urbana y Periurbana en Chuquisaca con el apoyo técnico de la Organización de las Naciones Unidas para la Alimentación y Agricultura FAO. 

Desde 2013 se desarrolla esta iniciativa productiva familiar ecológica, que inicialmente fue un proyecto piloto con 180 huertos, el mismo que por el éxito obtenido se ha convertido en un referente con ya 680 carpas solares para producir exclusivamente verduras ecológicas, puesto que no requieren de ningún interviniente químico ni fertilizantes. 

Las beneficiarias, todas madres de familia, utilizan estiércol de ganados, cáscaras de verduras o alimentos utilizados en la cocina diaria, incluso cascaras de bananas con las que elaboran biofermentos; son materiales ecológicos utilizados para el abono de los huertos, a ello se suma la capacitación recibida por parte de los técnicos de la FAO, para el control de plagas, utilizando bioinsumos elaborados con ajíes, locotos, ajos, tabaco y cola de caballo.

Desde 1978, la Representación de la FAO en Bolivia brinda asistencia técnica para la elaboración de políticas, programas y proyectos de alcance local, municipal, regional y nacional orientados a eliminar el hambre y la malnutrición. También apoya a las poblaciones vulnerables a los efectos del cambio climático." [Quelle]

25 años aplicando un modelo de educación activa en el Pestalozzi

PROMOCIONES

20 generaciones de bachilleres egresaron del colegio Pestalozzi, en los 25 años de vida quecumplió este año.Bajo el concepto de una formación educativa activa y práctica, el colegio Juan Enrique Pestalozzicumple 25 años esta gestión, con una serie de actividades culturales y pedagógicas queinvolucran a pares, estudiantes, maestros y ex alumnos de las 20 promociones que ya tiene esterecinto educativo chuquisaqueño.“El colegio surge como una alternativa que parte de la idea de una escuela activa, nuestro lemaes que para aprender hay que hacer, y es que creemos que esta es una alternativa al modelotradicional de la educación, que además ya tiene más de un siglo de aplicación y al que senecesitaba plantear una alternativa. Esta es la iniciativa que fundó la directora Miriam Céspedes,y que se ha ido fortaleciendo a lo largo de estos 25 años de experiencia”, explicó AugustoBallivian, presidente de la sociedad Colegio Juan Enrique Pestalozzi.Un aspecto destacado del proyecto educativo aplicado en el colegio es el énfasis en laenseñanza intensiva de las matemáticas con el apoyo de recursos didácticos. Para ello, elPestalozzi cuenta con un laboratorio equipado para promover una aproximación concreta a losprocesos aritméticos y algebraicos, que en el sistema tradicional se presenta a los estudiantesde forma abstracta, acotó Ballivian.Por otra parte, la enseñanza del alemán es el segundo fuerte de esta unidad educativa que se encuentra respaldada por dos programas de cooperación con Alemania, que hasta la fecha lepermitió entregar becas a varias decenas de estudiantes, para que puedan trasladarse al paíseuropeo con el ⁄n de perfeccionar el uso de la lengua.“Somos un colegio que está asociado a Alemania, formamos parte de una iniciativa que es la delos colegios ‘Socios para el futuro’, que consta de 500 colegios a lo largo de todo el mundo, esuna iniciativa para promover la enseñanza del alemán y de la cultura alemana, eso da una seriede posibilidades muy interesantes, porque nos dotan de un material didáctico, libros, talleres ycapacitaciones para los profesores, y una serie de incentivos para los alumnos, como becas paraAlemania, o el programa de intercambios que tenemos desde 1999,con el colegio hermanoHainberg Gymnasium de Göttingen”, aclaró el presidente de la sociedad.Recientemente, como parte de “Socios para el futuro”, cinco alumnos del colegio se preparanpara viajar a un encuentro en Río de Janeiro (Brasil), en el que participarán estudiantes deAustralia, Botsuana, Sudáfrica, Indonesia, Argentina y Chile, para que sean capacitados en eldesarrollo de aplicaciones para celulares por profesores de la Universidad de Dresden (Alemania).

Celebraciones

En este aniversario el Pestalozzi tiene un programa anual de festejos. En el primer semestresobresalen una actuación del Teatro de los Andes para los estudiantes de los últimos cursos ylos padres de familia, un concurso de cuentos y otro para diseñar el logotipo del colegio.“Para el 3 de octubre se tiene plani⁄cada una jornada de puertas abiertas, que tiene elpropósito de convocar a la comunidad educativa, es decir a los estudiantes, a sus padres y a losmaestros, pero también queremos convocar a los ex alumnos para que den una serie deconferencias sobre su experiencia en las áreas de trabajo donde se desenvuelven, por ejemplotenemos un alumno que trabaja en la bolsa de valores, entonces eso es algo poco común y quepuede mostrar otros caminos a nuestros estudiantes”, recalcó Ballivian.Para concluir se prevé la puesta en escena de un musical, que aún no tiene fecha de estreno,pero que se pretende se convierta en una actividad anual.

Alemán

El colegio Pestalozzi tiene un colegio hermano en Alemania, el Hainberg Gymnasium de Göttingen, con el que mantiene un programa de intercambio de alumnos.

Modelo

"Nuestro lema es que para aprender hay que hacer, y es que creemos que esta es unaalternativa al modelo tradicional de la educación, que además ya tiene más de un siglo deaplicación y al que se necesitaba plantear una alternativa".

Augusto Ballivián, Presidente (Correo del Sur, 7.8.2016)