3. Austausch 2010: Nanjing, Suzhou, Shanghai und Beijing

Vorbereitung

Seit August 2009 bin ich nun schon im Chinesischkurs meiner Schule, des Hainberg-Gymnasiums. Dass dieses viele verschiedene Austausche anbietet, wusste ich zu dem Zeitpunkt schon, als mich dann aber meine Chinesischlehrerin ansprach, ob ich Interesse an dem Austausch hätte, war ich sofort einverstanden und habe mich spontan angemeldet. Und so kam es, dass ich jedem erzählte „Ich fahre nach China!“ Die Reaktion, die von fast jedem kam war „China? Ich dachte, du fährst nach Korea!“ So war es auch, denn ich hatte mich schon einige Zeit vorher für einen Süd-Korea-Austausch angemeldet. Aber so wirklich konnte man niemanden von der Idee begeistern. Und obwohl ich oft zu hören bekam, dass das nicht gut sei, war mir das egal und ich freute mich nur umso mehr. Es gab einige Tage vor der Abfahrt einen Informationsabend an dem uns mitgeteilt wurde, was als Gastgeschenk angebracht wäre, wir über das Land China Präsentationen vorführten und wir uns alle schon mal ein wenig kennen lernen konnten.

Hinfahrt

Vormittags fuhren wir mit dem Zug aus Göttingen los, Richtung Frankfurt. Nach ca. 2 ½ Stunden trafen wir dann ein und nach einer uns ewig vorkommenden Wartezeit checkten wir in unserem Terminal ein, wurden durch Kontrollen geschickt und saßen letztendlich in der Wartehalle, von der aus wir die Flugzeuge sahen. Ich war unheimlich aufgeregt – kein Wunder. In weniger als einem Tag würde ich in China sein! Nur wenige von uns haben während dieser Zeit geschlafen, das hätten wir aber besser machen sollen! Wir vertrieben uns die Zeit mit Kartenspielen, erzählen, zeichnen, lesen oder einfach nur Essen. Und dann war es endlich so weit! Der Flieger war bereit und wir durften einsteigen. Ich hatte das Glück zwischen zwei Mädchen zu sitzen, die ich gern mochte! Aber es gab generell keine Probleme mit den Sitzplätzen. Wir waren aber auch ausschließlich Mädchen (Produkt des Zufalls). Der Flug erwies sich anfangs als sehr angenehm und als guter Ort um sich kennen zu lernen. Später, nachdem wir schon einige Bord-Filme gesehen und zwei Menüs zu uns genommen hatten, waren alle sehr müde, konnten aber nicht schlafen. (Abgesehen von ein paar Ausnahmen) Umso glücklicher waren wir, als wir dann endlich hörten, dass wir uns anschnallen sollten, weil der Landeanflug starten würde. Doch das war noch lange nicht die Ankunft in der Stadt, in der wir wohnen würden, Nanjing. Wir kamen gerade erst in Peking an und hatten noch einen 2-stündigen Flug vor uns. Aber froh waren wir trotzdem, denn 9 Stunden des Fluges hatten wir erfolgreich überstanden, auch wenn wir nun bei -1°C und Schnee in Peking standen.

Die nächsten 2 Stunden schafften wir dann aber auch ohne größere Probleme und schließlich waren wir tatsächlich am Flughafen Nanjing! Von dort würde uns ein Bus abholen, soviel wussten wir schon. Und hier war auch das Wetter deutlich besser, nämlich 14°C und Sonne. Lange mussten wir nicht mehr auf den Bus warten und abgesehen davon, dass uns einmal zwei Mädchen für fünf Minuten verloren gingen, passierte nichts Ungewöhnliches. Nachdem wir den Bus gefunden hatten, stiegen wir ein und würden zur Schule fahren. Mittlerweile war es schon wieder Morgen. Nach einer nicht allzu langen Fahrt, fuhren wir auf da Schulgelände. Die Türen des Busses öffneten sich...

Der erste Tag

...und wir standen vor der Nanjing Foreign Language School (kurz NFLS), die schon frontal gesehen sehr groß und neu wirkte. Es waren keine Schüler zu sehen, was daran lag, dass es gerade Sonntag war. Wie müde wir zu dem Zeitpunkt waren? SEHR müde! Und trotzdem hielten wir uns wach, denn wir wussten: Wenn wir vor dem Abend schliefen, dann würden wir sehr schwer in den Tages-Rhythmus reinkommen. Dass es gerade Mittag war, versuchten wir einfach zu verdrängen. Als erstes wurden uns dann unsere Zimmer zugeteilt, meist zu zweit! Ich teilte mir mein Zimmer mit einer guten Freundin. Wir begannen uns einzurichten, womit wir bis zum Essen Zeit hatten, was wir auch schon ausnutzen, um unsere Kleidung in die Schränke zu räumen. Es war sehr, sehr kalt in den Zimmern, das fiel uns sofort auf, aber ohne Heizung war das natürlich auch klar. Das war ein Grund dafür, dass wir fast alle Nächte in dicken Pullovern oder Jacken schlafen würden. Erkältet hat sich aber niemand. Anschließend gingen wir in ein Restaurant essen, wo sich alle erstaunlich gut mit ihren Essstäbchen anstellten. Danach hatten wir wieder Freizeit, konnten zum Supermarkt gegenüber gehen und dort alles Mögliche einkaufen! Ins Bett gingen wir alle recht früh, zwischen 20 und 22 Uhr. Damit war unser erster Tag schon vorbei.

Nanjing-Woche

Stadttor von Nanjing
Haus des Beamten
Zoo in Nanjing

In das System der Mensa wurden wir dann am nächsten Morgen eingeführt, wobei wir alle Essenskarten bekamen, mit denen wir jeden Tag unser Mensaessen bezahlen würden. Aufgestanden waren wir übrigens zwischen halb 6 und halb 7. Nicht zuletzt durch die laute Musik, die durch alle Gänge und über den ganzen Schulhof hallte und zum Montagsappell auf dem Sportplatz aufrief, an dem wir erst nächsten Montag mit teilnehmen müssten. Wie schon erwähnt gingen wir dann essen und uns wurde alles Wichtige zum Mensaessen gezeigt. Es gab Mantou (Hefeteigkloß), Baozi (Gefüllte Teigtasche), Trinkjoghurt, Pilze, die keiner von uns gewagt hat zu probieren, und Reisbrei, der entweder rot oder weiß war und eher nach nichts geschmeckt hat...

So liefen die Morgen allesamt ab.

Was sich mehr voneinander unterschied waren die Tage, denn wir unternahmen fast jeden Tag etwas als Gruppe. Alles kann ich hier nicht beschreiben, doch einige Dinge möchte ich gern erwähnen, da sie mir besonders im Gedächtnis geblieben sind!

Einmal waren wir an einem Stadttor von Nanjing, welches aber nicht aus einem einzelnen Tor bestanden, sondern ein Mauerkomplex mit mehreren Innenhöfen war!Diesen Komplex konnte man sowohl von unten aus den Innenhöfen heraus ansehen, als auch von oben, also von den Mauern und dem großen Platz, auf welchem früher ein Gebäude gestanden hatte. Von hier aus war die Stadtmauer aber nicht begehbar. Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Auch sehr beeindruckend waren generell alte Gebäude und deren Gärten und Dächer! Ein wunderschöner Anblick, vor allem im Kontrast zu den Hochhäusern, die das alles umgaben.

Und ein weiteres Highlight in Nanjing war der Zoo! Nach dem, was uns unsere Lehrerin erzählt hatte, war ich auf Schlimmeres vorbereitet. Die Käfige und Gehege waren zwar eindeutig kleiner, als bei uns in Deutschland, aber es war trotzdem in Ordnung und grenzte nicht an Tierquälerei. Es gab einige Tiere, die es auch bei uns in unsern Zoos gibt, aber auch manche, die man hier nicht zu sehen bekam, wie zum Beispiel der 'Liger', eine Mischung aus Löwe und Tiger!

Und nun noch zwei persönliche Höhepunkte des Nanjing-Aufenthalts!

Als erstes auf jeden Fall der Abend im traditionellen Konfuzius-Tempel-Viertel, wo wir mehrere Stunden verbrachten! Bis auf die Tausende Lampen und Lichterketten. Aber es sah unglaublich schön aus! Genau so, wie man sich China bei Nacht in einem traditionellen Stadtviertel vorstellen würde. Zwischen vielen schmalen Gassen gab es auch eine Hauptstraße, auf die wir mehrmals gelangten, aber absichtlich oft wieder in kleinere Straßen einbogen, da es hier alles billiger gab und man auch mehr Kleinkram fand. Und was natürlich auch einen Reiz auf uns hatte, waren die Jungs, die uns aufgeregt beobachteten und manchmal ankamen um Fotos mit uns zu machen.

Und die zweite persönliche Erfahrung, die mir unglaublich viel Wert ist, ist der Besuch beim Friseur, den wir uns geleistet hatten! Zugegeben sehr unerwartet war es, dass ich auf einmal auf einem Friseurstuhl saß und mir eine rote Haarfarbe aussuchen sollte...aber es hat so viel Spaß gemacht, wie es in Deutschland niemals beim Friseur möglich gewesen wäre. Witzig war, dass die Friseure kein Englisch oder gar Deutsch konnten, so dass wir manchmal mit unserem dürftigen Chinesisch echt aufgeschmissen waren! Und trotzdem konnten wir uns auf Preise, Farben, Schnitte und Frisuren einigen, die uns binnen der nächsten 2 ½ Stunden verpasst wurden! Und nachdem auch hier die Stimmung lockerer wurde, machten wir viele Fotos, sprachen miteinander so gut es ging und lachten über unsere Unfähigkeit des Verständigens!

Abends hatten wir immer von etwa 17.40 bis 23 Uhr Freizeit, in der wir in Gruppen ausgehen durften. Wir fuhren mit Taxen an verschiedene Orte in die Stadt, kauften ein, shoppten, oder ruhten uns einfach mal im Wohnheim aus.

So, das zweite Kapitel der Nanjing-Woche war das Wochenende in den Gastfamilien! Noch nie habe ich so sehr über mein Verhalten nachgedacht, wie in diesen 2 ½ Tagen! Ich hatte so große Angst alles falsch zu machen, mich schlecht zu benehmen oder mich zu blamieren, dass ich oft nur an meinem Schreibtisch saß und in mein Tagebuch geschrieben habe. Am PC war ich gar nicht, während der Zeit. Leider kann ich nicht so viel zu den anderen und deren Aufenthalten in ihren Familien sagen, weil ich das meiste erzählte schon wieder vergessen habe, dadurch, dass ich selbst alles, was ich erlebt habe schon wieder sooo oft erzählen sollte!

Aber am Samstag haben fast alle zusammen etwas gemacht, das war sehr schön! Wir sind mit unseren Austauschpartnern zusammen in die Berge gefahren (2 Stunden Fahrt und trotzdem noch in Nanjing), wo wir erst mit einem Bambus-Floß auf einem Stausee herum gefahren sind, danach aber zum Grillen wollten. An sich ergab das kein Problem, nur ein winziges Hindernis bot sich dann doch: Unsere Gastschüler hatten noch nie gegrillt! Das merkten wir aber erst, nachdem einiges Essen in Flammen aufging, verkohlte oder ins Feuer fiel. Ab da übernahmen wir lieber das Grillen und die Chinesen haben das Getränkeverteilen und Essen übernommen! Das war wirklich sehr lustig! Nach diesem sehr ungewöhnlichen Essen haben wir noch UNO, Mensch-Ärger-dich-nicht und Co. gespielt, wobei ich so tat, als kenne ich die Regeln von UNO nicht, so mussten mir die Chinesen das erklären und wir kamen ins Gespräch! Eine sehr effektive Methode, wie ich feststellte. Nach diesem munteren Spielen, Essen und Rumalbern fuhren wir dann mit Taxen nach Hause. Wobei diese Taxen sehr, sehr anders waren, als die in der Innenstadt. Sie hatten nur 3 Räder, waren nicht viel größer als ein Umzugskarton und hörten sich auch nicht stabiler an, während sie fuhren. Es war aber auf jeden Fall die Erfahrung wert - Wie fast alles, was wir erlebten. Der Abschied fiel uns allen ziemlich schwer, wobei wir uns kaum auf zu Hause freuten. Viele von uns bekamen Abschiedsgeschenke von ihren Gastfamilien. Natürlich auch hier wieder Essen.

Ja, das war die Zeit in Nanjing! Eine sehr erfahrungsreiche Zeit...

Downtown

Suzhou, Shanghai und Peking

Garten des bescheidenen Beamten in Suzhou
Jin Mao Tower in Shanghai
Yu-Garten in Shanghai
Verbotene Stadt in Beijing
Verbotene Stadt in Beijing
Die Große Mauer

Obwohl uns der Abschied aus Nanjing wirklich sehr schwer gefallen war, freuten wir uns auch schon auf die kommenden Tage.

Und schon ging es mit dem Bus ab nach Suzhou! Dass es regnete, als wir in Suzhou ankamen, war sehr schade, weil wir eine Bootsfahrt machten, die Stimmung daher insgesamt nicht mehr so gut war wie in Nanjing – kein Wunder, wir waren alle sehr erschöpft. Da Suzhou auch als 'Venedig des Ostens' bekannt ist, haben wir auch das letzte Stadttor angesehen, welches man nur auf Booten durchfahren konnte! Früher gab es davon mehrere, doch heute ist nur noch dieses eine intakt.

Auch einen Garten besuchten wir noch, in dem ebenfalls mehrere große Teiche und Wasserspiele angelegt waren.

Als wir von unserer Lehrerin schließlich eine kleine Planänderung mitgeteilt bekamen, waren viele von uns sehr überrascht, aber auch genau so fröhlich! Wir würden noch einen Zwischenstopp in Shanghai machen, weil die Fahrt von Suzhou nach Peking teurer war, als von Shanghai nach Peking!

Die letzten drei Tage fühlten sich für mich und auch für einige Andere leider manchmal sehr hektisch an, so dass man Einiges aus Zeitnot nicht genießen konnte. Es nun mehr Kulturtrip mit Sightseeing, in dem wir möglichst viel zu sehen versuchten. Das war vor allem wegen der vielen Fahrten so, die mit den Koffern und allem anderen Gepäck unheimlich anstrengend waren. Und trotzdem hat es sich gelohnt!

Denn so konnten wir in Shanghai noch den Jin Mao Tower besichtigen, in dem unten vor dem Fahrstuhl eine Wachsfigur von Jackie Chan stand, dass wir alle im ersten Moment dachten, er wäre echt! Mit dem Fahrstuhl sind wir nach Gepäckkontrollen (!!!) in das 88. Stockwerk gefahren, von wo aus man einen umwerfenden Ausblick über Shanghai hatte! Wir hielten uns lange dort auf, es gab auch kleine Verkaufsstände, wo man Miniatur-Statuen des Towers sowie andere Andenken kaufen konnte. Den als einer der schönsten Gärten Shanghais geltenden Yu-Garten sahen wir uns auch an und uns wurde sofort klar, warum jeder diesen Garten so schön fand!

Am Abend fuhren wir zum Bahnhof um mit einem Nachtzug, in dem wir zu viert sehr kleine Abteile hatten, die aber trotzdem überraschend gemütlich waren, nach Peking zu fahren! Die Fahrt dauerte acht Stunden, von denen die meisten von uns noch ein bis zwei Stunden wach blieben, sich dann aber auch hinlegten und schliefen. Was uns irgendwann auffiel war, dass auf dem Gang die ganze Zeit das gleiche Lied gespielt wurde – das Lied „Molihua 茉莉花“, welches wir auch in der Schule gelernt hatten! Das war sehr witzig.

In Peking angekommen waren wir alle relativ ausgeschlafen, obwohl wir nur einige Stunden Schlaf bekommen hatten. Wir alle wussten, dass wir die chinesische Mauer besuchen würden und es ging das Gerücht um, dass wir auch die Verbotene Stadt ansehen würden. Das wusste aber keiner so genau. Vom Bahnhof aus ging es dann zu Fuß bis zum Bus, mit dem wir dann schließlich durch Peking fuhren. Auf der Fahrt wurde uns schon manches über Peking erklärt, wovon ich aber nicht alles mitbekam, weil ich geschlafen habe.

Auch hier möchte ich nun die drei besten Erlebnisse vorstellen, die ich in diesen zwei Tagen in Peking am beeindruckendsten fand.

Als erstes ist das auf jeden Fall die Verbotene Stadt gewesen, die wir nach dem Platz des Himmlischen Friedens tatsächlich besuchten! Wir hatten schon einige Male etwas im Fernsehen darüber gesehen, aber wenn man wirklich da steht und von all den Eindrücken, Formen, Farben und der Atmosphäre erdrückt wird, ist das ein Gefühl, wie man es nicht beschreiben kann! Einfach umwerfend! Die goldenen Dächer glänzten in der Sonne, die vielen Farben, die mit Hand auf das Holz aufgetragen worden waren und immer wieder restauriert werden mussten, boten einen sehr schönen Anblick und das helle Gestein des Bodens hob die Vielfalt der Farben an den Gebäuden noch stärker hervor!

Das zweite prägende Erlebnis war der Abend in der Stadt! Wir durften uns wieder in Gruppen durch die Innenstadt bewegen, die nicht weit von unserem Hotel entfernt war – und es war super! Noch viel größer, bunter und voller als in Nanjing! Die kleinen Märkte boten manchmal kein Durchkommen und denoch versuchte man sich durch die Massen zu drücken, weil man immer mehr von diesen Ständen sehen wollte, die rechts und links die Gassen schmückten! Hier sahen wir dann auch erstmals ungewöhnliches Essen...Skorpione und Seepferdchen am Spieß, die noch ein wenig zuckten, während man sie kaufte und abknabberte. Die haben wir nicht probiert, auch wenn ich kurz mit dem Gedanken gespielt hatte.

Und jetzt das Imposanteste, was ich auf der ganzen Reise gesehen habe: Die chinesische Mauer! Es ist unglaublich, wie riesig dieses Bauwerk ist! Wir durften auf die Mauer hinauf und uns dann entscheiden, ob wir die nächsten zwei Stunden in die eine (leichtere, geradere) Richtung oder die andere (schwierigere, steilere) Richtung wollten. Wir entschieden uns einstimmig für die schwierigere Richtung, weil unsere Führerin meinte, dort sei der Ausblick sehr viel schöner! Und das haben wir nicht bereut.

Wir machten Unmengen an Fotos und Videos und trotzdem können wir unseren Freunden und Verwandten in Deutschland niemals den gleichen Eindruck vermitteln, den wir dort hatten! Denn es war einfach zu schön um wahr zu sein!

So, das waren meine drei Schlüsselerlebnisse in Peking! Allein wegen dieser drei Dinge würde ich gerne noch einmal dorthin. Doch unsere Reise neigte sich jetzt dem Ende zu und wir mussten uns langsam auf den Weg zum Flughafen machen. Wir waren sehr traurig, weil es jetzt schon vorbei war, uns das alles aber so unheimlich kurz vorgekommen war.

Ende & Dank

Das war eine kurze Vorstellung des Austausches, die ich noch ewig hätte weiterschreiben können. Es gibt so viele Dinge, die ich nicht erwähnt habe, obwohl sie sehr toll waren! Aber die besten habe ich hoffentlich alle aufgeführt. Ich wünsche mir allen Lesern wenigstens ein kleines bisschen eine Vorstellung gegeben zu haben, was wir in China alles erleben durften, wofür ich den UNESCO-Koordinatorinnen unserer Schule, den chinesischen Lehrer/innen und Reiseleiterinnen und vor allem Frau Schlieper und Herrn Becker, den begleitenden Lehrern ein riesiges Dankeschön aussprechen möchte! Für viele von uns war dieser Austausch ein Erlebnis, wie man sie nur selten im Leben erfährt – Etwas ganz Besonderes, was einem immer im Gedächtnis bleiben wird!

„Fazit“

Ich bin so froh, dass ich an diesem Austausch teilgenommen habe. Viele Vorurteile wurden aus dem Weg geräumt. Die Chinesen waren alle nett und gastfreundlich, wenn auch etwas zurückhaltend. Ich denke, dass das hier in Deutschland in diesem Maße nicht normal ist. Und es kommt nicht zum Abendessen ein Stück Katze oder Hund auf den Tisch. Einige unserer Gastschüler haben zwar schon einmal Vergleichbares gegessen, aber wenn, dann nur zu sehr feinen Anlässen, so wie hier Strauß, Pferd oder Hai auch nicht alltäglich ist. Die Städte stehen den deutschen Städten in Schönheit kein bisschen nach. Und in Kontrastreichtum noch weniger! Manchmal stand man an einer Straße und links von ihr waren nur Hochhäuser, rechts von ihr nur traditionelle Bauten! Was wohl auch noch zu erwähnen ist, ist, dass in China fast alles (vor allem Nahrungsmittel) billiger ist, abgesehen vom Friseur.

Ich denke, ich werde nächstes Jahr wieder mit nach China fahren, wenn das möglich ist, selbst wenn das Programm wieder ähnlich sein wird! Und so denken jetzt auch noch ein paar andere Leute aus meinem Kurs.

Katrin Müller, Kl. 10 (Schuljahr 2009/10)

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