Programm und Fotos 2017

05.-08.10.2017: Welterbestätte Haein-sa

Der Tempel Haeinsa wurde im Jahr 802, dem 3. Regierungsjahr von König Aejang, von den Mönchen Suneung und Ijeong gegründet. Der Name „Haein“ ist dem Ausdruck Haeinsammae aus dem buddhistischen Klassiker Hwaeomgyeong entnommen und bedeutet „die von Buddha erleuchtete Welt“, d.h. der unverdorbene Zustand unseres Herzens. Neben den Druckplatten der Tripitaka Koreana (UNESCO-Weltkulturerbe, Nationalschatz Nr.32) und dem Bibliotheksgebäude (Janggyeongpanjeon), in der sie aufbewahrt wird (Nationalschatz Nr.52) beherbergt der Tempel 15 öffentliche Kulturdenkmäler und ca. 200 private Kunstschätze, die im Dezember 1995 ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurden. Die bedeutendsten darunter sind das Tempeltor (Iljumun), die Hauptgebetshalle (Daejeokgwangjeon) und die Tripitaka Koreana. Das Iljumun ist das erste Eingangstor zum Tempel, das jeder Gläubige auf seinem Weg zu Erleuchtung passieren muss. Es ist ein repräsentatives Relikt traditioneller Tempelarchitektur. Die große Gebetshalle Daejeokgwangjeon und die dreistöckige Steinpagode davor verstärken den majestätischen Eindruck dieses tausendjährigen Tempels. Die Herstellung der Tripitaka Koreana wurde 1236, im 23. Jahr nach Gründung der Goryeo–Dynastie, begonnen und nach 16 Jahren abgeschlossen. Das Werk sollte zum Wohl der Nation im Kampf gegen die Mongolen beitragen. Die Druckplatten sind 68 cm breit, 24,5 cm hoch und 3 cm dick. Das Janggyeong Panjeong ist das einzige Gebäude der Welt, das speziell zur Lagerung von hölzernen Druckstöcken konzipiert wurde. Das Gebäude ist so entworfen, dass Temperatur, Ventilation und Feuchtigkeit kontrolliert werden können, indem man die Vorteile der jeweiligen natürlichen Wetterbedingungen ausnutzt.

Buddhistische Mönche im Tempel Haein-sa in Südkorea schlagen die Trommel

Cheonggyecheon - ein Renaturierungsprojekt in Seoul

5ach dem Koreakrieg entstand am Cheonggyecheon ein Barackenviertel. In den 1960er und 1970er wurde der Fluss zunächst zubetoniert und schließlich eine Hochautobahn über den bereits zubetonierten  Fluss gebaut. Um Seoul zu einer umweltfreundlicheren Stadt zu machen, wurde in nur zwei Jahren (2003-05) ein riesiges Renaturierungsprojekt umgesetzt.

Die Gwangtonggyo Brücke, einst die größte der Stadt, wurde 1410 von König Taejong als Hauptverkehrsweg für die königliche Familie und die Minister gebaut.

Das Banchado mit seinem königlichen Hofstaat von 1.719 Personen und 779 Pferden wurde als 192 m langes Wandgemälde reproduziert. Es zeigt die Rangordnung, die das Gefolge König Jeongjos bei dessen achttägiger Pilgerreise zum Grab seines Vaters (1795) einnahm.

Cheonggyecheon 1910
Cheonggyecheon 1960
Cheonggyecheon 1967
Cheonggyecheon 1972
Cheonggyecheon 2005
Cheonggyecheon 2007
Cheonggyecheon 2010
Cheonggyecheon 2012
Cheonggyecheon 2010
Cheonggyecheon 2017

09.10.2017: Hangeul-Tag

Hangeul ist das einzigartige Alphabet Koreas, das im Jahr 1443 unter König Sejeong dem Großen (4. König der Joseon-Zeit, regierte von 1418-1450) entwickelt wurde. Mit dem Ziel, ein für die Menschen leicht erlern- und nutzbares Alphabet zu schaffen, veröffentlichte König Sejong der Große das Werk Hunminjeongeum („die richtigen Laute zur Unterweisung des Volkes“). Seit dem 20. Jahrhundert  wird das Alphabet „Hangeul“ genannt.

Hangeul entstand ohne den Einfluss von anderen Sprachen und es ist als einfach erlernbares Alphabet bekannt. Auch die Analphabetenrate Koreas ist im weltweiten Vergleich die niedrigste. Daher sind die Koreaner besonders stolz auf ihr Alphabet Hangeul und feiern es jedes Jahr am 9. Oktober mit dem Hangeul-Tag. Auch von der UNESCO wurde diese Überlegenheit des koreanischen Alphabetes anerkannt, indem im Oktober 1997 das Werk Hunminjeongeum zum UNESCO Weltdokumentenerbe ernannt wurde.

10.10.2017: Präsentationen zu den koreanischen Welterbestätten

Insgesamt elf koreanische Kulturstätten sind auf der Liste der Weltkulturerbestätten registriert,darunter der Jongmyo-Schrein (1995); die Halle Janggyeong Panjeon des Tempels Haeinsa, die Aufbewahrungsstätte der Tripitaka Koreana (1995); die Festung Hwaseong (1997); der Palastkomplex Changdeokgung (1997); die Königsgräber der Joseon-Zeit (2009).

Die Vulkaninsel Jeju verfügt über eine wunderschöne Natur, die aufgrund ihrer geologischen Besonderheiten und ihres ökologischen Wertes bedeutend ist. Im Jahre 2007 wurde die Insel Jeju-do unter dem Titel Vulkaninsel Jeju und ihre Lavahöhlen als UNESCO Weltnaturerbe eingetragen. Dazu gehören das Naturreservat Hallasan, das Geomunoreum Lavahöhlen-System und der Gipfel Seongsan Ilchulbong.

11.-13.10.2017: Welterbeerziehung auf Jeju-do

Die Vulkaninsel Jeju-do wurde vor über 1,8 Mio. Jahren durch Vulkanaktivitäten gebildet. Da es viele Vulkangipfel und Lavatunnel sowie vulkanische Landformen gibt, hat die Insel durch ihre Geologie und Topografie einen hohen Forschungswert. Dazu kommt die wunderschöne Landschaft, deren Stand der Erhaltung hervorragend ist. Außerdem bestehen die Decken und Böden der überall auf Jeju-do verstreuten Lava-Höhlen aus verschiedenfarbigen Karbonaten, welche sie zusammen mit den dunklen Lava-Wänden zu einigen der schönsten Lava-Höhlen der Welt machen.

Die Lava-Höhlensysteme des Nationalparks Hallasan, des Berggipfels Seongsan Ilchulbong, und des Berges Geomunoreum sind im UNESCO Weltnaturerbe eingetragen.

Auf der Vulkaninsel Jeju-do, die südlich der koreanischen Halbinsel liegt, tauchen die Jeju haenyeo, weibliche Taucherinnen, ganz ohne Ausrüstung bis zu 10 Meter in die Tiefe, um Meeresfrüchte zu ernten. Mit diesem Prozess, der als muljil bezeichnet wird, verbringen sie etwa 90 Tage im Jahr, wobei sie in den Sommermonaten 6-7 Stunden und in den Wintermonaten 4-5 Stunden tauchen. Dadurch haben die Haenyeo nicht nur ein großes Verständnis in Bezug auf den Ozean, sondern auch ein breites Wissen in verwandten Bereichen. Ihre Weisheiten werden von Generation zu Generation, also von Mutter an Tochter oder Schwiegertochter, weitergegeben. Die Kultur der Jeju haenyeo wurde 2016 in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO eingetragen.

12.10.2017: "Talentshow" auf Jeju-do

14.-18.10.2017: Schulbesuch in der DFLHS und in Seoul

19.10.2017: It's Time to Say Goodbye!