Schülerberichte zum Koreaaustausch 2019

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Um 4:30 Uhr morgens begann der Tag für uns mit unserem ersten Morgendienst, der daraus bestand, dass die Mönche zu Buddha beteten und wir Respekt gegenüber Buddha zeigten. Um 6:20 Uhr gab es Frühstück, Reis war ein fester Bestandteil jeder Mahlzeit. Danach sind wir gemeinsam durch den Wald zu einem kleinen Tempel gewandert und haben dort eine kleine Pause gemacht, uns den Tempel angeguckt und auch etwas darüber gelernt. Beim Tee-Trinken und Kekse-Essen mit einem Mönch hat uns ein Kamerateam des koreanischen Fernsehens begleitet. Wir konnten den Mönch fragen, was wir gerne über sein Leben als Mönch wissen möchten. Es war sehr interessant, einen Einblick in das Leben eines Mönches kriegen zu können. Besonders interessant war es zu wissen, dass er keinen eigenen Besitz haben darf. Nach diesem Tee-Trinken wurden noch zwei Schüler von dem Fernsehteam darüber interviewt, welche Eindrücke das Klosterleben auf sie hatte. Beim Mittagessen freuten wir uns natürlich wieder über den Reis. Danach lernten wir bei einer Führung etwas über die Tempelanlage, beispielsweise wozu die einzelnen Gebäude dienen und welche Bedeutung sie haben. Später haben wir die Möglichkeit bekommen, bei einem Ritual zuzusehen, wo ein Mönch uns etwas auf einer Trommel in einem der Gebäude vorgespielt hat. Danach wurde es uns ermöglicht, in einem anderen Gebäude jeweils immer zu viert mit einem großen Baumstamm auf eine Glocke zu schlagen. Als letztes für diesen Tag vollbrachten wir die 108 Baos (Verbeugungen), die insgesamt für 108 Gebete, handelnd von Nächstenliebe und Selbstlosigkeit, stehen. Es war anstrengend, aber auch eine sehr neue Erfahrung. Nachdem wir die 108 Baos geschafft hatten, haben wir noch ein zweites Abendbrot bekommen und haben dann gemeinsam den Abend gemütlich ausklingen lassen. Es war ein spannender Tag, an dem wir viel über das Leben eines Mönches gelernt haben. Wir freuen uns über die neuen Erfahrungen, die wir sammeln konnten an diesem Tag.(Lia & Mia)

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Wir (alle Jungs, die im anderen Teil des Tempels wohnten) sind alle um 4Uhr aufgestanden und haben uns fertig gemacht für die Morgen-Zeremonie. Wir versammelten uns  alle um 4:19Uhr vor der Glocke, wo unser Treffpunkt war. Um 4:25Uhr sind die anderen (die im großen Saal wohnten) zu uns gestoßen und wir sind gemeinsam zu dem Gebäude gegangen, wo die Morgen-Zeremonie stattfanden. Dort begann sie pünktlich so wie am Tag vorher um 4:30Uhr, aber dieses Mal waren nicht nur 3 Mönche dabei, sondern 4. Die Zeremonie war auch ein bisschen anders im Vergleich zu der am vorherigen Tag, weil der vierte Mönch von einem Zettel abgelesen hat und die Mönche etwas anderes gesungen haben. Zumindest hat es sich für uns so angehört. Um 5:02Uhr war die Zeremonie zu Ende und wir hatten bis 6:20Uhr Freizeit, in der sich noch ein paar ausgeruht haben. Um 6:20 Uhr gab es Frühstück, wo man natürlich wieder Reis essen konnte, aber es gab immerhin noch Omeletts, die leider nicht gesalzen wurden. Dann hatten wir wieder Pause bis 7:50Uhr. Um 7:50Uhr haben wir uns alle versammelt und um 8Uhr sind wir mit dem Bus zur Wolyeong Brücke gefahren, die wir dann auch zu Fuß passiert haben. Da es noch nicht 9 Uhr war und das Andong Folk Museum noch nicht geöffnet hatte, hat uns der Reiseführer eine alte Hotelanlage gezeigt und uns ein bisschen darüber erzählt. Dann sind wir zum Museum gegangen, wo wir uns dann frei bewegen durften. In dem Museum ging es um die Kultur in Andong und in Südkorea, wie das Leben früher war. Im Museum konnte man seinen Namen in Koreanisch aufgeschrieben bekommen, entweder auf einem großen Papier oder auf einem Fächer. Wir haben nach der Museumsbesichtigung alte traditionelle koreanische Kleidung getragen und Fotos geschossen. Die Kleidung haben wir in einem anderen Gebäude, welches auf einem Berg steht, angezogen. Dieses Gebäude zählt auch noch zum Museum. Um 11:20Uhr sind wir in den Bus eingestiegen, der uns zu einem Restaurant (Coffeesmith) gefahren hat, das sich in der Nähe der Wolyoung Brücke befindet. Das Essen war lecker und es gab endlich mal Fleisch, was eine richtige Bereicherung gegenüber dem Klosteressen war. Die Nudeln waren auch super, manche fanden die Soße zu scharf, aber ich fand sie mild. Nach dem Essen hat uns unser Bus wieder abgeholt und uns zu einem Parkplatz gefahren, von dem wir dann durch eine Ansammlung von Märkten gegangen sind. Danach sind wir zu einer Bushaltestelle gekommen, bei der wir einen Bus genommen haben, der uns dann zum Hahoe Village gebracht hat, bei dem wir uns um 14 Uhr eine Maskenshow, die sehr berühmt sein soll, angeschaut haben. Nach der Show sind wir in einen Saal geführt worden, in dem wir ein paar der Tänze getanzt haben, die die Maskenträger getanzt haben. Am Ende haben wir alle Ketten mit Masken geschenkt bekommen und noch Gruppenfotos geschossen. Die Tänze waren ganz lustig, auch wenn manche sie sogar alleine vorzeigen mussten, was für alle lustig war. Danach haben wir eine Führung durch Hahoe gemacht. Uns wurde ein Baum gezeigt, bei dem früher Paare vorbeigekommen sind, wenn sie sich ein Kind wünschten. Heute kann man den Baum benutzen, um alle möglichen Wünsche aufzuschreiben und an das Geländer um den Baum  zu hängen. Es war interessant, die meisten haben auch einen Wunsch auf einen Zettel aufgeschrieben und angehängt. Dann wurden uns noch weitere traditionelle private Häuser gezeigt, in denen sogar noch Leute leben, die aber alle zur selben Familie gehören. Anschließend sind wir an drei sehr großen Schaukeln vorbeigekommen und wir haben 15 Minuten Pause bekommen, um Fotos zu machen, da in der Nähe noch ein schöner Fluss mit Sand war. Um 17 Uhr sind wir mit dem Bus zu Pungsan-eup gefahren und haben dort zu Abend gegessen. Das Essen dort war sehr lecker und wie man das Essen isst, war auch sehr einzigartig. Um 18:30Uhr, als wir fertig mit Speisen waren, sind wir mit dem Bus wieder zum Kloster gefahren. Als wir im Kloster angekommen sind,  gab es keine Unternehmungen mehr, die wir machen mussten, und wir konnten endlich entspannen. (Philipp&Malte)

Freitag, 18. Oktober 2019

Beim Morgendienst
Unsere Gruppe mit den fertigen Gebetsketten
Deoksugung Palace bei Nacht
Deoksugung Palace bei Nacht
Deoksugung Palace bei Nacht
Gastgeschenke

Freitag war unser letzter Tag im Kloster Bongjeonsa. Genau wie an den letzten beiden Tagen mussten wir auch an diesem Tag um 4:00 Uhr morgens aufstehen, um uns um 4:20 Uhr zum gemeinsamen Morgendienst zu treffen. Dieser lief jeden Morgen unter Anleitung der Mönche ab. Zuerst nahmen wir uns im Tempel Sitzkissen, anschließend verbrachten wir die nächste halbe Stunde damit zu meditieren und uns zu verbeugen. Diese Verbeugungen werden in Korea Bae genannt. Zum Glück mussten wir aber nicht wieder wie am Tag davor 108 Verbeugungen machen J.

Nach dem Morgendienst hatten wir noch etwas Zeit zum Ausruhen, bevor das Frühstück um 6:00 Uhr begann. Generell fanden wir diese ständige Abwechslung von Aktivitäten und Ruhepausen etwas anstrengend und ungewohnt. Zum Frühstück gab es wie sonst auch Reis mit Soße und Beilagen. Da wir dies fast zu jeder Mahlzeit bekamen, freuten wir uns schon auf etwas anderes. Dann ruhten wir uns wieder etwas aus, bevor wir unseren Raum für das Anfertigen der Gebetsketten aufräumten. Unser Guide zeigte uns, wie wir diese aus den 108 Perlen (wegen der 108 Verbeugungen) herstellen konnten.

Zum Dank für unseren Aufenthalt im Kloster überreichten wir unserem Guide, unserem Übersetzer und einer Mitarbeiterin von der buddhistischen Tempelstay-Organisation noch Geschenke. Unter anderem einen Beutel mit unserem Schullogo, Schokolade aus Göttingen und einem Lamy Druckbleistift. (Diese sind in Südkorea sehr beliebt, weil Lamy dort sehr teuer ist.) Außerdem bedankten wir uns bei ihnen für die nette Gastfreundschaft. Die Tempelstay-Organisation gab uns ebenfalls etwas mit: Eine Reisetasche und Flyer mit Informationen.

Danach packten wir unsere Koffer und räumten auf, bevor es wieder Essen gab. Dieses Mal gab es zur Abwechslung mal etwas anderesJ: Nudeln. Nach dem Essen wurde es Zeit, das Kloster zu verlassen. Die nächsten 4-5 Stunden verbrachten wir in einem Bus, der uns nach Seoul zur Daewon Foreign Language High School brachte. Schon von weitem sahen wir die Hochhäuser von Seoul und waren sehr beeindruckt. An der Schule wollten wir uns mit den Austauschschülern treffen, weswegen alle natürlich sehr aufgeregt waren.

Dort angekommen mussten wir nicht lange warten, bis sie uns entgegenkamen. Alle waren sehr nervös und es dauerte, bis wir uns die ersten Schritte zutrauten. Deshalb verging auch einige Zeit, bis die ersten Koreaner anfingen, ihre Austauschschüler zu suchen. Darauf folgten ein großes Durcheinander und viele Begrüßungen. Nachdem jeder seinen Austauschpartner gefunden hatte, gingen wir in die Schule hinein und unsere Partner führten uns ein wenig herum. Wir persönlich haben uns mit den Koreanern auf Anhieb gut verstanden, auch wenn man anfangs noch etwas zurückhaltender war.

Später trennten sich die Wege unserer Gruppe und für jeden ging es individuell weiter. Die meisten aßen in der Schulmensa, während andere stattdessen mit ihren Austauschpartnern Essen gegangen sind. Dies passiert in Südkorea häufig und ist normal, da viele Eltern keine Zeit haben, abends noch etwas zu kochen. Danach haben die meisten Deutschen den koreanischen Gastfamilien ihre Gastgeschenke überreicht. Viele Süßigkeiten und andere Mitbringsel wurden verteilt, darunter auch eine Flasche Jägermeister J.

Eine andere Gruppe von sechs Leuten ist zum Beispiel mit der Subway zum Deoksugung Palace gefahren und hat den restlichen Abend dort verbracht. Das ist ein Palast, der nach traditionellem Vorbild zwischen 1900- und 1910 wieder neu aufgebaut wurde. Besonders abends hat er durch die vielen Lichter, die dort überall verteilt waren, sehr schön gewirkt. Insgesamt war dieser Abend ein schöner Anfang für eine tolle Zeit. (Luise&Jette)

Samstag, 19. Oktober 2019

Heute haben wir den ersten kompletten Tag mit unseren Austauschschülern verbracht. Da es Wochenende ist, hat der Tag für uns unterschiedlich begonnen. Einige von uns konnten morgens lange schlafen, andere haben die Zeit in der Familie verbracht, wiederum andere haben schon etwas mit ihren Austauschschülern alleine unternommen, um sie besser kennenzulernen.

Die Koreaner hatten sich im Voraus untereinander abgesprochen und einen Plan ausgearbeitet. Somit haben wir uns alle um 12:00 Uhr an der Anguk Station Eingang 1 getroffen und sind dann gemeinsam zu einem Laden gegangen, wo wir uns jeder einen Hanbok ausgeliehen haben. Den Mädchen wurden zusätzlich noch Frisuren geflochten.

Nacheinander sind wir fertig angezogen zum Gyeonbok Palace gegangen und haben sowohl zusammen mit der Gruppe als auch einzeln Fotos gemacht.

Für uns Deutsche war sehr lustig, aber auch interessant, dass viele andere Besucher Fotos von uns oder auch mit uns gemacht haben. Nachdem wir fertig mit den Fotos waren, ist ein großer Teil der Gruppe in den Palast gegangen und hat ihn sich von innen angesehen.

Wir sind jedoch mit Kim und unseren Austauschschülern  mit einem Taxi, da diese in Korea viel günstiger als in deutschland sind, zu einem anderen Palast gefahren (Gwanghwamun) und haben diesen besichtigt. Da wir unsere Hanboks trugen, durften wir umsonst das Gelände betreten. Diese Regel fanden wir sehr cool und würden sie uns ebenso in Deutschland wünschen, da es zur Instandhaltung der Traditionen beiträgt.

In Gwanghwamun haben unsere Partner uns viel über einzelne Gegenstände, Gebäude und die Dynastien erzählt. Hier hatten wir ebenso Zeit Souvenirs für unsere Freunde und Familie zu kaufen.

Wir haben sehr viel gelacht und lustige Fotos zusammen gemacht

 Um 15:20 Uhr haben wir uns wieder bei dem Hanbok-Verleih getroffen und uns dort umgezogen. Im Anschluss sind wir in derselben 6er-Gruppe zum Gwangjang Market, einem der beliebtesten Street food Märkte in Seoul, gefahren. Es war ein wenig schwierig, ein Taxi zu bekommen, da zu diesem Zeitpunkt eine Demonstration gegen den derzeitigen südkoreanischen Präsidenten war, aber unsere Partner haben dieses Problem ziemlich gut und recht schnell gelöst. Auf dem Markt war es sehr voll, daher haben wir uns entschlossen an einem kleinen Stand am Eingang des Marktes zu bleiben und dort zu Abend zu essen. Wir hatten Tteokbokki, Gimbab, Eomuk, Twigim, handgemachte Nudeln und als „Nachtisch“ Hotteok.

Nachdem wir gegessen haben, sind wir mit dem Taxi nach Hause gefahren und haben den restlichen Abend in unseren Familien verbracht. (Wiebke&Paula) 

Sonntag, 20. Oktober 2019

Am Sonntag standen wir, meine Austauschschülerin Jiwon und ich, gegen acht Uhr auf und aßen gemeinsam Frühstück. Nachdem wir uns fertig gemacht hatten, fuhren wir los zur Cable Car Station, um den N-Seoul Tower zu besuchen.

Dort trafen wir auf Selina, ihre Austauschschülerin Hyoeon und Antonia mit Jiwoo. Mit ihnen zusammen fuhren wir mit dem Cable Car auf den Namsan-Berg um den N-Seoul Tower zu besichtigen. Obwohl es an diesem Tag etwas nebelig war, konnte man schon bei der Auffahrt eine wunderschöne Aussicht genießen.

Oben angekommen machten wir viele Fotos, genossen die Aussicht und bewunderten die dort oben angebrachten Schlösser als Zeichen der Freundschaft, Liebe oder Ewigkeit. Selina und Hyoeon haben uns dann verlassen, um am Han River zu picknicken während Jiwoo, Jiwon, Antonia und ich uns auf den N-Seoul Tower begaben.

Auf dem Weg nach oben auf den Turm liefen wir durch animierte Räume, die passend zur Halloween-Zeit dekoriert waren. Sogar die Fahrstuhlfahrt war mit Animationen, welche sie sehr spannend machte. Im oberen Teil des Towers waren rundum Fenster, so dass wir in jede Richtung eine wunderschöne Aussicht hatten. Egal in welche Richtung wir schauten, die Stadt schien gar nicht zu Ende zu gehen. Es fühlte sich großartig an, sich in einer so großen Stadt zu befinden, gerade weil es mit keiner deutschen Stadt vergleichbar ist, da so viele unendlich große Wolkenkratzer zu sehen waren.

Nachdem wir lange die Aussicht genossen hatten, sind wir mit dem Cable Car wieder nach unten gefahren, um zum Lotte Tower weiterzufahren. In dem riesigen Einkaufszentrum um den Lotte Tower herum haben wir erst einmal  etwas gegessen. Nach dem Mittagessen aßen wir noch Jiwons Lieblingsdessert. Ihr Lieblingsdessert ist Popcorn, für welches es einen eigenen Laden am Lotte Tower gab. Anschließend gingen wir durch das Einkaufszentrum um den Lotte Tower herum.

Jiwon verließ uns dann, da sie noch zur Akademie musste, in der sie lernt.

Jiwoo ging mit Antonia und mir dann zum Han River, an dem wir auf Juri und seine Austauschschülerin trafen. Mit ihnen gemeinsam fuhren wir dann mit  ausgeliehenen Fahrrädern am Han River entlang, während es langsam dunkel wurde. Zum Abendbrot aßen wir Ramyeon, koreanische Nudeln in einer Suppe. Die Koreaner bezeichneten diese als ein bisschen scharf, für uns bedeutete das eher sehr scharf, aber es war trotzdem sehr lecker.

Nachdem wir abgeholt und nach Hause gebracht worden waren, ging ein weiterer wundervoller Tag zu Ende, den ich und hoffentlich auch alle anderen niemals vergessen werden. (Johanna)

Es war der dritte Tag, den wir in unseren Gastfamilien verbrachten, nachdem wir für ein paar Tage das Leben in einem Tempel kennengelernt hatten.  Um sieben Uhr war es Zeit für uns aufzustehen. Meines Erachtens viel zu früh, aber da es viel Verkehr in Seoul gibt, muss man für die Autofahrten immer etwas mehr Zeit einplanen, damit man pünktlich ist. Daher standen meine Austauschschülerin Hyoeun und ich um sieben auf und frühstückten. Danach ging es auch schon zu unserer ersten Unternehmung für den Tag - der N-Seoul Tower. Dort trafen wir uns vor dem Eingang mit Johanna, Antonia und deren Austauschpartnern Jiwon und Jiwoo. Zusammen fuhren wir dann mit dem Cable Car nach oben auf die Plattform. Oben angekommen, hatte man eine wunderschöne Aussicht auf Seoul, obwohl es an dem Tag recht nebelig war. Als wir ein paar Fotos von dem Ausblick gemacht haben, befestigten Hyoeun und ich jeweils ein Schloss mit Wünschen für den anderen an das Geländer. So ähnlich wie man es auch aus Köln kennt. Zur Erinnerung an diesen Tag haben wir noch gemeinsame Fotos in einem Photo Booth gemacht. Hyoeun und ich mussten als erste gehen, weil wir noch mit anderen Austauschschülern und deren Partnern beim Han-River zum Picknick verabredet waren. Ihre Eltern fuhren uns also zum Han-River, wo wir die anderen trafen und uns ein Plätzchen zum Sitzen suchten. Als wir einen Platz gefunden hatten, holten wir uns Fried Chicken und Tteokbokki, also Reiskuchen in einer scharfen Soße, und bei gelassener Stimmung und einer netten Unterhaltung aßen wir unser Essen bei angenehmen Temperaturen. Obwohl es schon Oktober war, waren die Temperaturen noch recht warm und man konnte die Zeit in T-Shirts verbringen. Wir blieben dort noch eine Zeit lang, doch irgendwann wurde es Zeit zu gehen. Ich fuhr mit Hyoeun und ihren Eltern noch in die Starfield Mall und wir haben dort zu Abend gegessen. Danach gingen wir noch etwas shoppen. Als wir dann mit Shoppen fertig waren, ging es nach einem langen und anstrengenden Tag auch schon nach Hause, wo wir alle direkt müde ins Bett gefallen sind. (Selina)

Montag, 21. Oktober 2019

Es war unser erster Schultag mit unseren Austauschschülern. Das Aufstehen in der Frühe fiel ein bisschen schwer, da wir den Abend davor noch lange auf den Straßen von Seoul unterwegs waren. Beim Frühstück wurde man mit Essen überflutet: Reis, Fleisch, Suppe, Sandwichs, Müsli, also alles was das Herz begehrt. Ich habe mich ein bisschen schlecht gefühlt, weil ich gegen 6:30 noch nicht so viel essen konnte. Ich war also mit einer Schüssel Müsli zufrieden.

Kurz vor 7 verließen wir das Haus, um den Schulbus zur Schule zu nehmen, der Bus war sehr luxuriös. Das Klima im Bus war trotzdem irgendwie merkwürdig, da alle Schüler im Bus schliefen. In diesem Moment dachte man über das Schulsystem nach, ob es wirklich Sinn macht von 8 bis 22 Uhr in die Schule zu gehen. Mir gingen viele Fragen durch den Kopf: Würde ich das schaffen?, Ist unser Schulsystem nicht effizienter?,...

Die Schule liegt auf einer kleinen Erhöhung, wo nur Autos vom Schulpersonal hochfahren dürfen, deshalb mussten alle Schüler eine kleine Wanderung in Kauf nehmen.Im riesigen Komplex sind nicht alle Räumlichkeiten für die Mittelstufe der Daewon Highschool vorgesehen. Es befinden sich noch drei weitere Schulen und ein Kindergarten im Komplex.  Als die Austauschüler mit uns die Schule betreten wollten, wurde von jedem Schüler die Schuluniform überprüft, aber wir mussten keine Schuluniform tragen. Daraufhin wurde jeder vom Schulleiter begrüßt und musste sich deshalb aus Höflichkeitsgründen verbeugen.

Ab acht Uhr morgens begann der Englischunterricht bei einer redegewandten Lehrerin. Der Unterrichtungsstil war ein anderer als im Hainberg-Gymnasium, denn der Unterricht ähnelte eher einer Präsentation, wo die Schüler nur zuhörten und nicht in den Unterricht eingebunden wurden. Wegen des Unterrichtes und des Schlafmangels schliefen viele unserer Austauschschüler im Unterricht, uns mit eingeschlossen. Im Unterricht war es vorgesehen, seinen eigenen Laptop zum Mitschreiben und zum Präsentieren zu benutzen. Für uns zog sich der Unterricht sehr lange hin und es wurde immer schwerer, wach zu bleiben. Zum Glück gab es um 11:10 Mittagessen, jedoch musste man mit Erschrecken feststellen, dass die Schüler das Essen nicht wertschätzen und dies in Massen wegkippen.

Nach dem Mittagessen machte sich unsere deutsche Gruppe auf den Weg mit der U-Bahn  zum Mittelpunkt von Seoul, weil dort ein kleiner Bach entlangfließt, der früher durch einen Slum floss und danach von einer Autobahn bedeckt wurde. Vor einiger Zeit wurde seine ursprünglich Form wiederhergestellt . Nachdem wir ein Stück am Bach gelaufen waren, bekamen wir in Kleingruppen die Möglichkeit, uns im Zentrum umzugucken. Wir gingen in eine  Shopping Mall namens Dong Dae. Wir wollten uns dort ein Andenken an Seoul kaufen, dies taten wir in Form von Pullovern.

Als wir um 17 Uhr an der Schule wieder ankamen, mussten wir noch einige Minuten auf unsere Austauschüler warten. Danach gingen wir zusammen chinesisch essen. Die Suppe, die es zur Vorspeise gab, war so scharf, dass die Deutschen sie nicht verspeisen konnten. Nach dem Essen machten sich einige Schüler auf den Weg mit dem Taxi, das für manche Austauschschüler das normale Verkehrsmittel war, zum Namsan Tower, der auf einem Berg liegt. Nach einer halben Stunde Taxifahrt und 15 Euro weniger waren wir am Fuße des Berges angekommen. Dann ging es weiter mit der Seilbahn auf den Berg, wo sich der Namsan Tower befindet. Von oben hatte man einen tollen Blick über Seoul, jedoch war an diesem Abend sehr viel Smog, der die Sicht verschlechterte.

Um 22 Uhr trennten sich unsere Wege wieder, da wir von den Eltern abgeholt wurden. Die eine Stunde Autofahrt  durch den Verkehr war sehr hart.Um 23 Uhr nahm man noch schnell eine Dusche und ging ins Bett.

Es war ein schöner und spannender Tag mit unseren gastfreundlichen Austauschschülern, mit vielen neuen Eindrücken, die man in einem sechs-stündigen Schlaf gar nicht verarbeiten konnte. Ein Eindruck von uns beiden ist, dass man als Vegetarier in Seoul Probleme bekommt, da das koreanische Essen meistens mit Fleisch zubereitet wird. Jedoch haben sich unsere Austauschschüler und Gasteltern sehr bemüht, uns das Essen trotzdem schmackhaft zu machen, dadurch hatte man ein schlechtes Gewissen. (Sönke&Frieder)

Dienstag, 22. Oktober 2019

Heute fand der erste Ausflug von Seoul aus in das Korean Folk Village statt. Wir mussten wie an jedem Schultag zwischen 6 und 7 Uhr aufstehen, da wir uns erstmal mit allen Schüler*innen und Lehrer*innen in der Schule trafen. Das Aufstehen fiel immer ein bisschen schwer, da man abends immer noch so lange mit seinen Austauschschüler*innen unterwegs war. Kurz vor sieben verließen wir das Haus, um mit dem Schulbus in die Schule zu fahren, was wir jeden Schultag machten. Wir kamen gegen 7:40 Uhr in der Schule an und trafen die anderen Schüler*innen und Lehrer*innen um ca. 8 Uhr im "Vision room".

Wir fuhren dann mit einem gemieteten Bus zu dem Korean Folk Village, welches südlich von Seoul liegt. Die Fahrt dauerte ungefähr 2 Stunden und auf dem Weg hat unser Reiseguide noch ein bisschen etwas über das Village erzählt und was wir dort machen würden. Um 9.50 kamen wir an und waren direkt über die Massen von Touristen erstaunt. Vor allem waren sehr viele Grundschulklassen dort. Das Erste, was auf unserem Plan stand, war, dass wir eine traditionelle Flöte gebaut und versucht haben, einen Ton zu spielen. Wir bekamen eine schon vorgefertigte Flöte und Schmirgelpapier, mit dem wir die Löcher der Flöte noch abschleifen sollten. Danach erhielten wir noch Garn, das wir oben und unten um die Flöte wickeln sollten. Das Ganze war dann aber doch nicht so leicht, wie wir dachten, und wir mussten uns oft Hilfe bei dem Flötenbauer holen. Danach sollten wir alle probieren einen Ton zu spielen, was sich aber nicht als einfach herausstellte. Die Flöte war keine normale Flöte, wie wir sie kennen, sondern hatte oben nur ein Loch mit einer kleinen Einbuchtung, welche man genau treffen musste, um einen Ton hinzukriegen. Nach langem Ausprobieren haben die meisten von uns schließlich auch einen Ton hingekriegt. Danach ging es direkt zur nächsten Station, wo wir einen "Bird-Wunscherfüller" gebaut haben. Dafür haben wir eine kleine aufgeschnittene Astscheibe bekommen, kleine Holzstäbe und kleine Äste. Auf die Scheibe hat man einen Wunsch geschrieben und die anderen Utensilien ineinander gesteckt. Nach dem ganzen Programm trafen wir uns mit allen Schüler*innen und Lehre*innen bei dem Restaurant des Dorfes und haben wieder typisches koreanisches Essen gegessen. Es hat sehr gut geschmeckt. Danach hatten wir Freizeit, in der wir mit Frieder, Sönke und Ruben herumgelaufen sind und uns das ganze Folk Village, was sogar relativ groß ist, angeschaut haben. Es gab einen "Playground" mit kleinen Achterbahnen und anderen Aktivitäten. Uns war das ganze jedoch ein bisschen zu voll und wir haben in einem kleinen Laden dort eine kalte Cola gekauft, uns einen ruhigeren Ort gesucht und uns dann die restliche Zeit unterhalten. Nach diesen drei Stunden sind wir dann wieder mit dem Bus zwei Stunden zu der Schule zurückgefahren. Wir kamen gegen 16:20 Uhr an der Schule an und mussten dann noch bis 17 Uhr auf unsere Austauschschüler warten, da diese noch Unterricht hatten.

Wir sind dann mit den Austauschschüler*innen von Ruben, Frieder und Sönke in einen bekannten Foodmarket in Seoul gefahren, welcher Gwangjang Market heißt. Dort gab es alles Mögliche zu Essen. Unter anderem gab es Oktopus zu essen. Wir fanden das ein wenig makaber, da die Oktopusse lebendig zerschnitten wurden und ihre Tentakel sich noch bewegend verspeist wurden.  Eine Austauschschülerin hat sie bestellt und manche von uns haben sogar probiert. Es hat laut Bericht allerdings nicht sehr lecker geschmeckt. Nach dem Gwangjang Market sind wir dann noch in eine Karaoke-Bar in der Nähe der Schule gefahren. Karaoke Bars sind sehr beliebt bei unseren Austauschschüler*innen und auch allgemein für Schüler in Seoul. Das Singen mit den Koreaner*innen hat sehr viel Spaß gemacht und man konnte sich noch ein wenig besser kennenlernen. Dort haben wir ungefähr eine Stunde verbracht, bevor wir dann alle zurück zur Schule gefahren sind. Von der Schule sind wir dann mit der U-Bahn nach Hause gefahren und kamen dort gegen 23 Uhr an.

Alles in allem war das ein sehr schöner weiterer Tag in Seoul und der Ausflug in das Folk Village war insofern interessant, dass man sehr viel über die koreanische Kultur lernen konnte. Ebenfalls toll war, dass wir zum Beispiel die Flöte aus dem Village mit nach Deutschland nehmen konnten. Solche Erinnerungsstücke an die Fahrt sind immer wieder schön. (Juri&Lukas)

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Morgens standen wir auf, machten uns fertig und fuhren wie in den letzten beiden Tagen mit unseren Austauschpartnern in die Schule. Wir sammelten uns alle wieder im “Vision Room” und warteten, bis die erste Stunde anfing. Der Matheunterricht begann. Wir, die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer des Hainberg Gymnasiums, nahmen wieder am Unterricht teil und schauten zu oder haben eigene Sachen gemacht, wie z.B. ein Buch lesen, Schulaufgaben machen, lernen etc., bis wir Koreanischunterricht hatten.

Die SchülerInnen der deutschen Sprachabteilung der Daewon High School übernahmen den Unterricht, um uns Deutschen das koreanische Alphabet “Hangeul” beizubringen. “Hangeul” ist die koreanische Buchstabenschrift.

Es besteht aus 19 Konsonantenbuchstaben und 21 Vokalbuchstaben. Diese schrieben ein paar koreanische Schülerinnen und Schüler auf das Whiteboard auf und sprachen sie für uns laut aus und wir machten mit. Wir lernten neue Wörter oder kurze Sätze und sogar deren richtige Aussprache. Dazu durften Justus und Frieder sogar ihre Namen einmal auf das Whiteboard schreiben. Bei Fehlern wurden sie berichtigt. Nach der Koreanischstunde hatten wir Musik und wir lernten die koreanische Trommel “Janggu” kennen. Es hat zwei Seiten und zwei unterschiedliche Schlagstöcke. Wir saßen mit unseren AustauschpartnerInnen an einer Trommel auf dem Boden. Sie spielten uns zu Beginn etwas vor und dann durften wir es selber ausprobieren. Aber davor lernten wir erstmal, wie wir uns an die Trommel setzen und die Schläger halten müssen. Unsere AustauschpartnerInnen zeigten uns ein Blatt mit Rhythmen und wir spielten diese nach und nach ab. Sie halfen uns dabei. Am Ende durften die, die sich trauten, den letzten Rhytmus vortrommeln, und das alleine vor der ganzen Gruppe.

Nach dem Musikunterricht gingen wir zum Mittagessen. Einige mussten sich beeilen, da wir und die älteren Schüler aus der 2.Klasse (bei uns Jahrg.11) ein Fußballspiel in der Mittagspause geplant hatten. Jeder machte sich bereit und dann ging es los: Deutsche gegen Koreaner. Wir spielten vor Unmengen von Zuschauern, links, rechts, vorne und hinten vom Spielfeld. Sogar LehrerInnen sahen uns zu und das aus Fenstern vom Schulgebäude. Es war erstaunlich und wir fühlten uns gut. Die Pause sah dem Ende entgegen, also beendeten wir das Spiel und es ging 2:2 aus. Alle fanden das Duell spannend und wir vor allem wir Deutschen genossen das Spiel und die tolle Atmosphäre währenddessen. Danach hatten unsere PartnerInnen Deutschunterricht, aber wir durften leider nicht daran teilnehmen und hatten stattdessen Freizeit. Einige spielten Fußball, einige gingen ins Café und ruhten sich aus oder andere saßen draußen oder im Vision Room und entspannten sich da. Direkt nach Ende der Schulzeit ging es dann mit dem Taxi zur Lotte World. Oder für andere mit dem Bus. Die Lotte World ist ein sowohl Indoor-, als auch Outdoor-Freizeitpark mit Achterbahnen, Gruselkammern, Restaurants, Läden und viele weitere spaßige Tätigkeiten. Sie liegt neben dem Lotte World Tower, welcher im Außenbereich die ganze Zeit über einem ragt. Der Innenbereich der Lotte World ist in einer riesigen Halle mit Glaskuppeldach. Hier haben wir nach unserer Ankunft unsere Sachen eingeschlossen und haben in einem chinesischem Restaurant oder bei einem Burger-Imbiss gegessen. Danach haben wir uns den Innenbereich kurz angeguckt und sind dann nach draußen gegangen, da wir unbedingt die Achterbahnen ausprobieren wollten. Einige sind drinnen geblieben und fuhren dort mit einer Achterbahn. Der Außenbereich ist wohl die mit Abstand spektakulärste Sache an der Lotte World. Der Bereich ist mit einer Brücke mit dem Rest der Lotte World verbunden und liegt auf einer Insel in einem künstlichen See am Fuße des Lotte World Towers. Die besten Achterbahnen und Fahrgeschäfte sind hier. Auf der Insel gibt es zwei Disneyland-ähnliche Schlösser, eine Menge Buden für Essen und Getränke und wie gesagt die Fahrgeschäfte. Außerdem war gerade Halloweenzeit und alles war gruselig geschmückt, Zombieschauspieler sind umhergelaufen und haben Menschen erschrocken. Als erstes haben einige den großen Freefall Tower ausprobiert. Er ist 60 Meter hoch und man fällt diese 60 Meter im freien Fall herunter. Leider war es sehr voll und wir mussten bei jedem Fahrgeschäft mindestens eine Stunde anstehen. Dieses Anstehen hat sich aber definitiv gelohnt, da vor allem die Achterbahnen sehr gut gemacht waren und viel Spaß mit sich gebracht haben. Insgesamt haben wir zwei Frei-Fall-Türme und drei Achterbahnen ausprobieren können. Um 10 Uhr nachts haben wir kurz vor der Schließung die Lotte World verlassen. Wir sind nach Hause gefahren und müde wie noch nie schlafen gegangen.

Abschließend können wir nur sagen, dass die Lotte World  sowie der Lotte World Tower beides unglaublich beeindruckende Erfahrungen waren und diese uns viel Spaß sowie mir ein neues Gefühl für Größe und Ausmaße einer Stadt wie Seoul gegeben haben. (Julian&Ruben)

Donnerstag, 24.Oktober 2019

Der Tag begann für uns Schüler um 7.50 Uhr an der Schule. Am heutigen Tage stand ein Ausflug in die Keramikwelt Koreas an.

Unsere Einblicke haben wir im Keramikdorf „I-cheon“ gewonnen. Nach einer einstündigen Busfahrt erreichten wir unser Ziel.Dort angekommen wurden wir zunächst herzlich empfangen. Uns wurde ein Film über die beeindruckende Keramik- und Töpferwelt gezeigt. Dann durften wir endlich selbst Hand anlegen. Wir Schüler und Schülerinnen, aber auch die Lehrer und Lehrerinnen hatten die Ehre eine eigene Keramiktasse zu kreieren. Beim Bemalen der Keramiktassen konnten wir unsere künstlerische Ader richtig ausleben und viele von uns entdeckten Seiten von sich, denen sie sich noch gar nicht so bewusst waren.

Gegen 12.00 Uhr endete unser künstlerisches Dasein leider schon wieder, denn es war Zeit, den leckeren und landesweit bekannten Reis aus „I-cheon“ zu kosten. Dafür fuhren wir in ein Restaurant, welches zehn Minuten von unserem anfänglichen Zielort, dem Keramikdorf, entfernt war. Dort erwarteten uns reich gedeckte Tafeln voller traditionell koreanischer Speisen. Nach der köstlichen Mahlzeit  wurde uns etwas Freizeit gewährt, welche die meisten von uns im Souvenir-Shop verbrachten. Um 13.30 Uhr traten wir unseren Heimweg an. Gegen 14.30 Uhr waren wir wieder in der Weltmetropole Seoul und unser gemeinsamer Weg trennte sich. Unsere Gruppe machte sich auf die Suche nach Postkarten für unsere Verwandten in der Heimat. Die Suche war bedauerlicherweise erfolglos. Wir konnten es kaum glauben.

Um uns eine Pause von der anstrengenden Suche zu nehmen, setzten wir uns in ein Café und genossen mit kalten Getränken unsere Freizeit. Um 17.00 Uhr trafen wir Schüler und Schülerinnen uns in der Schule, um das deutsche Theaterstück der Theatergruppe „Die Atombomben 2019“ zu schauen, bei dem einige unserer Austauschschüler und Austauschschülerinnen mitgewirkt hatten.

Nachdem wir 30 Minuten volles Entertainment unserer Austauschschüler und Austauschschülerinnen erlebt hatten, ging es für manche von uns in den VR-Room (Virtual Reality), wo der Spaß garantiert war. Es war eine neue Erfahrung, die wir gesammelt haben. Wir fanden es sehr faszinierend, wie realitätsnah die Animation durch die Virtual Reality wirken können. Gegen Mitternacht fielen wir alle todmüde ins Bett und ein weiterer ereignisreicher Tag unserer Koreareise ging zu Ende. (Gesa&Justus)

Freitag, 25. Oktober 2019

Es war einer der letzten Tage in Korea und wir haben an diesem Tag noch sehr viel über den Unterricht in Korea  sowie der koreanischen Popkultur gelernt.

Am Freitagmorgen sind wir alle erstmal mit unseren Austauschpartnern zur Schule gefahren und haben anfangs verschiedene Kurse begleiten dürfen, wie z.B. Physik, Deutsch und Mathe. Während wir unseren Austauschschülern zugeguckt haben, wie sie unterrichtet wurden, hat man eindeutig gemerkt, wie der Unterricht in Korea viel mehr auf Langzeithausaufgaben ausgelegt ist und durch sehr viel Fleißarbeit der Schüler geprägt wird. Dazu wurde deutlich, dass die koreanische Schule viel besser im Bereich Digitalisierung ist. In fast jedem Klassenraum befand sich ein riesiges Tablet an der Tafel, die Lehrer hatten Mikros und die Schüler waren fast alle ausgestattet mit Laptops.

So kann man am Ende definitiv sagen, dass koreanische Schulen vielleicht nicht im Bereich allgemeiner Unterricht den deutschen Schulen voraus sind, aber sie sind definitiv viel fortschrittlicher im Bereich der Digitalisierung.

Nach der Schule gab es, ebenfalls im Klassenraum, eine Feier zur offiziellen Verabschiedung. Es wurden Referate und Reden gehalten und gesungen. Im Anschluss gab es Essen und Trinken und die Möglichkeit, den koreanischen und deutschen Mitschülern alles Gute zu wünschen und seine (positiven) Erinnerungen an die vergangenen Tage zu teilen, indem diese auf große Plakate für jeden Schüler geschrieben wurden.

Bei dieser Feier hat man bereits gemerkt, was für gute Freundschaften und schöne Erinnerungen diese Zeit uns gebracht hat, sowohl zu koreanischen Austauschschülern als auch zu deutschen Mitschülern, welche man vorher noch nicht kannte.

Im Anschluss an die Feier hatten wir Freizeit und sind in Gruppen unsere Wege gegangen. Die Gruppe, in der wir uns befanden, ist zum Karaoke-Singen gegangen, was eine interessante Erfahrung war. Dort mietet man sich kleine Räume, in denen dann für die gemietete Zeit gesungen wird, so gut man kann (oder will). Dort ist alles ziemlich bunt gestaltet und mit vielen blinkende Lichtern ausgestattet, was dem Gesamteindruck zur koreanischen Musikszene entspricht. Für die eher unmusikalischen Leute unter uns  hat es ein wenig Überwindung gekostet, allerdings trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Nach circa eineinhalb Stunden des Singens  hat sich die Gruppe getrennt, und wir haben den vorletzten Abend bei unseren Gastfamilien genoßen. (Jascha&Jannik)

Samstag, 26. Oktober 2019

Am Morgen sind wir ein bisschen spazieren gewesen. Wir waren in einer  Straße, über die ganz viele  Lampions gehängt waren, dort gab es Süßigkeiten, die man schon vor 500 Jahren gegessen hat . Das war sehr schön.  Danach haben wir Gimbap  gegessen, das Essen war lecker. Dann sind wir zur ddp  (dongdaemun design plaza) gefahren. Das Gebäude war sehr beeindruckend. Drinnen haben wir uns eine Ausstellung über Videospiele angesehen, man konnte Soundtracks hören oder alte Spiele spielen. Es stand auch ein öffentliches Klavier da, auf dem eine Frau sehr gut gespielt hat. Dann haben meine Austauschschülerin, ihr Bruder und ich uns die anderen Läden angeguckt. Es gab viele Läden die Anime-figuren verkauft haben.(Kim)