Austausch 1998

Mit dem ICE nach Tansania

oder was ich außer Impfungen noch so brauche

Intercultural Encouter (kurz ICE) ist für uns, die Schülergruppe, die sich ins ferne Afrika wagte, zum absoluten Schlagwort der Reise geworden. Denn obwohl wir natürlich eine andere Kultur erwarteten, hat uns doch immer wieder schockiert, in was für eine Welt wir dort kamen. Schließlich kommt erstens immer alles anders und zweitens als ich dachte.

Wir hatten uns vor der Reise mit Büchern, Erfahrungsberichten, Medikamenten & Impfstoffen zur Hülle und Fülle eingedeckt, ja hatten sogar ein paar Brocken Kishuaeli gelernt, nur um festzustellen, dass uns das überhaupt nichts bringt. Denn was tun, wenn frau plötzlich von allen Seiten angestarrt wird, nur weil frau weiß ist? Oder wenn frau in einem „„Bus" sitzt auf dem hinten die Aufschrift ist: „in god we trust!"? Oder wenn die dicken afrikanischen Mamas zu beiden Seiten einen fast erdrücken? Oder, oder, oder ..... ? Für alle Gruppen nach uns: ihr könnt euch gar nicht darauf vorbereiten! Aber ihr könnt etwas mitnehmen, damit es nicht unerträglich wird: Humor und Instinkt! Denn eines habe ich in. Afrika gelernt, bevor du dich über etwas aufregst, lache lieber drüber, dann ist schon alles halb so schlimm! Bei allem anderen könnt ihr euch auf euren Instinkt verlassen.

Das, was diese UNESCO-Projektschule euch beibringen will, ist einzig und allein der kleine Funken Selbstironie der aus verbissenen Weltverbesserern Menschen macht, mit denen wir lachen können ohne uns selbst zu verlieren: Intercultural Encounter eben!

Bettina