19. Austausch 2016/17 (Jubiläumsaustausch) - Göttingen

Göttinger Tageblatt vom 26. März 2017 [mehr]

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19. Austausch 2016/17 (Jubiläumsaustausch) - Molodetschno

Der Themenschwerpunkt "20 Jahre Weißrusslandaustausch - Miteinander, voneinander lernen und Feste feiern" wurde intensiv durch das vielseitige Programm umgesetzt. Am Samstag (10.09.2016) wurde ein gemeinsamer Ausflug zum Gutshaus Salesje des Komponisten Oginski unternommen. Hier lernte sich die Gruppe durch unterschiedliche Bewegungsspiele u.a. mit einem Schwungtuch kennen. Das Gutshaus war inzwischen so weit restauriert, dass die verschiedenen Lebensräume des Komponisten als Museum zu besichtigen waren. Das Treffen mit den an Diabetes erkrankten Kindern, deren Eltern und der Ärztin Frau Saprudskaja in der Kinderklinik war sehr beeindruckend. Dieses Mal konnten wir neben den Blutzuckerteststreifen durch eine großzügige Spende 72 Blutzuckermessgeräte übergeben, die einen kostengünstigeren Teststreifen benötigen. Miteinander und voneinander lernen fand ebenso in einem Workshop zum Thema belarussische Volkstänze statt. Hier erhielten die Jugendlichen nach einer eindrucksvollen Volkstanzpräsentation die Gelegenheit, die Schrittfolgen selbst auszuprobieren. Neben gemeinsamen Volleyballspielen wurde auch unser Gastgeschenk, zehn Frisbee-Scheiben, als Ultimate-Frisbee gespielt. In Minsk konnten die SchülerInnen Eindrücke einer Hauptstadt gewinnen und als Höhepunkt am Abend das Ballett Vytautas von Vyacheslav Kwznetson im  Staatlichen Theater für Oper und Ballett besuchen. Das slawische Volkssportspiel "Gorodki" unter Anleitung des Nationaltrainers Alexander Kulak, fand bei allen Jugendlichen großen Anklang. Dieses Spiel war für alle eine neue Erfahrung und in einem exemplarischen Wettkampf wurde miteinander gegeneinander gespielt. Ein Konzert in der staatlichen Musikschule gab für alle einen sehr interessanten Einblick in die weißrussische Musikkultur. Beim Besuch des Jugendkulturzentrums "Rostok" wurden nicht nur Schwerpunkte der belarussischen Kultur wie Kunsthandwerk und Lieder kennengelernt, sondern gemeinsam in einem Workshop eine Puppe gebastelt, die einen Glücksbringer darstellt. Die beiden Theaterstücke mit Handpuppen in der Mittelschule Nr. 5 wurden von sehr jungen SchülerInnen einer AG aufgeführt. Sie waren sehr aufgeregt und haben trotz der kurzen Übungszeit zwei Märchen der Brüder Grimm ansprechend gestaltet. Während unseres Aufenthalts hat die SchülerInnengruppe gemeinsam ein Pantomimen-Theaterstück eingeübt, welches sie am Abschlussabend vorführten. Sowohl die weißrussischen SchülerInnen und Eltern als auch die deutsche Gastgruppe haben ein landestypisches Volkslied vorgetragen. Ein besonderes Ereignis während des Austausches war die Begegnung mit der Zeitzeugin Tamara Bychov. Sie hat das Todeslager Ozarichi in der Nähe von Minsk überlebt und war im Juni 2016 zu Gast im Hainberg-Gymasium. Da sie in Molodetschno  wohnt, bat sie uns, Kontakt aufzunehmen, wenn wir in Molodetschno sind. Erschütternd berichtete sie von ihren Erlebnissen. Das Treffen mit 11 von 20 Stipendiaten war sehr eindrucksvoll. Sie berichteten über die Bedeutung des Stipendiats für ihr Leben. Es war ergreifend, nach so langer Zeit die damals Jugendlichen als Erwachsene wiederzusehen. 

  • Treffen der Stipendiaten am Samstag, den 17. September 2016 [mehr]
  • Fototagebuch des Elternvertreters [mehr]
  • Zeitungsartikel aus Molodetschno vom 21.09.2016 mit Übersetzung [pdf]
  • Beitrag im weißrussischen Fernsehen vom 14.09.2016 (gekürzt)

 

 

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Sponsoren

Wir danken dem Pädagogischen Austauschdienst und der Stiftung West-Östliche Begegnungen für die finanzielle Unterstützung!