Unsere Fahrt nach Berlin im Februar 2016

FREITAG

Wir, Viktor, Julie und Marie kamen gegen 10 Uhr in Berlin am Hauptbahnhof an. Im Bahnhofsgebäude kostete es uns einige Mühen, aber wir sperrten letztlich alle unsere Koffer erfolgreich in EINEM Spint.

Der Tag fing gut an. Wir machten ein paar Fotos von der Umgebung, als wir aus dem Bahnhof herausgingen. Dann führte Marie uns durch die Stadt. Unterwegs überlegten wir uns, wohin wir zuerst gehen wollten. Das erste, was wir besuchen wollten, war der Checkpoint Charlie und das Mauermuseum. Daneben gab es eine ehemalige Grenze zwischen dem amerikanischen und dem sowjetischen Sektoren, wo auch auf der Straße „amerikanische Soldaten“ standen und ließen allen mit sich Fotos zu machen. Beim Eingang an der Wand der Gallery hingen 4 Flaggen: von der Sowjetunion, von Frankreich, von den USA und von England.

Die Ausstellung gefiel mir sehr gut. Ich konnte auf Russisch beziehungsweise auf Deutsch alles lesen. Besonders interessant fand ich, was Menschen damals taten, um aus der DDR zu fliehen. „Flucht macht erfinderisch!“ Es gab dort auch Artikel über den ersten deutschen Astronauten, der im Weltall war und allgemein über die Entwicklung im Bereich der Raumfahrt in Deutschland. Außerdem habe ich an weiteren Exponaten das Symbol des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gesehen. Das hat mich gefreut, weil ich mein Praktikum dort absolviert habe.

Nach der Ausstellung sind wir zur East Side Gallery gegangen. Das ist der größte Teil der Berliner Mauer, der geblieben ist. Die ganze Mauer war mit vielen Bildern bemalt. Es gab Karikaturen, Zitate und Graffitis. Viele drückten die Idee aus, dass es überall auf der Welt Mauern gibt, die immer zwischen Menschen und der Außenwelt stehen und ihnen nicht zu lassen, andere zu sehen und zu hören. Danach gingen wir zum Alexanderplatz, wo es einen beeindruckend hohen Fernsehturm gab. Leider konnten wir dahin nicht hineingehen, deswegen betrachteten wir ihn nur von außen. Dort gab es auch eine Uhr mit einem Atom-Model oben, die zeigte, wie spät es in verschiedenen Zeitzonen ist. Wir kamen an einem Café vorbei und aßen dort ein bisschen.

Der Tag neigte sich nach und nach dem Ende zu. Wir holten unsere Koffer vom Bahnhof ab und gingen zu unserer Gastfamilie, die nicht weit entfernt wohnt. Wir wurden freundlich und herzlich aufgenommen. Vor dem Schlafen spielten wir noch mit Kindern ein Kartenspiel „Mogelmotte“ zusammen und unterhielten uns.

 

 

SAMSTAG

Aufgestanden, gegessen, losgegangen. Die ersten Punkte des Programms waren das Schloss Bellevue und die Siegessäule. Sie wurde von 1864 bis 1873 als Nationaldenkmal des Einigungskriegs erbaut. Im Erdgeschoss gab es viele Modelle von verschiedenen berühmten Gebäuden aus der ganzen Welt. Als wir hochgingen, hatten wir eine tolle Aussicht über Berlin. Diese war beeindruckend und sogar etwas faszinierend. Dann liefen wir direkten Weges zum Brandenburger Tor – Das Symbol von Berlin. Auf dem Weg kamen wir noch an einem Denkmal, das den sowjetischen Opfern des zweiten Weltkrieges gewidmet ist, vorbei. Daneben standen viele Panzer. Es gab auch ein russisches Schreiben über den Sieg der Sowjets über die Nazis.

Nach dem Brandenburger Tor trennten wir uns in zwei Gruppen. Julie und ich kamen zuerst an einem Café vorbei und dann liefen wir zur Museumsinsel. Auf einer Bücke fiel uns ein relativ alter, aber lustiger und sehr freundlicher Mann auf, der riesengroße Seifenblasen machte. Um ihn herum liefen viele Kinder, die die Seifenblasen zerplatzten. Im Pergamon Museum sahen wir sehr viele beeindruckende Exponate von uralten Völkern. Mich persönlich beeindruckten am meisten die vielen steinernen Bauten: ich kann mir kaum vorstellen, wie diese mit den damals vorhandenen Werkzeugen erbaut wurden konnten. Das ist für mich unvorstellbar! Wir trafen uns wieder, liefen noch etwas durch die Stadt und kamen noch an ein paar Geschäften vorbei. Dann kauften wir Lebensmittel, um zu Hause für unsere Gastfamilie Crêpes zu backen. Wir aßen, sprachen und gingen endlich voller neuer Eindrücke ins Bett.

 

 

SONNTAG

Als erstens besuchten wir den Reichstag. An dem Gebäude stand „Dem Deutschen Volke“. Das Sicherheitssystem des Gebäudes machte auf mich einen großen Eindruck. Von außen ist der Reichstag alt gestaltet, von innen ist er aber ganz modern. Man gab uns Kopfhörer. Die Sprache für die Führung durften wir auswählen. Ich wählte Russisch aus. Während wir auf einem spiralförmigen Weg in die Reichstagskuppel hochgingen, wurde uns etwas über, was Gegend erzählt. Ganz oben in der Kuppel war ein Loch, damit die Luft nach drinnen geraten kann. Wir machten ein paar Fotos und gingen nach unten, wo wir noch viel über die Geschichte des Reichstages lesen konnten.

Danach machten wir uns auf den Weg zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Die rechteckigen, verschieden großen und grauen, wie Asche aussehende Steine sollen Grabsteine der Juden symbolisieren, weil die meisten Juden keine Grabsteine nach ihrem Tod bekamen. Danach gingen wir mit Juli zu einem Geschäft. Dort kaufte ich einige Souvenirs als Erinnerung. Dann gingen wir in ein Museum, das auch von dem Völkermord der Juden erzählte. Julie und ich sprachen auf Russisch miteinander und liefen weiter durch die Stadt. Am Mauerparkflohmarkt trafen wir uns mit den anderen. Der Flohmarkt hat uns alle sehr beeindruckt. Danach ging es zurück und mussten uns dann schon von der netten Familie, die uns aufnahm, verabschieden. Wir fuhren voller neuer Eindrücke mit dem Zug nach Hause.

von Viktor, Marie und Julie