Nachhaltige Schülerfirma am Hainberg-Gymnasium

Sie können bio-zertifizierte und fair gehandelte Macadamianüsse von unserer Schülerfirma "macadamiafans Göttingen" erwerben und dadurch das Fortbestehen der WELT:KLASSE Göttingen sichern sowie Kleinbauern in Kenia unterstützen. Die 470g Packung Macadamia-Nüsse kostet 12,50 € (2,50 € davon für die Welt:Klasse). Für Hinweise auf weitere Abnehmer und Sponsoren sind wir dankbar.

"macadamiafans Göttingen" wurde im Sommer 2012 von folgenden Schülerinnen gegründet: Chelsea Heese, Juliane Springer (Welt:Klasse 2009/10); Flora Aehnlich, Estibaliz Eidmann, Sarah Krone, Alina Nolte (Welt:Klasse 2010/11); Sophia Annweiler, Paula Hentschel, Marie Kottwitz, Hannah Maier (Welt:Klasse 2011/12). Im Schuljahr 2016/17 sind folgende SchülerInnen Mitglied der nachhaltigen Schülerfirma: Jakob Ender, Birte Malz, Larissa Stöpler (Welt:Klasse 2015/16), AG "Nachhaltige Schülerfirma" und der WPU "Nachhaltige Schülerfirma" im Jahrgang 9. "macadamiafans Göttingen" wird von Angelika Reese und Monika Kleineberg betreut.

Bitte kontaktieren Sie uns unter: macadamiafans@ hainberg-gymnasium.de oder füllen das Bestellformular aus.

Kunden aus Göttingen und Umgebung können unsere Macadamianüsse auch in folgenden Geschäften zum gleichen Preis erwerben: 

  • Boyer im Ostviertel · Hainholzweg 18 · 37085 Göttingen [mehr]
  • Bremer Weinhandlung · Barfüßerstraße 10 · 37073 Göttingen [mehr]
  • Brothofladen Waake · Hacketalstraße 1  37136 Waake [mehr]
  • Feinschmecker Paradies Weyl  · Breite Straße 4 · 37154 Northeim [mehr]
  • Teehaus Karl Schmidt · Barfüßerstraße 6 · 37073 Göttingen
  • Weltladen Göttingen · Nikolaistraße 10 · 37073 Göttingen [mehr]

 

Hier finden Sie den aktuellen Flyer (pdf).

macadamiafans als Bildungsprojekt des Bio-Macadamia-Herstellers LIMBUA [mehr]

Der neuartige Weg vom Bauern zum Kunden

 

 

Die Anlage befindet sich am Fuße des Mt. Kenya
Kleinbauern bei der Einweihung der Manufaktur
Kleinbauern bei einem Seminar zu ökologischem Landbau
Eine Bauernfamilie trennt die Macadamia-Nüsse von ihrer äußeren Hülle
Kleinbauern beim Anliefern ihrer Nüsse
Die Nüsse werden mit speziell entwickelten "Nussknackern" von ihrer harten Schale getrennt
Macadamia-Nüsse werden als 470g Packung im Großbrief-Format verpackt ©macadamiafans2012

Der neuartige Weg vom Bauern zum Kunden *Herzstück des macadamiafans-Konzeptes ist eine innovative Wertschöpfungskette: Die Kleinbauern verdienen angemessen, die Natur wird gestärkt und der Kunde zahlt einen günstigen Preis. Vom Setzling zum fertigen Produkt.

1. Vorbereitung und Betreuung von ausgewählten Kleinbauern

Die Bauern erhalten zertifiziertes Pflanzmaterial und modernstes Wissen zur Bewirtschaftung der Macadamia-Bäume und der Umsetzung von ökologischem Landbau. Limbua übernimmt die Qualitätssicherung des Anbaus sowie die Weiterbildung und Bio-Zertifizierung jedes am Projekt teil- nehmenden Kleinbauern.

2. Ernte und Verarbeitung der Nüsse

In der Erntezeit werden die Macadamia-Nüsse aufgesammelt – die Nüsse fallen vom Baum, sobald sie reif sind. Anstatt wie bisher ihre Ernte zu stark schwankenden Preisen an Zwischenhändler zu verkaufen, erfolgt nun das „Self Processing“. In loka­len Verarbeitungseinrichtungen für jede Bauerngemeinde werden die Familien der Kleinbauern für das Trocknen, Schälen und Vakuumversiegeln ihrer Macadamia-Nüsse beschäftigt. Für die Verarbeitung bekommen die Bauern neben einem garantierten Grundpreis ein zusätzliches Einkommen abhängig von der Qualität. Damit erhalten sie einen noch höheren Stellenwert in der Wertschöpfungskette.

3. Transport und Lagerung in Deutschland

Aus dem Lager der Verarbeitungsanlage werden die fertig verpackten Nüsse zum Hafen von Mombasa transportiert, von dort per Containerschiff auf den Seeweg gebracht. Nach knapp 30 Tagen in Rotterdam angekommen, haben die Nüsse 95% ihrer etwa 12.400 km langen Reise hinter sich. Vom Rotterdamer Hafen gelangen die Nüsse direkt in unser deutsches Lager.

4. Versand und Vertrieb zum Endkunden

Dort werden die Nüsse verzollt und in der EU willkommen geheißen. Anschließend werden sie an die  Welt:Klasse -Schülerfirmen verschickt. Die Schüler vertreiben die macadamiafans-Nüsse. Der Lerneffekt steht im Vordergrund: Es werden selbstständiges, sozialunternehmerisches Denken, Verantwortungsübernahme, Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenzen gefördert. Um den direkten Kontakt mit den Erzeugern herzustellen und mehr über deren Lebensverhältnisse zu erfahren können  Welt:Klasse -SchülerInnen in Vierer-Teams nach Kenia reisen. Während ihres Aufenthalts im Dorf wohnen sie in den Hütten der Bauern und arbeiten mit diesen beim Pflanzen der Bäume und beim Verarbeiten der Nüsse zusammen.

Preisbildung und Transparenz *Die Kosten, die während des gesamten Wertschöpfungsprozesses in Kenia und Deutschland entstehen, sind per „Open Accounting System“ einsehbar. Auf Basis dieses transparenten Systems wird automatisch ein tagesaktueller Preis ermittelt. Diese Transparenz stellt eine angemessene Bezahlung aller Beteiligten sicher. Sie trägt auch dazu bei, dass der Kunde trotz höchster Qualität die Macadamia-Nüsse zu einem vergleichsweise günstigen Preis erhält. Ganz wesentlicher Vorteil der innovativen Wertschöpfungskette ist der Verzicht auf den Zwischenhandel.

Überschüsse für Schulprojekt *Das macadamiafans-Konzept verfügt über ein funktionierendes Geschäftsmodell, das allen Beteiligten – von Bauer bis Endkunde – Vorteile verspricht. Zusätzlich kommen sämtliche Überschüsse aus dem Schülerverkauf (inklusive Onlinebestellungen) der Welt:Klasse Göttingen zur Förderung der internationalen Völkerverständigung zugute. Die Welt:Klasse Göttingen ermöglicht Schülerteams aus Göttingen und Umgebung auf innovative Weise vierwöchige Lernerfahrungen in China unter Einbindung ihrer gesamten Schulgemeinschaft.

Die Qualitäten der Macadamia-Nuss

  • Macadamia-Nüsse sind sehr gesund 
    Sie werden von Ernährungswissenschaftlern als Ersatz für andere fettreiche Ernährung empfohlen. Neben dem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, die unser Körper für zahlreiche Stoffwechselvor­gänge braucht, enthalten die Nüsse auch viele gesundheitsfördernde Stoffe wie Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink und verschiedene Vitamine. Damit diemacadamiafans-Nüsse ihre gesunde Natürlichkeit bewahren, werden sie weder geröstet noch gesalzen. 
    Über ihre geschmacklichen Vorzüge hinaus ist sie sehr nützlich:
  • Sehr gute Einnahmequelle für Kleinbauern 
    Ein Macadamia-Baum ist mit wenig Aufwand zu bewirtschaften und trägt viele Jahrzehnte lang eine konstante Erntemenge. Er wird von den Bauern daher als „Ruhestandsbaum“ bezeichnet.
  • Ideal für ökologisch nachhaltige Landwirtschaft 
    Durch seine dicken Blätter dient der Macadamia-Baum als Schattenspender und Verdunstungsschutz. Sein dichtes Wurzelsystem verhindert Erosion und bindet Wasser an der Oberfläche. So fördern die Kleinbauern mit dem Baum auch die umliegenden Pflanzen wie Kaffee, Bananen und Gemüse.

Anthony zu Besuch im Hainberg-Gymnasium

Am 12. November 2012 war Anthony Ngondi, der kenianische Koordinator von macadamiafans zu Besuch im Hainberg-Gymnasium:

Staunend nahmen die SchülerInnen zur Kenntnis, dass Ngondi 17 Geschwister hat. Als Kind musste er sich die Schuluniform mit einem Bruder teilen. „Erst ging er zu Schule, dann zog ich sein Hemd über und ging zum Unterricht“, schilderte Ngondi auf Englisch. Sieben Kilometer sei er jeden Tag zur Schule gelaufen, barfuß: „Erst mit 14 habe ich meine ersten eigenen Schuhe bekommen.“ Keine Ausnahme, sondern die Regel in seinem Land, das vermutlich deshalb auch die besten Marathonläufer stelle.

Ngondi erzählte über die Armut der Menschen in Kenia, über deren Fröhlichkeit, über den großen Respekt, den Kinder Erwachsenen schuldig sind. Vor allem aber war ihm die Macadamianuss-Manufaktur wichtig, die von der Stiftung „Welt:Klasse“ im Dorf Rungeto aufgebaut wurde. Die Nüsse und Macadamia-Öl werden über die Partnerschulen in Deutschland vertrieben. Am Hainberg-Gymnasium läuft der Verkauf über die Nachhaltige Schülerfirma "macadamiafans Göttingen"gerade mit Erfolg an. Ziel ist es, die kenianischen Bauern fair zu entlohnen. Das verdiente Geld ermöglicht ihren Kindern zum Beispiel eine Schulbildung, denn in Kenia seien Schulgebühren üblich.

Am Schluss beantwortet Anthony Ngondi Fragen. Wie er Deutschland erlebe? Eisig sei es, sagte der Gast. „Bei uns gelten 15 Grad schon als richtig kalt.“ Vor ein paar Tagen konnte er in den Alpen erstmals Schnee sehen und anfassen - „es war sehr aufregend für mich.“ Auch Unterschiede im Familienleben stellte Ngondi fest. Ein Mann, der in Kenia nur eine Ehefrau habe, gelte als arm, wie er selbst, der den üblichen Brautpreis von 50 Kühen in Raten abzahle. Wer eine höhere Position anstrebt, müsse mehrere Frauen besitzen - wer mit ihnen fertig wird, beweise Führungsqualitäten, meinte er schmunzelnd.