WELT:KLASSE Göttingen 2011/12

RTL vom 28.10.2008

Im Schuljahr 2011/12 nehmen 4 SchülerInnen aus dem 10. Jahrgang vom Hainberg-Gymnasium am Projekt der WELT:KLASSE Göttingen in China teil.  Die Videokonferenzen zwischen dem Hainberg-Gymnasium in Göttingen und seinen Multiplikatorschülern in Südchina fanden am 6. Januar 2012 von 8.35 - 12.15 Uhr im Hainberg-Gymnasium (R 213) statt. Radio Hit Antenne war auch anwesend. Am 1.2.2012 war Sat1 regional zu Gast bei der Welt:Klasse Göttingen. Hier gehts zum Beitrag.

Im Internettagebuch der WELT:KLASSE Göttingen berichten die vier WELT:KLASSE Botschafter täglich von ihren Erfahrungen. Hier geht's zum Blog [mehr]

Ausschnitte und Fotos aus dem Blog:

28.12.2011: Der grosse Tag ist da, endlich geht es auf nach China. Wir waren alle sehr gespannt als wir in den Zug stiegen der uns zum Frankfurter Flughafen bringen sollte. Dort angekommen kämpften wir uns durch sämtliche Sicherheits- und Passkontrollen. Bis wir uns im Flugzeug befanden …

30.12.2011: Wir alle hatten das Gefühl, die einzigen Europäer in diesem Zug zu sein und wurden deshalb auch ungeniert von den anderen Leuten angestarrt. Nach einiger Zeit kam eine Schaffnerin vorbei, die sich total gefreut hat, dass wir da waren. Sie hat versucht auf chinesisch mit uns zu kommunizieren und hat sich auch nicht daran gestört, dass wir sie nicht verstehen. Außerdem war sie auch gleich ohne Berührungsängste und hat Hannah mehrmals einfach in ihre Locken gefasst. In Sophias Reiseführer fanden wir hinten einige hilfreiche chinesische Übersetzungen mit denen wir dann doch eine spärliche Unterhaltung zustande brachten ... Nun saßen uns alle Chinesen gegenüber und sie waren total begeistert, dass sie uns getroffen hatten und sich mit uns unterhalten durften...

31.12.2011: Danach gab es eine „Introduction“, wir haben eine Menge über China, Yunnan, etc. erfahren. Der letzte Teil der Introduction war sehr spannend, denn wir sind Ochsenkarren gefahren. Dafür haben wir einen sehr großen Ochsen vor einen Karren gespannt und saßen dort zu siebt hinten in dem Karren. Am Nachmittag haben wir unsere ersten Bäume gepflanzt. Dafür sind wir mit riesigen Sonnenhüten, Spitzhacken und Schaufeln durch das Dorf auf einen Hügel gelaufen. Dort haben wir 40cm tiefe und 40cm breite Löcher gegraben, dass stellte sich schwieriger als gedacht heraus, da der Boden ein einziger Stein war ...

01.01.2012: Nach diesem Frühstück zogen wir Karten, um auszuwählen in welchen Kombinationen wir arbeiten werden, jeweils eine chinesische Studentin und eine deutsche Schülerin ...

02.01.2012: Anschließend sind wir wieder Bäume pflanzen gegangen, allerdings konnten wir heute nur Löcher graben, da es wieder nicht genug Wasser gab, um die neuen Bäume zu bewässern. Dadurch ist einem nochmal klar geworden, wie wertvoll das Wasser für die Menschen hier ist. ... Nach dem Abendessen haben wir den Gasteltern, bei denen wir alle essen, unsere Gastgeschenke überreicht und sie haben sich gefreut...

03.01.2012: Der nächtliche Regen brachte das benötigte Nass mit sich!
Heute Vormittag konnten wir endlich die Setzlinge in die gegrabenen Löcher pflanzen. So schaffte es jede Gruppe, bereits am Morgen, 4 Bäume zu pflanzen und zu bewässern ...

05.01.2012: An diesen Morgen gab es eine Art Brot, das wie Milchbrötchen geschmeckt hat. Vor dem Frühstück, saßen wir, wie jeden Morgen, an einem kleinen Feuer, in dem Maiskolben verfeuert werden. Das Frühstück war heute besonders lecker und nachdem wir und gestärkt hatten, begannen wir mit unseren ersten Chinesisch Stunden. Das erste was wir lernten war das Schreiben und Sprechen unserer Namen, so wie ihre Bedeutungen. Es ging vor allem darum einige Grundbegriffe und Redewendungen für den Alltag zu lernen ...

06.01.2012: Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann direkt mit den Videokonferenzen weiter. Wir haben 4 ½ Stunden mit unseren Klassenkameraden geskypt, was für uns nach einiger Zeit doch etwas anstrengend wurde. Beim Skypen haben sich auch die chinesischen Studenten vorgestellt und man hat einfach nochmal gemerkt, wie positiv Chinesen grade in der Öffentlichkeit sind. Dadurch dass sie uns sehr gelobt haben und alle Deutschen in China Willkommen geheißen haben, hat man einfach nochmal ihre leicht übertrieben positive Art bemerkt, die aber wirklich eine ganz schöne Eigenschaft ist ...

Ankunft in Kunming
Hochzeitsfeier
„Introduction“
Fahrt mit dem Ochsenkarren
Fußmarsch durchs Dorf
Mit Sonnenhut und Spitzhacke
Graben von 40cm x 40cm x 40cm
tiefen Löchern für die Setzlinge
Dali
"ohne Worte"
Federballspiel
1. Januar 2012
Übergabe der Geschenke
Interview
2. Januar 2012
Wiederaufforstungsprojekt
Wiederaufforstungsprojekt
3. Januar 2012
Wiederaufforstungsprojekt
Blick auf Wase
4. Januar 2012
Mit Spitzhacke und Schaufel
Wir lernen Chinesisch
5. Januar 2012
Wertvolles Wasser
Maiskolben im Feuer
Mutter der Braut (Bai-People)
Wir lernen Chinesisch
Gruppenbild
Die älteste Frau in Wase
Auf dem Markt
In der Grundschule
6. Januar 2012
Computerraum der Grundschule
Videokonferenz in Wase
...
Videokonferenz mit der 10L
Videokonferenz mit der 10k
Videokonferenz mit der 10bil
Videokonferenz mit der 10bil
Videokonferenz mit der 10f2
...
7. Januar 2012
„cultural evening“
„cultural evening“
„cultural evening“
„cultural evening“
„cultural evening“

 

 

08.01.2012: Heute beschreiben wir unsere Höfe näher. Beide haben einen großen Innenhof und sind allgemein anders aufgebaut als deutsche Häuser. Alle einzelnen Türen des Hauses führen auf den Hof und es gibt nicht wie in Deutschland ein Flur von dem alle Türen abgehen. Die Räume sind relativ groß und z.b. in der Küche ist nur teilweise ein Dach, damit der Rauch abziehen kann. Auf unserem Hof gibt es noch eine Art Vorhof auf dem die Tiere stehen und sie auch ihre Ställe haben. Auf den Fotos sieht einmal man die Terrasse, auf der wir immer essen. Außerdem den ganzen Hof auf dem Marie und Paula wohnen mit den abgehenden Zimmern und der 100-jährigen Omi im Vordergrund. Dann gibt es die Küche mit dem weißen Kachelherd in der rechten Ecke (mit echtem Feuer!). Auf dem nächsten Bild sieht man unsere Dusche im Torpfosten mit dem Waschbecken davor. Daraufhin folgt ein Bild von unserem Hof, der den Hof mit Ochsen und Hühnern zeigt. Hinten rechts in der Ecke befinden sich Dusche und Waschbecken. Dann sieht man, wie auf dem Hof der Mais als Viehfutter getrocknet wird. Das letzte Foto zeigt den Blick durch das Eingangstor in den Hof, wo wir beide wohnen. (Hannah und Sophia)

Weitere Eindrücke

Vorbereitungsseminar

Am 26./27. November 2011 fand das Vorbereitungsseminar - geleitet vom interkulturellen Trainer Thu Phong Vuong - gemeinsam mit der Welt:Klasse Wennigsen in der Freien Waldorfschule Sorsum statt.

Thu Phong Vuong trainiert gewöhnlich Manager und Firmenchefs, die in China geschäftlich zu tun haben. "Die Arbeit mit Schülern macht Spaß, sie sind meist offener für andere Kulturen als erfahrene Manager", meint Thu Phong Vuong. Die zwölf Stunden, die größtenteils mit Fragen nach dem Wie? und Warum? zur Einstellung und Lebensweise verschiedener Kulturen gefüllt wurden, waren schnell vorbei. Besonders wichtig war dabei eigentlich nicht, den Schülern zu vermitteln: "So sind die Chinesen", sondern vielmehr ging es um das "So bin ich". Damit man auch nach außen blicken und offen für neue Kulturen sein kann. "Ja, Hund habe ich schon probiert - aber nur, weil mich so viele Deutsche danach fragten." Denn Hund wird nur in sehr wenigen Teilen Chinas gegessen, ausgerechnet von den Chinesen, die früher durch die Welt segelten und so überall das Bild verbreiteten, alle Chinesen äßen Hunde.

Fotos: Frank Schinski (www.frankschinski.de)

Wiederaufforstungsprojekt in Wasejie am Er Hai See in der Provinz Yunnan/China

Yunnan
Yunnan
Wasejie