Neueröffnung der Studienbibliothek

Bastian Balthasar Bux in der Studienbibliothek des HG

„Die unendliche Geschichte“ ist ein etwas in die Jahre gekommenes Jugendbuch von Michael Ende, genauer gesagt wird es dieses Jahr dreißig. Trotz dieses hohen Alters ist das Buch auch heute noch äußerst spannend und sehr phantasievoll. Das konnten am Donnerstag, dem 12.03.09, alle feststellen, die bei der Neu-Eröffnung der Studienbibliothek im Haupthaus anwesend waren.

Der Held Bastian ist eigentlich ein Anti-Held, der im 1. Kapitel in den Laden eines alten Antiquars flüchtet. Dort beginnt seine Abenteuergeschichte, die ihn schließlich in das Land Phantasien führt.

Etwa 40 Schüler des Hainberg-Gymnasiums (darunter auch 4 Schülervertreter), einige Lehrer, die beiden neuen Bibliotheks-Mitarbeiterinnen (Frau Güterbock-Rottkord und Frau Steinfeld-Bartelt) und die Vorsitzende des Eltern-Fördervereins, Frau Petersen, ließen sich am Donnerstag in der 3. und 4. Std. in die Welt Bastians entführen. Als Entführer betätigten sich dabei Stefan Dehler und Christoph Huber von den „stillen hunden“.

Sie waren aus Anlass der Neu-Eröffnung in die Bibliothek gekommen und lasen das erste Kapitel der „Unendlichen Geschichte“ vor. „Vorlesen“ trifft dabei eigentlich nicht das, was die beiden Schauspieler taten. Bastian und der alte Buchhändler waren zeitweise wirklich da im Raum: der etwas pummelige Junge, der vor Verlegenheit und Schüchternheit seinen Kopf tief zwischen die Schultern zieht, und der schrullige alte Buchhändler, der den Jungen muffelig anraunzt. Allein durch den Einsatz der Stimme und durch sparsame Mimik und Gestik ließen Stefan Dehler und Christoph Huber die Situation ganz lebendig werden.

Stefan Dehler & Christoph Huber

Vor der Lesung wurden alle Gäste von Frau Güterbock-Rottkord  begrüßt und unser Schulleiter, Herr Bergau-Braune, erinnerte in einer Rede daran, was Bücher beim Leser bewirken können: das Wiedererkennen eigener und das Erleben fremder Erfahrungen, aber auch das Abtauchen in ganz andere, abenteuerliche Welten.

Wie bei einer richtigen Feier gab es auch zu essen und zu trinken. Und so ließen sich am Schluss  alle Teilnehmer Kuchen und Saft schmecken.

Die gelesene Szene von Bastian im Antiquariat passte sehr gut in den Rahmen der Wiedereröffnung der Studienbibliothek, denn von Büchern wimmelt es dort natürlich geradezu. Bastian hätte sich als Bücherliebhaber sicher dort wohl gefühlt, denn gemütlicher als auf dem alten Dachboden, auf dem er sein Buch lesen muss, ist es da allemal. Es hat sich einiges dort geändert in den letzten Monaten. Die Bücher und Regale der Sek-I-Bibliothek wurden in die damalige Sek-II-Bibliothek gebracht, sodass der gesamte Buchbestand nun von allen Schülern genutzt werden kann. Außerdem wurden große rote Sofas angeschafft, auf denen es sich wunderbar schmökern und (leise) plaudern lässt. Erhalten geblieben sind die Computer-Arbeitsplätze und die Gruppentische, die auch im normalen Unterricht gut genutzt werden können. Neu geschaffen wurden einige ruhige Einzelarbeitsplätze, die vor allem in der Mittagspause fleißig genutzt werden. Dass man in der Bücherei toll Schach spielen kann, hat sich inzwischen herumgesprochen: Jeden Mittag findet man einige Jungen aus dem 7. Jahrgang, die sich manchmal gar nicht vom Schachbrett lösen können. So ist aus der ehemaligen Sek-II-Bibliothek ein multi-funktionaler Raum geworden, der von vielen Schülern sehr schnell entdeckt und bereits vor der offiziellen Eröffnung viel genutzt wurde.

Möglich ist dies vor allem auch deshalb geworden, weil die Schule zwei neue Mitarbeiterinnen gewonnen hat, die sich mit viel Engagement und Liebe zum Detail an die Neugestaltung der Bibliothek gemacht haben: Frau Güterbock-Rottkord und Frau Steinfeld-Bartelt. Sie kümmern sich um (fast) alles in der Bücherei und das reicht vom Zusammenschrauben der Regale bis zur liebevollen Dekoration der Schaukästen. Vor allem ihnen ist es auch zu verdanken, dass die Öffnungszeiten der Bücherei stark ausgeweitet werden konnten.

Text und Fotos: Hiltrud Pille