Nachhaltige Arbeit am Projekt 2008

 

Hallo Ihr Lieben, 

 

Ich möchte mich noch einmal herzlich bei allen bedanken, die für das Kinderheim/Waisenhaus gespendet haben. Es ist so viel Geld zusammen gekommen, dass wir einen Ausflug zum Bauernhof machen, Geschenke zu Weihnachten kaufen und einem behinderten Mädchen für zweieinhalb Monate die Physiotherapie bezahlen konnten. Einen zweiten Ausflug zum Dinosaurierpark haben wir außerdem auf März verschoben, weil im Moment das Wetter zu schlecht ist.

Im Kinderheim sind zur Zeit etwa 45 Kinder. Die Säuglinge und Kleinkinder im Alter von 0-2 Jahren sind im oberen Teil des Kinderheims untergebracht. Den Ausflug haben wir aber mit den älteren Kindern im Alter von 2-5 Jahren gemacht, die im unteren Teil des Heims wohnen. Mit diesen Kindern habe ich auch die letzten drei Monate verbracht. 

Ich habe jetzt einige Fotos zusammen gestellt, damit ihr auch einen Einblick in die Geschehnisse vor Ort bekommt. 

 

Diesen Bus haben wir für die Fahrt zum Bauernhof gemietet. Wir waren mit 25 Kindern und 10 Erwachsenen beim Bauernhof.

Für die Kinder ist es immer eine Freude außerhalb des Heims etwas zu machen und etwas anderes zu sehen. So war auch die Busfahrt schon aufregend für sie und ein echtes Erlebnis. Wir sind etwa 45 Minuten in ein Dorf in der Nähe von Sucre gefahren. Dort haben die Kinder erstmal einen kleinen Imbiss bekommen. Wir haben für den Ausflug Obst, Getränke, Kekse, Schokolade, Joghurt und Sandwichs gekauft. Nachdem die Kinder sich gestärkt hatten sind wir zu den verschiedenen Tieren gegangen.

 

Hier waren wir bei den Schweinen, die den Kindern ein wenig Angst eingejagt haben. Die Kinder sind den Umgang mit Tieren im Allgemeinen nicht gewohnt und haben deswegen natürlich viel Respekt vor so großen Tieren. Neben den Schweinen gab es außerdem noch Schafe, Ziegen und Hühner, die wir besucht haben. 

Auf diesem Foto macht sich das Mädchen Adoracion gerade mit einem Schwein bekannt. Sie ist schon 5 Jahre alt, ist aber so groß wie ein 2-jähriges Kind und wiegt sogar weniger als die meisten 2-jährigen. Sie hat Epilepsie und Wachstumsstörungen und ist schon seit mindestens zwei Jahren im Kinderheim.  

 

Ein großer Trecker ist für Kinder natürlich immer interessant und vor allem dir Jungen waren begeistert von dem riesigen Gefährt. 

 

Hier waren wir bei den Kaninchen, Hamstern und Meerschweinchen. Die Tiere waren wahrscheinlich das Interessanteste für die Kinder, weil sie ihnen ganz nah kommen konnten und die kleinen Tiere den Kindern auch keine Angst gemacht haben.

 

 

 

 

Diese vier Kinder wahren ganz begeistert von dem kleinen Hund, der eher einem Schaf ähnelte. Einem Hund so nahe zu kommen, ist auch schon eine neue Erfahrung für die Kinder. Sonst sehen sie höchstens mal einen Hund auf der Strasse und dem dürfen sie dann nicht nahe kommen.  

Wir haben während des Ausflugs außerdem mit den Kindern Ball gespielt (mit Bällen, die wir dem Kinderheim auch gespendet haben) und mit Kreide gemalt. Zum Schluss gab es dann die Sandwichs zum Mittag bevor wir die Kinder wieder nach Hause gebracht haben, damit sie ihren Mittagsschlaf machen konnten. In dem Heim müssen alle Kinder einen Mittagsschlaf machen. Auf der Rückfahrt sind fast alle Kinder vor Müdigkeit im Bus eingeschlafen.

Es war auf jeden Fall ein aufregender Tag für sie und es war sehr schön, dass wir ihnen diesen Ausflug möglich machen  konnten.

 

Zu Weihnachten haben wir den Kindern Dreiräder und Skateboards geschenkt. Mit den Skateboards können sie einen kleinen Abhang im Kinderheim sitzend runterfahren, was ihnen sehr viel Spaß macht. Es gab schon fünf Skateboards aber um die haben sie sich immer gestritten. Deswegen haben wir jetzt noch einmal zehn gekauft. Außerdem haben wir zehn Dreiräder gekauft, so dass die Kinder jetzt genügend Fahrzeuge haben und sich nicht mehr streiten müssen. Die Dreiräder sind sogar eine kleine Herausforderung für die Kinder, weil sie noch nie zuvor lernen mussten zu treten. So können sie jetzt ihre Motorik üben und werden in ihrer Beweglichkeit fitter. 

 

Als wir den Kindern die Geschenke gebracht haben, konnten sie erst gar nicht glauben, dass all die Sachen für sie sein sollen. Dann haben sie sich sehr gefreut und alles ausprobiert.

 

Hier in Bolivien kann man mit wenig Geld (deutsche Verhältnisse) schon sehr viel bewirken. Obwohl wir den Ausflug im März noch machen, haben wir trotzdem noch genug Geld über, um einem 15-jährigen Mädchen die Physiotherapie zu zahlen. Bisher wurde sie durch andere Spendengelder aus Deutschland finanziert, die jetzt aber aufgebraucht sind.

 

 

Das Mädchen hat seit seiner Geburt eine spastische Lähmung. Sie kann sich überhaupt nicht alleine bewegen, muss gefüttert oder auch geduscht werden. Sie kann nicht sprechen und verbringt ihren Tag liegend in einem Bett. Dadurch dass sie längere Zeit keine Physiotherapie gehabt hat sind alle ihre Gelenke überstreckt und sie wird immer unbeweglicher. Durch die Physiotherapie wird sie etwas entspannter und ihre Glieder werden weicher. Ihre Mutter ist nach der Geburt abgehauen und jetzt wächst sie bei den Grosseltern auf. Die Familie wohnt auf dem Land und ist sehr arm. Mit den Spenden finanzieren wir ihnen die Fahrt in die Stadt und die Therapie für zweieinhalb Monate. Dadurch erleichtert sich das Leben des Mädchens erheblich.

 

 

Ich danke Euch, dass ihr all diese Sachen mit euren Geldern möglich gemacht habt. Wer Interesse daran hat weiterhin für Projekte in Bolivien zu spenden und sicher gehen will, dass das Geld auch ankommt, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen oder dem Bolivienverein spenden (www.bolivienverein.de).

 

 

Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr 2008 und alles Gute!

Kathrin