Besuch der Poltikkurse Jahrgang 13 bei Sartorius

„Wir leben und lernen mit anderen“

Wenn unser Leitbild in die Tat umgesetzt wird: Ein Besuch bei Sartorius

 

Am 8. Januar 2010 besuchten die Politikkurse des 13. Jahrgangs von Herrn Peter und Herrn Bartelt den Sartorius-Konzern in Göttingen. Auf  diesen außerschulischen Lerntag bereiteten wir uns speziell in Kleingruppen vor und beschäftigten uns somit im Vorfeld nicht nur mit der historischen und wirtschaftlich-globalen Dimension des Konzerns, sondern erfuhren in Zusammenarbeit mit dem Physikkurs von Herrn Schäfer (Jg. 12) auch etwas über zwei Typen der technischen Funktionsweise von Waagen, Sartorius’ Hauptprodukt der Mechatronik. Nachdem wir Politikkurse Präsentationen über Dehnungsmessstreifen verfolgt hatten, informierten wir die PhysikschülerInnen über die weltweiten wirtschaftlichen Aktivitäten von Sartorius.

Im September 2009 wurde der Kooperationsvertrag zwischen dem Hainberg Gymnasium und Sartorius unterschrieben. Dieses sollte natürlich auch feierlich zu Beginn unseres Besuches in den Räumen von Sartorius erwähnt werden. Nach einer Ansprache von Christian Oldendorf (Leitung, Mechatronik) und unserem Schulleiter Herrn Bergau-Braune ging es anschließend mit Vorträgen zu der Historie des Sartorius Konzerns und Themen wie „Global Engineering Network“ (GEN), „Produktpiraterie“ und den verschiedenen Standorten wie z.B. China weiter. Cord Brandes (Personalleiter), Sven Weitemeier (Entwicklungsingenieur im Bereich Research und Development) und Mathias Eger (Leiter F&E Naturwissenschaften) informierten uns nicht nur, sondern bezogen alle Schülerinnen und Schüler spielerisch in den Vortrag mit ein. Durch unsere gute Vorbereitung zuvor entwickelten sich schnell und lebhaft interessante Diskussionen. Anhand eines kleinen Spiels wurde uns außerdem demonstriert, wie wichtig das Zusammenwirken unterschiedlicher Standorte im GEN ist.

Nach diesem lockeren Vormittag wurden wir alle zum Mittagessen in die Kantine des Konzerns eingeladen. Frisch und munter ging es dann weiter: Zunächst wurden uns unterschiedliche Herstellungsprozesse der Wägesysteme vorgestellt und dann endlich durften wir die Hallen besuchen, in denen große Werkzeugmaschinen geräuschvoll die hochkomplexen Trägersysteme der Präzisionswaagen herstellen. Abschließend hatten wir noch die Gelegenheit Fragen zu stellen. Diese gingen vor allem in die Richtung der beruflichen Zukunft.

Durch den Kooperationsvertrag sind nicht nur derartige Besuche des Konzerns möglich geworden. Nein, es steckt noch viel mehr dahinter: Ausgewählte Mitarbeiter des Konzerns besuchen den naturwissenschaftlichen Unterricht an unserer Schule, eine gewisse Anzahl an Plätzen für Praktika werden für Schüler unserer Schule bereitgestellt und nicht zu vergessen: Wir lernen voneinander und miteinander.

Dieser Ausflug ist von allen Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen worden, da er nicht nur eventuelle berufliche Zukunftsperspektiven zu bieten hat, sondern vor allem auch, weil es eine sehr praxisnahe und informative Zeit war - nicht zuletzt wegen der offenen und sympathischen Herren, die uns durch den Tag begleitet haben.

Corinna Hengst