Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen

Oberstudiendirektor Wilfried Bergau-Braune, Schulleiter des Hainberg-Gymnasiums Göttingen, und Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Vizepräsident für Lehre und Studium der Universität Göttingen.
Oberstudiendirektor Wilfried Bergau-Braune, Schulleiter des Hainberg-Gymnasiums Göttingen, und Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Vizepräsident für Lehre und Studium der Universität Göttingen.

Universität Göttingen und Hainberg-Gymnasium arbeiten enger zusammen

Kooperationspartner wollen Chinesisch als Zweite Fremdsprache an Gymnasien weiter etablieren

(pug) Die Universität Göttingen und das Hainberg-Gymnasium Göttingen werden künftig enger zusammenarbeiten, um das Fach Chinesisch als Zweite Fremdsprache an Gymnasien weiter zu etablieren. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag haben Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Vizepräsident für Lehre und Studium der Hochschule, und Oberstudiendirektor Wilfried Bergau-Braune, Schulleiter des Hainberg-Gymnasiums, heute unterzeichnet. Die Universität Göttingen stellt künftig bei Abiturprüfungen im Fach Chinesisch am Hainberg-Gymnasium eine Zweitprüferin oder einen Zweitprüfer und unterstützt die Schule bei krankheitsbedingtem Ausfall der Chinesisch-Lehrkräfte personell. Die Studierenden der lehramtsbezogenen Studiengänge „Chinesisch als Fremdsprache“ der Universität erhalten Praktikums- und Hospitationsmöglichkeiten am Hainberg-Gymnasium. Darüber hinaus können sie dort eigenständig die Arbeitsgemeinschaft Chinesisch für die fünften Klassen leiten.


„Die Kooperation mit der Universität Göttingen stellt eine sinnvolle Vernetzung von wissenschaftlicher und praktischer Ausbildung dar“, sagt Schulleiter Wilfried Bergau-Braune. „Die Schulgemeinschaft des Hainberg-Gymnasiums, also Schulleitung, Kollegium, Eltern und Schüler, betrachtet Chinesisch als zukunftsweisendes Unterrichtsangebot, das wir ab dem kommenden Schuljahr als Zweite Fremdsprache ab der sechsten Klasse anbieten wollen. Mit der Möglichkeit, Chinesisch als Prüfungsfach im Abitur zu belegen, erhalten unsere Schüler eine wertvolle Zusatzqualifikation, die sie nach dem Abitur oft weiter intensivieren.“


„Die direkte Zusammenarbeit mit Schulen wie dem Hainberg-Gymnasium garantiert den Praxisbezug unserer Lehramtsausbildung, die einen wichtigen Schwerpunkt an der Universität Göttingen bildet“, erläutert Prof. Lücke. „Wir bilden am Ostasiatischen Seminar qualifizierte Chinesischlehrerinnen und -lehrer aus, die sich während ihres Studiums intensiv mit ihrem Fach auseinandersetzen können. In unseren neuen Bachelorstudiengängen dort sind sämtliche Studienplätze belegt, die ersten Masterstudierenden beginnen im kommenden Wintersemester.“
Chinesisch als Fremdsprache ist an Schulen in den vergangenen zehn Jahren immer beliebter geworden. Im Jahr 2002 gab es an etwa 60 Schulen in Deutschland entsprechende Arbeitsgemeinschaften, im Jahr 2010 wurde das Fach schon an rund 260 Schulen als zweite oder dritte Fremdsprache oder als Arbeitsgemeinschaft unterrichtet. Unter den etwa 20 niedersächsischen Schulen, die Chinesisch anbieten, ist das Hainberg-Gymnasium Göttingen zurzeit die einzige, an der Schüler Chinesisch als Prüfungsfach im Abitur belegen können.

Die Universität Göttingen bietet seit dem Wintersemester 2010/2011 den Bachelorstudiengang „Chinesisch als Fremdsprache“ an. Seit dem Wintersemester 2011/2012 können Göttinger Studierende außerdem als erste in Deutschland Chinesisch als eines der beiden Pflichtfächer für das Lehramt an weiterführenden Schulen wählen. Die Studiengänge umfassen unter anderem eine intensive Ausbildung im modernen Hochchinesisch und ein Auslandssemester an einer Partnerhochschule in Peking oder Taipei. Darüber hinaus wird die Universität Göttingen eine Professur „Fachdidaktik Chinesisch als Fremdsprache“ besetzen, deren Inhaber sich auch dem noch relativ jungen Forschungsgebiet der Vermittlung des Chinesischen als Fremdsprache widmen wird.


Quelle des Texts und der Fotos: Pressemitteilung der Universität Göttingen vom 12.12.2011
http://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=4080