UNESCO - AG am Junior

Einweihung der UNESCO Wand am 22.06.2011

Wir von der UNESCO-AG begrüßen euch auch alle. Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Herrn Bergau-Braune, Frau Seiler und Herrn Hofmann von der Schulleitung. Außerdem einige Eltern der Schüler aus der UNESCO-AG und andere Mitarbeiter. Vor allem aber möchten wir Besuch aus dem Ausland begrüßen. Elma Seranitsch aus Bosnien, die gerade in Deutschland bei ihren Verwandten zu Besuch ist und natürlich unsere Partnergäste aus Nanjing.

Bevor wir euch gleich etwas darüber erzählen, was wir heute feiern und einweihen wollen – ihr seht ja hier ein großes Etwas, das noch verdeckt ist – hören wir jetzt die Chorsardinen mit Frau Hoppe. 

1. Wir, die UNESCO-AG, haben in diesem Schuljahr die Wand in der Eingangs- und Pausenhalle hier am HG-Junior gestaltet. Deswegen stehen wir alle heute hier, weil wir das Ergebnis unserer Gestaltung, an dem ihr alle irgendwie beteiligt ward, gemeinsam mit euch einweihen und feiern wollen.

Wie es dazu gekommen ist? Also das war so: Die damaligen und jetzigen Mitglieder der UNESCO-AG hatten eine Idee. Wir wollten die Wand in der Eingangshalle gestalten. Man sollte, wenn man die Schule betritt, gleich sehen können, dass es eine UNESCO-Projekt-Schule ist. 

2. Etwa ein halbes Jahr haben allein die Planungen und Überlegungen gedauert. Wir haben erst einmal über mögliche Entwürfe diskutiert. Doch da gab es schon die ersten Probleme: Welcher Art sollte unser Kunstwerk sein? Ein Bild? Und was sollte darauf zu sehen sein? Sollten wir malen und mit welchen Farben? Normale Farbe würde schon nach kurzer Zeit von der Wand bröckeln oder verschmutzen.

Also beschlossen wir das ganze aus Stoff zu machen. Und was sollte nun zu sehen sein? Wir haben darüber geredet, was UNESCO bedeutet und welches Symbol gut wäre, um UNESCO-Arbeit an Schulen zu verdeutlichen. Und welche Farben sollten wir wählen. Auch darüber kann man lange diskutieren!

3. Nach längerem Überlegen, hatten wir uns auf folgende Grundidee geeinigt. Auf das Tuch sollten: Eine Weltkugel, das UNESCO-Logo, das HG-Logo und der Spruch: Partnerschaft braucht Gesicht.

Dabei sollte das Wort PARTNERSCHAFT aus lauter Buchstaben bestehen, auf denen die Gesichter der Klassen unserer Schule zu sehen sind. Und natürlich auch die Gesichter aller hier unterrichtenden Lehrer und Lehrerinnen und die der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Eben alle, die an dieser Schule leben und arbeiten. 

4. Als das alles geplant war, haben wir Entwürfe angefertigt. Diese nahm Frau Weiß mit. In der Woche hat sie sich mit einem Graphiker getroffen, ihm unsere Entwürfe gezeigt und mit ihm unsere Pläne besprochen. Aus all dem hat der Graphiker dann Tipps gegeben und einen Vorschlag für einen endgültigen Entwurf gemacht.

Am Ende dieser Vorarbeiten maßen wir dann noch die Wand der Eingangshalle, um zu gucken, wie groß das Tuch sein durfte, was dann von Eltern gespendet wurde. Als auch das getan war, konnten wir endlich mit der eigentlichen Arbeit anfangen!

5. Unser erster Arbeitsschritt war das Batiken zweier großer Tücher mit Abbindbatik. Durch die Technik des Abbindens wollten wir erreichen, dass die Weltkugel Konturen bekommt, die die Bewegung der Weltmeere darstellen können.

Beim Batiken hatten wir sachkundige Unterstützung zweier ehemaliger Kirchentagsveranstalter, die schon mal 6000 Tücher für eine Großveranstaltung gebatikt haben. Das alles hat sehr viel Spaß gemacht und es brodelte und dampfte wie in einer Hexenküche. Zum Trocknen haben wir die Tücher im Pavillon aufgehängt. 

6. Nachdem wir die Kugel ausgeschnitten hatten, projizierten wir mit einem OHP die Kontinente auf das Tuch. Dabei ging einiges schief, weil unsere Folie immer wieder verrutschte. Irgendwann kriegten wir es aber doch hin, die Kontinente richtig aufzuzeichnen. Als nächstes zeichneten wir die Umrisse der Kontinente dann auf grünen Filz. Dann gaben wir das Tuch und die ausgeschnittenen Kontinente Hannahs Mutter zum Nähen.

Wir haben nebenher auch die Homepage gestaltet, um unsere Gestaltung mit Fotos zu dokumentieren. Gleichzeitig mussten wir uns Gedanken um die Buchstaben machen. Denn das sollte unsere Hauptidee sein, dass wir euch alle in unser Projekt mit einbeziehen. Denn schließlich ist das unser Gedanke, dass Partnerschaft nur entstehen kann, wenn alle mitmachen. 

7. Also haben wir Briefe an die Klassen, Lehrer und Mitarbeiter geschrieben, dass sie die Information hatten, Fotos von ihrem Gesicht mitzubringen. Wir mussten zunächst auf die Fotos warten, damit wir anschließend die Fotos auf die Buchstaben kleben konnten. Die Lehrer brauchten am längsten!

Die Kunstlehrer haben mit ihren Klassen jeweils einen Buchstaben bekommen und die Fotos selbst aufgeklebt. Dann kam die Frage: Wie können wir die Buchstaben eigentlich haltbar machen? Denn Fotos sind ja sehr empfindlich. Deshalb haben wir uns dafür entschieden mit Hilfe unseres Schulassistenten am Haupthaus zu laminieren. Auch haben wir das Tuch vorher noch mit einer Sprühlösung behandelt, so dass es feuerfest ist. 

8. Als Nächstes haben wir das Tuch gebügelt. Dabei mussten wir aufpassen, dass das Tuch nicht auf den Boden kam. Es war ganz schön schwierig, weil es so groß ist. Dann bestellten wir einen Rahmen. Nachdem wir ihn ausgepackt hatten und zusammenbauen wollten, stellten wir fest, dass er zu klein war. Also bestellten wir einen Neuen.

Der neue Rahmen passte perfekt und Herr Wallek half uns das Tuch auf den Rahmen zu spannen. Erst steckten wir den Rahmen zusammen und dann tackerten wir das Tuch fest. Dabei mussten wir sehr aufpassen, dass das Tuch immer gleichmäßig gespannt war. Als der Rahmen fertig bespannt war, staunten wir alle über das Ergebnis. 

9. Nun ging es weiter damit, dass wir das Logo unserer Schule aus blauem Filz ausschnitten und auf das Tuch aufklebten. Da wir eine UNESCO-Projekt-Schule sind, wollten wir auch das internationale UNESCO-Logo darstellen. Also kopierten wir es auf eine Bügelfolie und bügelten es auf das Tuch.

Wegen unseres Slogans „PARTNERSCHAFT BRAUCHT GESICHT“ überlegten wir uns, für jedes Partnerschaftsland des HG’s ein Bild von Kindern aus dem entsprechenden Land aufzukleben. Damit wollten wir zum Ausdruck bringen, dass wir viele Schulpartnerschaften in anderen Ländern an unserer Schule haben, die uns sehr wichtig sind. ["Partnerschaft braucht ein Gesicht" in den Sprachen unserer Partnerschulen]

10. Obwohl wir keine direkte Schulpartnerschaft nach Japan haben, haben wir auch dort Gesichter aufgeklebt. Und zwar Gesichter der Kinder, die bereits von unserer Schule im Rahmen des Kizuna-Projekts Post bekommen und uns dieses Foto geschickt haben. Heute morgen haben einige von euch bereits über das Kizuna-Projekt gehört.  

Denn wir meinen: Partnerschaft besteht nicht nur aus Spenden, sondern auch aus Kommunikation und Zusammenarbeit. Also braucht man die Menschen auf beiden Seiten.

11. Und wie geht’s weiter?

Das Tuch ist noch nicht ganz fertig. Ihr seht hier unten Fotos von Kindern aus unseren Partnerländern. Das ist aber nur provisorisch geklebt. Wir wollen diese Bilder noch blau unterlegen und in der jeweilgen Sprache des Landes „Partnerschaft braucht Gesicht“ über jedes Land schreiben. So wie ihr es gehört habt. Außerdem soll noch der Schriftzug UNESCO-PROJEKT-SCHULE darunter. Ihr seht, es gibt noch einiges zu tun.

Und: Es gibt schon wieder eine neue Idee für die UNESCO-AG für nächstes Schuljahr. Also lasst euch überraschen und kommt vorbei… 

Die Seifenbläser-6b (Meile)
Partnerschaft braucht Gesicht
UNESCO-AG
Erläuterungen zur Gestaltungsidee
Dokumentation der Entstehung
Feierliche Enthüllung
Erläuterungen zur Gestaltungsidee
Chorsardinen (Hoppe)
Feierliche Enthüllung
Die Seifenbläser-6b (Meile)
Chorsardinen (Hoppe)
Dokumentation der Entstehung

Wir backen "apple crumble" mit Paula Melchers

Paula Melchers hat neun Jahre mit ihrer Familie auf der Ile of Man in England gelebt und ist dort zur Schule gegangen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Mascha Neumann, beide zur Zeit Schülerinnen unserer Schule, hat sie uns am 8.12.2010 in der UNESCO-AG besucht, um uns von Weihnachten in England zu erzählen. Gemeinsam haben wir apple crumble gebacken und verspeist und dabei viel über stokkings, tinsle, plum pudding, Santa Clause u.a. erfahren.

Wie feiert man Weihnachten in Schweden?

Am 15.12.2010 kam Herr Kuhlmann (Vater einer Schülerin unserer AG) zu uns in die UNESCO-AG. Herr Kuhlmann hat in Schweden studiert und dort für längere Zeit gelebt, deshalb konnte er uns interessante Dinge über das Weihnachtsfest in Schweden erzählen. Dazu gab es Lyssekatter und Kanelboler (schwedisches Gebäck) und glöck (Kinderpunsch), den man dort zu Weihnachten trinkt. Nebenbei hörten wir schwedische Weihnachtslieder, die uns Herr Kuhlmann übersetzte. Am Ende tanzten wir alle zu einem Lied „Nu är det jul igen“ nach schwedischem Brauch um den Weihnachtbaum, der eigentlich ein Stuhl war. Das war sehr lustig.

Wandgestaltung in der Eingangs- und Pausenhalle des HG - Junior

Wir, die UNESCO-AG, gestalten momentan die Wand in der Eingangs- und Pausenhalle des HG-Junior. Etwa ein halbes Jahr haben wir nun schon geplant und überlegt, Entwürfe gemacht und Vorbereitungen getroffen. Jetzt haben wir auch praktisch losgelegt. Unser erster Arbeitsschritt war das Batiken zweier großer Tücher. Das hat sehr viel Spaß gemacht und es brodelte und dampfte wie in einer Hexenküche. Später werden wir noch nähen, leimen, schneiden und spannen.

Was daraus werden wird? Ihr dürft gespannt sein. (23. März 2011)