Kooperationsvereinbarung:

HG und UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch

Unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission wird zwischen der unesco-projekt-schule Hainberg-Gymnasium Göttingen und der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch bei der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen folgende Kooperationsvereinbarung geschlossen: 

 

1. Zielsetzung 

Die Kooperationspartner haben das Ziel, sich gegenseitig bei der Vermittlung der Bedeutung des UNESCO-Welterbegedankens am konkreten Beispiel der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch zu unterstützen.

Die Partnerschaft versteht sich als offener Prozess, ist also jederzeit im gegenseitigen Einvernehmen um zusätzliche Aspekte erweiterbar.

Alle zwischen der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch und dem Hainberg-Gymnasium getroffenen Vereinbarungen beziehen auch die Schulen des In- und Auslandes mit ein, mit denen das Hainberg-Gymnasium Austauschkontakte pflegt.

 

2. Vereinbarungsrahmen

Grundlage der gemeinsamen Aktivitäten ist das niedersächsische Schulgesetz.

Zwischen den Vertragspartnern besteht Einigkeit, dass diese und die nachfolgenden Vereinbarungen auf eine Kooperationsentwicklung ausgerichtet sind. Zum Ende eines jeden Schuljahres sollen die Vertragspartner ihre bisherigen Erfahrungen austauschen sowie Vereinbarungsaspekte modifizieren, optimieren und erweitern.

Die Kooperationspartner teilen sich die Koordination der Aufgaben zu gleichen Teilen.

Die in diesem Rahmen geplanten Aktivitäten und deren Umfänge sind unter Punkt 3 dargelegt. Über weitere Details und zusätzliche Aktivitäten werden sich die Kooperationspartner bei der Organisation dieser Aktivitäten verständigen.

 

3. Aktivitäten

Die Kooperation stützt sich sowohl auf unterrichtsbezogene Projekte wie auch außerunterrichtliche Aktivitäten mit Schülerinnen und Schülern, sowie auf Fort- und Ausbildungsangebote für die Lehrkräfte am Hainberg-Gymnasium.

  • Betriebspraktika: Die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch verpflichtet sich, jährlich maximal zwei SchülerInnen der 11. Jahrgangsstufe im Rahmen des Betriebspraktikums zu betreuen. Die Schülerinnen und Schüler des Hainberg-Gymnasiums erhalten die Möglichkeit, am Beispiel des Klosters Lorsch Einblick in betriebliche Abläufe, in Ausbildungsstrukturen und in die Tätigkeitsprofile der in einem modernen kulturellen Dienstleistungsunternehmen beschäftigten Personen zu bekommen. Die vereinbarten Aktivitäten werden mit dem Unterricht verknüpft und sind Bestandteil der berufsorientierenden Lernprozesse im Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler fertigen über ihre jeweiligen Tätigkeiten einen Bericht an, der auch der Welterbestätte zur Verfügung gestellt wird.
  • Internationale Projekte: Die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch erklärt sich bereit, die internationalen Austauschprogramme des Hainberg-Gymnasiums aktiv zu unterstützen. Dies gilt schwerpunktmäßig für die Bereitstellung und Aktivierung von Kontakten aus dem sich laufend erweiternden internationalen Klosternetzwerk.
  • Unterrichtsbezogene Projekte: Die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch erklärt sich bereit, mehrtägige Projekte für ganze Klassen zum Thema „Welterbe“, „Klosterleben im Mittelalter“, „Latein“, etc. im Rahmen von Klassen- oder Kursfahrten  umzusetzen.
  • Das Hainberg-Gymnasium erklärt sich bereit, die UNESCO-Welterbestätte bei der Ausrichtung des jährlichen Welterbetages (jeweils erster Sonntag im Juni) durch Beiträge zu gemeinsamen Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekten sowie auch personell zu unterstützen.
  • Das Hainberg-Gymnasium und die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch vereinbaren bei gemeinsamen Projekten auch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.
  • Die Partner vereinbaren eine gegenseitige Verlinkung der jeweiligen Homepages untereinander.
  • Die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch erklärt sich bereit, an Maßnahmen der Lehrerfortbildung und Lehrerausbildung mitzuwirken und hierfür in Kooperation mit dem Hainberg-Gymnasium spezielle auf die Welterbeerziehung bezogene Module zu entwickeln und einzusetzen.

 

4. Organisatorisches

In Fragen der Kooperation sind der/die DirektorIn des Hainberg-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem/der UNESCO-KoordinatorIn der Schule sowie der/die LeiterIn der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch die Ansprechpartner.

Änderungen und Erweiterungen dieser Vereinbarung bedürfen der Schriftform.

 

5. Rechtliches

SchülerInnen des Hainberg-Gymnasiums, die als BetriebspraktikantInnen oder im Rahmen der Kooperation an Veranstaltungen der Schule teilnehmen, sind gem. § 539 Abs. 1 Nr. 14b RVO gegen Arbeitsunfall sowie durch das Hainberg-Gymnasium gegen Ansprüche aus der gesetzlichen Haftpflicht versichert. Bei Reisen von Göttingen nach Lorsch und wieder zurück sorgt die Schule für ausreichenden Versicherungsschutz.

Bei mutwillig von SchülerInnen verursachten Schaden haftet die/der Schülerin/Schüler gem. § 828 Abs. 2 BGB.

Die Vereinbarungspartner sind sich der Regelungen der §§ 1 Abs. 1 Nr. 4,  5 Abs. 2 Nr. 2, 7 Abs. 2 Nr. 2 und 9 bis 46 JArbSchG bewusst und achten auf ihre Einhaltung.

Hildesheim, am 28. Juni 2006

 

für das Hainberg-Gymnasium: Wilfried Bergau-Braune, Oberstudiendirektor und Monika Kleineberg, UNESCO-Koordinatorin

für die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch im Auftrag der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen: Dr. Hermann Schefers, Fachgebietsleiter und Dipl.-Biol. Claudia Götz, Museumspädagogin

mit Zustimmung und Unterstützung des Generalsekretärs der Deutschen UNESCO-Kommission Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär