Walter-Mertineit-Preis 2006

Preisverleihung

Festliche Übergabe am 30. Juni in Flensburg

Die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch und das Hainberg-Gymnasium in Göttingen erhalten den Walter-Mertineit-Preis 2006 der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK). In einer feierlichen Matinee überreicht Prof. Dr. Klaus Hüfner, Juryvorsitzender und Vorstandsmitglied der DUK, am Freitag, dem 30. Juni 2006, in der Universität Flensburg den mit 1.500 Euro dotierten Preis für internationale Verständigung.

Der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Jost de Jager und der Prorektor der Universität Flensburg, Prof. Dr. Manfred Blohm, begrüßen die Preisträger.

Das von der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch praktizierte museumspädagogische Konzept hat Vorbildcharakter für eine 'Welterbe-Pädagogik'. Das 2001 vom Kloster Lorsch initiierte interreligiöse und interkulturelle Netzwerk von aktiven Klöstern auf der Welterbeliste soll Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der kulturprägenden Wirkung klösterlicher Lebensgemeinschaften aufzeigen. Bis heute bestehen Partnerschaften mit dem armenisch-orthodoxen Kloster Geghard in Armenien (2002), dem buddhistischen Kloster Haein-sa in Südkorea (2004) und dem Bendiktinerinnenkloster St. Johann in Müstair in der Schweiz (2006).

Das Hainberg-Gymnasium in Göttingen wird für seine herausragende pädagogisch-didaktische Umsetzung eines Dialogs zwischen den Kulturen ausgezeichnet. Seine seit 1994 bestehende Schulpartnerschaft mit der Daewon Foreign Language High School in Seoul bietet den Schülern im Rahmen der Projektarbeit zum Thema "Welterbe" die Möglichkeit, die Welterbestätten Kloster Lorsch und das buddhistischen Kloster Haein-sa in Südkorea als Spiegel unterschiedlicher Kulturen kennen zu lernen. Anlässlich der 66. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO Kommission in Hildesheim werden die Welterbestätte Kloster Lorsch und das Hainberg Gymnasium in Göttingen am 28. Juni 2006 einen Partnerschaftvertrag unterzeichnen.

Mit einer besonderen Anerkennung wird das Partnerschaftsprojekt der Hans-Wilsdorf-Schule in Kulmbach mit der Berufsschule in Bursa, Türkei, ausgezeichnet.

Der Walter-Mertineit-Preis ist nach dem 1987 verstorbenen ehemaligen Vizepräsidenten der Deutschen UNESCO-Kommission und Vorsitzenden des Fachausschusses Bildung benannt. Mertineit lehrte an der ehemaligen Pädagogischen Hochschule in Flensburg und war deren Vizepräsident. Als Preis für internationale Verständigung wurde der Walter-Mertineit-Preis 1997 von der Deutschen UNESCO-Kommission ins Leben gerufen. Er wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und für „herausragende Leistungen auf dem Gebiet der internationalen Erziehung an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen in Deutschland“ und „zur Förderung der internationalen Verständigung“ vergeben.

Die Gruppe nutzte die Gelegenheit zusammen mit Herrn Dr. Hermann Schefers und Frau Claudia Götz von der Welterbestätte Kloster Lorsch zu einer Exkursion nach Ribe in Dänemark und nach Haithabu in der Nähe von Schleswig unter dem Motto "Auf den Spuren der Winkinger".

In Hildesheim war die Gruppe Gast an der Robert-Bosch-Gesamtschule - auch unesco-projekt-schule.

Repräsentanten vom Hainberg-Gymnasium bei der Preisverleihung:

Bo Josephine Kayser, Lena Awad, Annika Heim und Niklas Speyer zusammen mit Monika Kleineberg (UNESCO-Koordinatorin)