Erste Euro-Afrikanische Jugendakademie in Kisangara

„Common Goals for a Common Future – Local Solutions for Global Questions“ lautete das Motto der ersten Euro-Afrikanischen Jugendakademie, die vom 25.September bis zum 1.Oktober 2013 an der One World Secondary School Kilimanjaro in Kisangara/Tanzania stattfand. Rund 50 Schülerinnen und Schüler aus Tanzania, Kenia sowie von deutschen UNESCO-Projektschulen in Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nahmen daran teil.

Mascha mit LehrerInnen der One World Secondary School
Präsentation im Klassenraum
Hauptgebäude
Wasserprojekt
Mädchenschlafsaal

Mein Besuch an der One World Secondary School Kilimanjaro

Ende September war ich eine Woche in Kisangara, das ist in Tansania und liegt in der Nähe des Kilimanjaro und der Grenze zu Kenia. In Kisangara befindet sich seit etwa einem Jahr die One World Secondary School Kilimanjaro, die von dem ehemaligen Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen Karl-Heinz Köhler gegründet wurde und geleitet wird.

Die Schule ist ein Internat, es wohnen dort 8 Mädchen und 12 Jungs im Alter von 12 bis 15 Jahren und sie haben alle gemeinsam in einer Klasse Unterricht. Das Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern eine gute Bildung zu ermöglichen, ihnen interkulturelle und demokratische Werte beizubringen und gemeinsame Projekte zu machen, ähnlich wie an den UNESCO-Projektschulen in Deutschland. Ganz wichtig ist dabei auch, dass es viele Vollstipendien gibt und somit auch Kinder aus ärmeren Familien eine Chance auf gute Bildung bekommen.

Ich war da, um an der ersten europäisch-afrikanischen Jugendakademie teilzunehmen. Das Thema war „Lokal Denken, global Handeln – Gemeinsame Ziele für eine gemeinsame Zukunft“ und außer unserer Gruppe von etwa 20 TeilnehmerInnen aus Deutschland, und natürlich den SchülerInnen der One Wolrd Secondary School, hat auch eine kleine Gruppe aus Kenia an der Akademie teilgenommen.

Neben einigen interessanten Workshops zu den Themen Nachhaltigkeit und Bildung und einer beeindruckenden Safari haben unsere eigenen kleinen Projekte, die alle SchülerInnen sich im voraus überlegen sollten, eine große Rolle gespielt. Wir haben uns unsere Ideen gegenseitig vorgestellt und Verbesserungsvorschläge gemacht. Es sollte ein Projekt sein, was mit den Themen der Akademie zu tun hat und in unserem Alltag zuhause umsetzbar ist. Ich habe mir überlegt, mit meinem Seminarfachkurs „Nachhaltigkeit“ und der Unterstützung von Herrn Becker eine Unterrichtsstunde für die fünften Klassen zu entwickeln, um ihnen das Thema Nachhaltigkeit im Alltag ein wenig näher zu bringen.

Der Aufenthalt in Tansania hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend zu sehen wie die SchülerInnen dort leben und wie anders die Natur ist. Manches hat mich überrascht, in einigen Gesprächen habe ich Dinge erfahren, mit denen ich so nicht gerechnet hätte und Meinungen gehört, die ich immer noch sehr erstaunlich finde. Ich halte die Schule und die Jugendakademie für eine gute Idee, besonders auch in Bezug auf den interkulturellen Austausch und ich hoffe, dass es auch für die Schülerinnen und Schüler der One World Secondary School eines Tages die Möglichkeit geben wird genauso spannende Erfahrungen zu machen, z.B. in dem sie an einer Akademie o.ä. an einer UNESCO-Projektschule in Deutschland teilnehmen können.

Hier gibt es mehr Informationen zum Konzept der „Modellschulen für Afrika“, aus dem die One World Secondary School Kilimanjaro entstanden ist.

Und hier ist noch ein Link zu einem von SchülerInnen entwickelten, internationalen Spendenprojekt für die One World Secondary School. Zwei der SchülerInnen, die das Projekt ins Leben gerufen haben, waren auch bei der Akademie und ich war sehr beeindruckt von ihrer Arbeit. (Mascha Irina NeumannTeilnehmerin vom HG)