Gehören „sozialistische“ Architektur & Kunst zum Kulturerbe?

„Die geplante Aufstellung des Karl-Marx-Monuments ... bedroht die Stadt Leipzig ... Anzuraten wäre, die Bronze einzulagern, die Auseinandersetzung mit ihr zu ermöglichen und zu warten, bis die Täter und Opfer dieser Ära tot sind ...“ (Der Leipziger Schriftsteller Erich Loest zur der Frage, wie mit dem Marx-Relief umgegangen werden soll; es zierte von 1978 bis 2006 am zentralen Platz der Stadt das Hauptgebäude der »Karl-Marx-Universität« - an einer Stelle, an der 1968 die historische Universitätskirche gesprengt wurde, um Platz für eine Neubebauung zu schaffen.) Ausgehend von diesem aktuellen lokalen Konflikt sowie weiterer konkreter Beispiele von »sozialistischer« Kunst und Architektur in Leipzig beschäftigt sich die Arbeitsgruppe 4 mit folgenden Aspekten: · Welche weltanschaulichen Auffassungen und Denkrichtungen, welche Konzepte lagen Kunst und Architektur der DDR zugrunde? · Wie können oder sollten Relikte und Überbleibsel aus sozialistischer Zeit bewertet und sinnvoll eingeordnet, wie mit ihnen konkret umgegangen werden? Für die Arbeit in den Schulen sollen auf diesem Hintergrund Unterrichtsmaterialien, Projektvorschläge etc. für verschiedene Bereiche (Politik bzw. Sozialkunde, Geschichte, Geographie etc.) zusammengestellt und vorgestellt werden.

Augustusplatz
Augustusplatz
Augustusplatz
Die Kunst- und Literaturauffassung kommunistischer Regimes. [mehr]
Artur Klinaŭ: Minsk - Sonnenstadt der Träume, edition suhrkamp 2006 [mehr]
Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Weltkulturerbe [mehr]