UNESCO - Netzwerktagung

im Rahmen der Regionaltagung der niedersächsischen und  bremischen unesco-projekt-schulen im Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht. "Gesundheit, Ernährung, Fitness durch Bewegung" vom 11.- 13. Mai 2011

Teilnehmerinnen vom HG: Marlene Leffler (8B) und Louisa Rockstedt (8B)

Bericht

Organisiert wurde die gesamte Tagung von den UNESCO-Koordinatoren des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht. LehrerInnen und SchülerInnen der verschiedenen Schulen arbeiteten in getrennten Workshops – tauschten sich aus, lernten jeweils voneinander. Am Ende der Tagung stand die offizielle Feier zur Anerkennung des Zwischenahner Gymnasiums als UNESCO-Projektschule.  

Nachdem wir am Mittwoch in Bad Zwischenahn am Bahnhof angekommen waren, gingen wir in das Gymnasium Bad Zwischenahn- Edewecht, wo wir dann auch unsere „Austauschpartner“ getroffen haben. Damit wir uns besser kennen lernen, haben wir uns in einen Stuhlkreis gesetzt und ein paar Kennen lern- Spiele gespielt. Danach sind wir gemeinsam zum Essen in die Mensa gegangen.
Nach dem Mittagessen sind wir alle zum Zwischenahner Meer gelaufen, was natürlich kein Meer ist, sondern ein riesengroßer See. Auf diesem See sind wir dann in Vierer- Gruppen Tretboot gefahren, was bei dem schönen Wetter auch viel Spaß gemacht hat.
Als wir dann gegen 15.30 wieder in der Schule ankamen, wartete schon die Ernährungsberaterin Sabine Stein auf uns. Sie hat uns mithilfe einer Powerpoint- Präsentation gezeigt, was für eine gesunde Ernährung wichtig ist, und uns auch Hefte gegeben, wo verschiedene Rezepte zum Nachkochen drin standen. Am Ende der Präsentation hat sie uns in kleinere Gruppen eingeteilt, in denen wir dann ein Buffet kochen sollten. Es wurde gekocht:

  • Gemischter Blattsalat mit roten Zwiebeln und Walnusskernen mit Olivenöl- Dressing
  • Rohkostteller mit Kräuterquark und Käsecreme
  • Haferflockenbrot
  • Kartoffelsuppe
  • Pizzaschnecken
  • Fisch- Lauch- Pfanne
  • Partyschnitzel
  • Lauchtorte
  • Quarkcreme
  • Obstspieße

Nachdem wir mit dem Kochen fertig waren, so gegen 20 Uhr, haben wir zusammen gesund gegessen, was wir davor gekocht hatten. Gestärkt sind wir dann zum Ammerländer Bauernhaus gegangen, wo die Lehrer schon auf uns warteten. Dort lernten wir gemeinsam einen Ammerländer Volkstanz, wobei die Lehrer jedoch begeisterter von der Angelegenheit waren als die Schüler. Gegen 22 Uhr sind wir dann zu unseren „Austauschpartnern“ gefahren. Und damit war der Mittwoch dann auch schon vorbei. (Louisa)

Am Donnerstagmorgen machten wir uns auf den Weg zum Park der Gärten. Rund eine Stunde liefen wir um  das Bad Zwischenahner Meer herum, ehe wir die riesige Gartenschauanlage erreichten. In kleinen Gruppen besuchten wir verschiedene Stationen und lernten viele neue und interessante Sachen.

In der ersten Station ging es um nachwachsende Rohstoffe, das sind jene Rohstoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden, gefördert werden können und nicht versiegen werden, sofern wir uns um ihren Erhalt kümmern. Eine wichtige und gute Sache, doch uns wurde auch erklärt, dass schnell Konkurrenzkampf entstehen kann um die Rohstoffe. Beispielsweise werden aus Sonnenblumenkernen sowohl technische Öle, als auch Speiseöle gewonnen. Anschließend durften wir mit einer Presse selber Sonnenblumenkernöl herstellen, welches wirklich gut geschmeckt hat.

Außerdem lernten wir viel über Solarenergie. Die Sonne sendet uns 15000mal mehr Energie, als alle Menschen der Erde zusammen verbrauchen. Leider fehlen immer noch genügend Möglichkeiten und vor allem Ideen, wie wir diese regenerative Energie gut nutzen können. Die Schüler der BBS aus Bad Zwischenahn haben sich viele Gedanken gemacht und im Park der Gärten einige ihrer Ideen in Form eines Sonnenpfades vorgestellt. Zum Beispiel haben sie eine Kochkiste gebaut, in der die Sonnenstrahlung in Wärmeenergie umgewandelt wird und so leicht bis zu 150°C  erreicht werden können.

Die dritte und letzte Station, die wir besuchten war der Bäuerliche Nutzgarten. Viele Kräuter, Obst- und Gemüsearten kommen aus den heimischen Gärten und müssen gar nicht importiert werden. Wir überlegten, welche Gemüsesorten wir bereits beim gestrigen Kochen benutzten und stellten fest, dass wir sehr viele frische und deutsche Produkte verwendeten. Aber Kräuter werden nicht nur zum Kochen verwendet, auch in Gewürzen, Bonbons, Tee und vor allem in der Medizin spielen sie eine wichtige Rolle und sind unverzichtbar.  

Mit vielen neuen Erkenntnissen gingen wir zurück zur Schule, wo wir nach einem gesunden! Mittagessen die neu erlernten Dinge in Präsentationen für den nächsten Tag vorbereiteten. Freitag war nämlich der große Tag für das Gymnasium Bad Zwischenahn Edewecht (GZE). In einer feierlichen Veranstaltung wurde es offiziell anerkannte UNESCO-Projektschule. Das Programm bestand aus vielen Reden, unter anderem natürlich vom Schulleiter, aber auch von der Bürgermeisterin, einem Theaterstück, Einblicken in das Projekt „Tamigadorf“, welches ein vom GZE unterstütztes Dorf in Afrika ist, afrikanischen Liedern und natürlich auch aus unserer Präsentation der vergangenen Tage.  

Wir können nun mit Sicherheit sagen, viele neue und spannende Erfahrungen gemacht zu haben. Sowohl zum Thema Ernährung, als auch zur Umwelt und vor allem aber auch zu der Projektarbeit an anderen UNESCO-Projektschulen. (Marlene)