John Kilaka aus Tansania gestaltet mit der UP-Klasse und Flüchtlingskindern Bilder in der Tinga-Tinga-Technik

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Heute war John Kilaka in der 5b. John Kilaka zählt zu den wichtigsten Vertretern der Tinga Tinga Kunst, welche nach ihrem Begründer Edward Saidi Tingatinga (1932-1972) benannt ist, und ist Teil der tansanischen Künstlerkooperative Tingatinga Arts Cooperative Society in Dar es Salaam. Das Gesamtprojekt wird von der Bingo-Umweltstiftung gefördert und vom Verein Initiativen Partnerschaft Eine Welt e.V. in Hildesheim koordiniert. Zu Gast waren auch sechs Schülerinnen und Schüler (Ali, Erion, Amira, Tes, Kubhom und Huruy) aus der Sprachlernklasse der Käthe-Kollwitz-Schule zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Althaus.

John Kilaka wurde 1966 im Südwesten Tansanias geboren. Schon als kleiner Junge galt seine Leidenschaft der Malerei: Als Kind zeichnete er in den Sand; als Schuljunge bemalte er in den Pausen die Schultafeln, was die Mitschüler lustig fanden, die Lehrer aber nicht gerne sahen. Mit zwanzig Jahren zog er nach Dar es Salaam und studierte Tingatinga-Malerei. 

John Kilaka stellte eindrucksvoll die Geschichte aus seinem Bilderbuch "Der wunderbare Baum" dar:

Nach einer mündlichen Überlieferung aus Tansania erzählt die Geschichte von einer Zeit, da die großen und kleinen Tiere zusammenlebten. Als im Land eine große Dürre ausbricht, müssen die Tiere hungern. Doch es gibt noch einen Baum, über und über beladen mit saftigen Früchten, der den drängenden Hunger der Tiere stillen könnte. Als die Früchte jedoch, trotz aller Bemühungen, nicht herunterfallen wollen, hat die kleine Häsin eine Idee: Sie schlägt vor, die weise Schildkröte um Rat zu bitten... [mehr]

Im Anschluss entwarf und gestaltete er mit den Schülerinnen und Schülern der 5b insgesamt 6 große Bilder, die im Eingangsbereich des HG-Junior aufgehängt werden sollen.

Herzlichen  Dank an John Kilaka für den tollen Workshop sowie Frau Stieghorst vom Verein Initiativen Partnerschaft Eine Welt e.V. in Hildesheim für die Organisation!

Artikel im Göttinger Tageblatt vom 19.11.2015