Sichtwechsel: Straßenkind für einen Tag 2017

Erfahrungsberichte Sichtwechsel / Straßenkind für einen Tag

 Am Donnerstag, den 23.11.17 sind wir (die 5up) in die Stadt gegangen. Manche von uns haben die ganze Zeit auf dem Hinweg gesungen, damit wir Leute darauf aufmerksam machen. Manche Menschen haben uns sogar gefragt, wo wir unseren Stand haben. Wir sind mit Mülltüten als Kleidung zum Stand gelaufen und dort hat Frau Weiß uns schwarze Farbe ins Gesicht geschmiert, damit wir ein bisschen verdreckter – wie Straßenkinder - ausgesehen haben. Gegenüber von Karstadt hatten wir einen Stand mit vielen verschiedenen Sachen, die unsere Klasse (die 5up) und der WPU-UNESCO Jahrgang 8 gebastelt, gebacken und geknüpft hatten. Wir haben das gemacht, weil wir damit Straßenkindern in Mexiko helfen wollten, damit sie sich waschen, in die Schule gehen und jemanden zum Trösten haben können. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht Leute anzusprechen. Ich bin mit Sara durch die Stadt gelaufen und wir boten den Leuten an, ihre Schuhe zu putzen und sammelten dabei Spenden.  Später waren wir aber auch noch mit am Stand und haben gegen eine Spende die Sachen, die wir gemacht haben, an die Passanten verteilt. Einmal kam ein Obdachloser an den Stand und nahm sich Tee und Plätzchen, Sara und ich gaben ihm noch Taschentücher für kalte Tage, und wir unterhielten uns noch ein bisschen mit ihm. Er erzählte uns, dass es eigentlich gar nicht so schlimm ist auf der Straße zu leben, aber trotzdem hofft er, irgendwann in eine Wohnung ziehen zu können. Als er weg war, gingen wir noch ein bisschen mit einem Bauchladen herum.   

Wir haben viel Geld eingenommen, über 1000 Euro. Der Betrag geht an Terre des hommes, das ist eine Kinderhilfsorganisation und sie hat ihren Sitz in Osnabrück. Terre des hommes schickt das Geld an El Carasol.  Das ist ein offenes Straßenkinderheim wo Kinder in Mexiko-Stadt sich waschen, zur Schule gehen und jemanden der sie tröstet haben können. Damit wollen wir erreichen, dass es bald nicht mehr so viele, nämlich 100 Millionen Straßenkinder weltweit gibt.

Ich fand die Aktion richtig toll.  @Emilia

 Am 23.November 2017 habe ich mit meiner Klasse einen Sichtwechsel gemacht. Wir wollten den Menschen erzählen, dass es auf der ganzen Welt, besonders in Mexico, ganz viele Straßenkinder gibt.

Wir sind von der Schule mit Melanie in die Stadt gegangen. In der Stadt angekommen, sahen wir gleich unseren Stand, an dem Frau Weiß, Frau Schmidt  und der WPU Kurs aus der 8. Klasse auf uns warteten. Wir haben alle unsere Rucksäcke abgestellt, Frau Weiß hat uns geschminkt, dann ging es auch schon los:

Manche standen am Stand und haben dort Kuchen, Kaffee und Tee verkauft. Andere haben Schuhe geputzt oder sind mit einem Bauchladen durch die Fußgängerzone gegangen und haben kleine selbstgemachte Sachen verkauft. Wir alle haben über arme Kinder in Mexiko erzählt.

Anneke, Ella, Mali und ich wollten nicht am Stand stehen, wir durften Schuhe putzen. Ein Mann ist auf uns zugekommen und hat uns gefragt: ,,Was macht ihr da?“ Ich habe gesagt:,, Wir sind vom Hainberg-Gymnasium und machen einen Sichtwechsel als Straßenkind, putzen Schuhe und sammeln Spenden für terre des hommes, das ist eine Hilfsorganisation für Straßenkinder. Terre des hommes sucht sich jedes Jahr ein neues Land aus, dieses Jahr ist es Mexiko.“ Der Mann hat uns sehr komisch angeschaut und gesagt:,, Woher weiß ich, dass das stimmt? Wieso sollte ich so was machen? Mein Geld bleibt mal schön in Deutschland.“ Wir sind weiter gegangen und haben sehr viele Spenden gesammelt. Ungefähr 957 Euro haben wir gesammelt.

Dieser Tag war ein sehr spannender Anfang für die 5UP Klasse. Ich fand den Tag super!!!   @Ella

 Am Donnerstag, den 23.11.2017, sind wir, die Klasse 5up, in die Fußgängerzone gegangen. Wir hatten Müllsäcke an und Frau Weiß hat uns im Gesicht schwarz angemalt. Ich war mit Anna unterwegs. Anna hat den Bauchladen getragen und ich hab die Spendendose gehalten. So sind wir durch die Fußgängerzone gegangen. Am Anfang hatte ich etwas Angst Leute anzusprechen, aber nach und nach ging es besser. Wir haben immer gesagt: “Entschuldigung, haben sie kurz Zeit?“. Wenn die Leute Ja gesagt haben, dann haben wir so weiter gemacht: „ Wir sammeln Spenden für Straßenkinder in Mexiko“. Dann haben die Leute meistens auch etwas gespendet. Manche Leute haben uns ignoriert, das war richtig blöd. Andere Leute haben auch gesagt, sie hätten keine Zeit. Einmal haben zwei Mädchen gelacht, nachdem wir weiter gegangen sind. Das war so gemein.  Als Anna und ich wieder am Stand waren durften wir ein Stückchen Kuchen essen, danach sind wir wieder losgelaufen. Um halb vier waren wir dann wieder am Stand. Ich habe dann noch ein Stück Kuchen gegessen. Unser Stand war gegenüber Karstadt Sport. Annas und meine Spendendose war schon ganz schön schwer. Wie viel wir wohl eingenommen haben?

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht!  @Marie