Menschenrechtsstadt: Santa Cruz de la Sierra

"Aceptaremos nada menos que derechos humanos los conoceremos y los reclamaremos para todas las mujeres, hombres, jóvenes y niños. Para aquellos que hablan de derechos humanos pero los esconden a su propia gente."

Shulamith Koenig, PDHRE

Menschenrechtsstädte

Insgesamt gibt es – basierend auf dem Konzept von Peace-Now-Initiatorin Shulamith König – bereits zwei Dutzend Menschenrechtsstädte. Das Konzept sieht vor, dass die Menschen über ihre Rechte informiert und auf dieser Basis mit Bürgerbeteiligungsprozessen ihre Situation verbessert werden soll.

In Südamerika gibt es bereits mehrere Menschenrechtsstädte. Rosario (Argentinien) war die erste Menschenrechtsstadt überhaupt, es folgte Porto Alegre (Brasilien). Santa Cruz in Bolivien, Temuco und  Valparaiso in Chile sind in Vorbereitung. In Nordamerika Edmonton (Kanada) die erste Menschenrechtsstadt, Winnipeg ist ebenso in Vorbereitung wie Washington (USA). Graz (Österreich) ist die erste und bisher einzige Menschenrechtsstadt Europas, in Bihac (Bosnien-Herzegowina) wird an der Errichtung einer Menschenrechtsstadt gearbeitet. Mehrere Menschenrechtsstädte gibt es bereits in Afrika. In Ghana sind dies Bongo, Newton, Wa, Nimamobi und Walewale, in Mali die Städte Kita, Kati, Kayes, Sikasso, konno, Gao, Bara Sara, Timbuktu und Commune V du District de Bamako, Korogocho in Kenia, Musha in Ruanda, Thies im Senegal. Mogale in Südafrika ist in Vorbereitung. In Asien bzw. im pazifischen Raum gibt die Bucuy Municipality auf den Philippinen und Kaohsiung in Taiwan. Nagpur in Indien hat seine Bemühungen, Menschenrechtsstadt zu werden, in der Zwischenzeit leider eingestellt.

Kriterien für Menschenrechtsstädte

Die People's Movement for Human Rights Education (PDHRE) hat die folgenden Kriterien aufgestellt, die eine Stadt erfüllen muss, wenn sie eine Menschenrechtsstadt werden möchte:

1. Möglichst viele öffentliche und private Einrichtungen einer Stadt sollen sich von den international anerkannten Menschenrechten leiten lassen und diese in der Praxis umzusetzen versuchen. Zu diesem Zweck sind alle Bereiche zu erheben, in denen Menschenrechte tatsächlich oder potentiell eine besondere Rolle spielen.

2. Beschlüsse der Stadt sind an den Menschenrechten auszurichten, soferne ein Bezug herzustellen ist.

3. Möglichst viele VerantwortungsträgerInnen, BürgerInnen, BewohnerInnen, StudentInnen und SchülerInnen sowie Multiplikatoren sollen im Bereich der Menschenrechte ausgebildet werden.

4. Die Stadt soll international mit Menschenrechtsstädten zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung sowie zur Teilnahme am weltweiten Netzwerk zusammen arbeiten.

5. Die Stadt soll Maßnahmen zur institutionellen Verankerung der Menschenrechte in allen Bereichen des öffentlichen Lebens treffen. 

(www.menschenrechtsstadt.at)