Am 14. März 2018 fand die Umfirmierung zur Nachhaltigen Schülergenossenschaft "Macadamiafans Göttingen eSG" statt.

 

"Eine wirklich gute Idee erkennt man daran,
dass ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen scheint."

Albert Einstein

Klimaerwärmung, Ressourcenknappheit, aber auch wachsende soziale Spannungen in der Welt haben deutlich gemacht, dass mittel- und langfristig betriebliche Gewinne nur noch mit Methoden des nachhaltigen Wirtschaftens zu erzielen sein werden. Hierfür muss wirtschaftliches Handeln auch unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten betrachtet werden und eine langfristige Strategie vorhanden sein. In Schülergenossenschaften werden die Konzepte der Genossenschaft und der Nachhaltigkeit zusammengeführt – und Schülerinnen und Schüler zum zukunftsfähigen Wirtschaften geführt.

Darüber hinaus bietet jede Genossenschaft die Möglichkeit, das eigene Unternehmen aktiv mitzugestalten. Im Gegensatz zu z.B. einer AG oder GmbH werden Entscheidungen nicht von Einzelnen, sondern immer gemeinsam und demokratisch getroffen. Unabhängig von der Menge der Anteilsscheine hat jedes Mitglied das gleiche Mitbestimmungsrecht. Dies bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit Demokratie hautnah zu erleben.

Zuletzt gilt in Genossenschaften immer das Prinzip der Solidarität. Anstelle von der Verwirklichung individueller Ziele geht es darum, sich zusammenzutun und zusammen für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten – getreu dem Motto „Was einer allein nicht vermag zu schaffen, das schaffen viele!“.

Das Projekt der Schülergenossenschaften hat in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien längst eine hohe Anerkennung erfahren. Dies unterstreicht auch die 2015 erfolgte Proklamation der Genossenschaftsidee zum Immateriellen Welterbe der Menschheit durch die UNESCO. Hierbei macht die UN deutlich, dass Genossenschaften gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern eine große Bedeutung haben. Sie tragen zur Entwicklung der Wirtschaft und Gesellschaft hin zu wirtschaftlichen Entwicklungschancen, demokratischem Verständnis und einer Selbsthilfekultur bei und verbessern die dortigen sozioökonomischen Verhältnisse. Positive Folgen hieraus sind die Zunahmen von Frieden und Wohlstand sowie eine Reduzierung von Migrationsursachen. Am 30. März 2018 ist der 200. Geburtstag des Genossenschaftspioniers und Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen.

Hat sich eine Schülergenossenschaft erfolgreich gegründet und alle erforderlichen Unterlagen beim zuständigen Genossenschaftsverband eingereicht, wird sie dort in das Schülergenossenschaftsregister eingetragen und erhält das Kürzel eSG - eingetragene Schüler-Genossenschaft. Anhand dieses Kürzels ist auch für Außenstehende erkennbar, dass es sich um ein Schülerunternehmen handelt, das eine professionelle Struktur besitzt, die einer offiziellen Unternehmensform nachgebildet ist. Rein rechtlich gesehen handelt es sich jedoch, auch, wenn in einer eSG tatsächlich produziert, verkauft und verhandelt wird, dennoch um kein echtes Unternehmen, sondern immer um ein Projekt der Schule.