"Fair Trade kochen"

Am 10.04.2013 haben wir gemeinsam mit Frau Battermann und ihrer Praktikantin von der Organisation „Perspektiven Erleben" in der HG-Junior Küche verschiedene Rezepte aus aller Welt ausprobiert. Dabei haben wir uns hauptsächlich mit dem Thema Welternährung und Welthandel beschäftigt.

Als erstes sollten wir in den einzelnen vier Gruppen die einzukaufenden Zutaten aufteilen und in verschiedenen Läden schauen, ob es die Produkte zu verschiedenen Preisen und mit Bio und/oder Fair Trade Siegel gibt. Zuvor sollten wir verschiedene Fragen im Internet recherchieren. Zu den Themen Getreide, Südfrüchte, Gewürze und Gemüse. Außerdem sollten wir zu verschiedenen Produkten Preise und Herkunftsländer herausfinden.

Der Mittwochmorgen begann mit ein paar Aussagen, zu denen wir entscheiden sollten, ob wir ihnen zustimmen oder nicht. Frau Battermann wollte unsere Einstellung zu bewusstem Lebensmittelkauf sehen.

Danach hat jeder sein gekauftes Produkt der UNESCO-Gruppe vorgestellt und kurz gesagt, wo er es gekauft hat, wo er sonst noch war, ob es das Produkt auch mit Bio und/oder Fair Trade Siegel gab, wie viel es gekostet hat (Bio/ Fair Trade Preis, konventioneller Preis) und das Herkunftsland.

Anschließend haben wir angefangen die verschiedenen Zutaten in den vier Gruppen zu zerkleinern. Gruppe 1 sollte Gemüse mit Erdnusssoße und Reis kochen, Gruppe 2 Linsen-Curry mit Papadam, Gruppe 3 die Quinoa Suppe und Gruppe 4 den Pfefferminz-Gurkenjoghurtmit Fladenbrot. Ich war in Gruppe 1 und wir zerkleinerten als erstes Zwiebeln und Zucchini und mischten dieses mit Erdnussmus und Gemüsebrühe. Als nächstes wuschen wir den Reis und kochten ihn dann. Nachdem wir fertig waren machten einige noch einen Obstsalat, bevor wir alle zusammen die verschiedenen Gerichte probierten. Am besten schmeckten mir die Erdnusssoße mit dem Gemüse, der Obstsalat und der Pfefferminzjoghurt. Das kochen hat sich sehr gelohnt und es war interessant zu probieren, was wir überhaupt nicht kennen und die Menschen in anderen Ländern für völlig normal halten. Da die Gerichte von vier verschiedenen Kontinenten kamen, waren sie unterschiedlich und manche schmeckten auch seltsam zum Beispiel Papadam aus Indien, das schmeckte für mich zu salzig. Vorher habe ich in anderen Ländern nicht so gerne etwas Exotisches probiert, aber mittlerweile weiß ich, dass das auch ganz gut schmecken kann.

Zum Abschluss haben wir noch zwei Filme angeschaut. Einmal über die Bananenproduktion in Costa Rica und den Zweiten über das Ende von Hühnerüberresten aus Europa in Ghana. Am meisten hat mich schockiert, dass es im ersten Film als ganz normal angesehen wurde, Kindern Gift zu verkaufen und im zweiten Film, dass wir mit unseren Abfällen in Afrika auch noch Geld verdienen und das zu Lasten der Hühnerbauern dort. Außerdem werden die Plantagen bespritzt, während die Arbeiter dort arbeiten. Das verursacht Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit. Zudem sind sie Tagelöhner ohne festen Arbeitsplatz. Der Preis für unsere „ perfekte" Banane ist also menschlich gesehen hoch.

Ghana ist für uns sozusagen ein Resteverwerter. Viele ärmere Menschen kaufen die tiefgefrorenen Hühnerteile, weil sie sehr billig sind.

Ich denke dieser Tag hat gezeigt, dass auch Gerichte aus anderen Ländern gut schmecken und dass man schon darauf achten sollte, was man kauft.

Von Amelie Recke