Sichtwechsel: Straßenkind für einen Tag 2016

Stimmen der Kinder aus dem UNESCO-WPU:

Mit unserer Aktion „Sichtwechsel – Straßenkind für einen Tag“, die jährlich von Terre des hommes initiiert wird, haben wir mit unserem WPU UNESCO des 8. Jahrgangs am 21. November 2016 auf Straßenkinder weltweit, aber besonders auf Straßenkinder in Mosambique (Afrika) aufmerksam gemacht. Es waren aufregende Stunden. Es gab Menschen, die schockiert und traurig waren, als wir erzählt haben, dass es weltweit rund 100 Millionen Straßenkinder gibt. Menschen, denen es sehr ans Herz gegangen ist, als wir von der Situation dieser Kinder erzählt haben. Oft gab es auch Menschen, die unsere Aktion „Sichtwechsel“ sehr gut fanden, und die gerne dazu bereit waren, Terre des hommes dabei zu unterstützen, das Meninos-de-Mocambique-Kinderzentrum bauen zu können. Leider haben wir auch gemerkt, dass viele Menschen noch nicht einmal dazu bereit waren, sich auch nur mit dem Thema auseinanderzusetzen oder uns zuzuhören. Es war sehr erschreckend für uns, dass es Menschen gab, die gesagt haben: „Was interessiert mich, wie es anderen Menschen geht? Wir haben genug Probleme hier.“ Aber unser Ziel war es ja, Straßenkindern so gut es geht zu helfen, indem wir informieren und Spenden sammeln. Also haben wir immer wieder neue Menschen in der Fußgängerzone angesprochen. Am Anfang war es zwar ein ziemlich seltsames Gefühl, mit einem gelben Müllsack bekleidet durch die Stadt zu laufen, um symbolisch auf die Situation von Straßenkindern, die sich oft auch aus dem Müll ernähren müssen. Aber das ging schnell vorbei, wenn man Geld gesammelt hatte. Und man wusste: Damit kann vielleicht einem Kind von der Straße geholfen werden und es bekommt die Chance auf einen Neustart. Durch die Vorbereitung auf die Aktion und die Dinge, die man über das Leben auf der Straße gelernt hat, wurde einem klar, wie gut man es eigentlich hat und dass es wichtig ist, anderen zu helfen. Ich fand es eine tolle, aufregende und wichtige Aktion und ich bin froh, dass es auch Menschen gibt, die bereit dazu sind, anderen Menschen zu helfen und die nicht nur an sich denken. Ich wünsche mir, dass kein Kind oder Mensch mehr auf der Straße leben muss. Denn egal aus welchem Land man kommt, welche Sprache man spricht oder welche Hautfarbe man hat, jeder Mensch hat ein Recht auf ein gewaltfreies, normales Leben. Mensch ist Mensch, ob Muslim, Christ oder etwas anderes. Wir alle sind Menschen. (Lisa Mareen)

Am  21.11.2016 sammelten Schülerinnen und Schüler der UNESCO AG Jg 5/6 und des WPU UNESCO Jg. 8 Spenden in der Innenstadt. Mit Müllsäcken bekleidet und mit Bauchläden und Schuhputzzeug ausgerüstet, sprachen sie viele Passanten an, die teilweise unfreundlich aber auch freundlich und spendabel reagierten, was man Endbetrag von knapp 900 Euro gut erkennen kann. Die Armbänder, Teelichter und Karten, die die Schüler gegen Spenden verschenkten, wurden am vorausgehenden Blockwochenende in der Vorbereitung von den Schülern selbst gestaltet. Die Spendenaktion für Straßenkinder in Mosambique wurde von Terre des hommes initiiert. Das Göttinger Tageblatt begleitete die Schüler und Schülerinnen den Tag über. (Victoria und Chiara)

Als UNESCO-Wahlpflichtkurs des 8. Jahrgangs vom Hainberg-Gymnasium haben wir uns dieses Jahr wieder an der Aktion Sichtwechsel von der Kinderschutzorganisation terre de hommes beteiligt. Am 20.11.1989 wurden die Kinderrechte von der UN verabschiedet. Deshalb findet die Aktion bundesweit um den 20. 11 statt um auf Straßenkinder aufmerksam zu machen, bei denen diese Rechte nicht eingehalten werden. Dieses Jahr wurde Mosambik und das Projekt Meninos de Mocambique in der Hauptstadt Maputo für die Aktion ausgewählt. Dort gibt es drei Kinderzentren, in denen Straßenkinder Essen, Bildung und vieles mehr erhalten können und präventiv in den Familien gearbeitet wird. In einem Blockwochenende haben wir uns intensiv mit Straßenkindern, der Hilfsorganisation und Mosambik beschäftigt und am Montag in der Göttinger Fußgängerzone Passanten informiert und gegen eine selbst gewählte Spende Kuchen und Selbstgebasteltes angeboten. Außerdem haben wir Schuhe geputzt. Insgesamt haben die Aktion und die ganz unterschiedlichen Reaktionen der Passanten einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. (Laura- Sophie  und Cellina)

Sichtwechsel: Straßenkind für einen Tag - Göttinger Tageblatt, 19.11.2016

Straßenkinder mit Bauchladen

Göttingen. Wie fühlen sich Kinder, die in armen Ländern auf der Straße leben und dort versuchen, als Schuhputzer oder Händler über die Runden zu kommen? 33 Schüler vom Hainberg-Gymnasium wollen diese Erfahrung in Göttingen machen. Am Montag, 21. November, wollen sie von 11.15 bis 15.30 Uhr in der Fußgängerzone mit selbst gebastelten Dingen in einem Bauchladen und als Schuhputzer ihre Dienste anbieten. Zugleich wollen sie an einem Stand am Alten Rathaus über die Nöte von mehr als 100 Millionen Straßenkindern in der Welt informieren. Sie beteiligen sich damit an einem Aktionstag des Kinderhilfswerkes Terre des Hommes. Der Erlös der Göttinger Aktion geht an ein Hilfsprojekt in Mosambik. us [mehr]

Vorbereitung der Aktion "Straßenkind für einen Tag" am 18./19. November 2016

Unsere Aktion "Sichtwechsel - Straßenkind für einen Tag" haben wir an einem Blockwochenende am 18./19. November 2016 vorbereitet. Hier haben wir nicht nur viele Fakten zu den Straßenkindern in aller Welt und insbesondere zu dem diesjährigen Beispielland Mosambique gesammelt. Wir haben auch für unsere Schuhputzaktion kleine Dinge wie Adventslichter und Freundschaftsbänder gebastelt, die wir gegen eine Spende in selbst hergestellten Bauchläden bei der Aktion in der Fußgängerzone später angeboten haben.

Übrigens: Die Aktion von Terre des hommes findet jährlich bundesweit um den 20. November herum statt, weil am 20.11.1989 die Weltkinderkonvention (Kinderrechte) von der UNO verabschiedet wurden.