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Allgemeine Aufgaben des Faches Kunst

Das Fach Kunst ist eingebunden in den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule (§ 2 NSchG) und leistet seinen spezifischen Beitrag zur Berufs- und Studierfähigkeit.
Der Unterricht im Fach Kunst dient der ästhetischen Erziehung im Bereich der Bilder. Er hat das Wahrnehmen und Verstehen, das Herstellen und Gestalten sowie die Reflexion der Bedeutung, Funktion und Wirkung von Bildern zum Inhalt.
Er regt die Erlebnisfähigkeit an, bildet die Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten aus, fördert die Kreativität, entwickelt und erweitert die kommunikative Kompetenz, vermittelt Erfahrungen, Kenntnisse und Werthaltungen und differenziert das Urteilsvermögen und die Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.
Er soll darüber hinaus die Fähigkeit und die Bereitschaft zur persönlichen Mitgestaltung von Gegenwart und Zukunft in sozialer Verantwortung stärken. Dadurch trägt der Kunstunterricht zur Entfaltung der Persönlichkeit des jungen Menschen bei.
Beim Umgehen mit Bildern entsteht Erkenntnis sowohl direkt anschaulich über Empfindung, Wahrnehmung und Vorstellung als auch gedanklich abstrakt über Begriff, Aussage und Theorie. Sinnliches Herangehen und rationales Vorgehen sind nicht zwei Erkenntnisstufen, sondern zwei Weisen von Erkenntnis, die sich gegenseitig bedingen und aufeinander bezogen sind.
Der produktive und rezeptive Umgang mit Bildern bietet eine eigenwertige Sinnerfahrung, die durch andere Aneignungsformen nicht ersetzt werden kann. Sie ist im Bildungsgang des jungen Menschen eine unentbehrliche Ergänzung zu den rein verbal begrifflichen Formen der Auseinandersetzung mit sich und der Welt. Die Lernenden können dabei Freude am Umgang mit Bildern allgemein und an der eigenen gestalterischen Tätigkeit sowie am selbstgefertigten Werk im besonderen gewinnen.
(Auszug aus den Rahmenrichtlinien für das Fach Kunst in Niedersachsen)

Curriculare Unterrichtsgrundlagen

Der Kunstunterricht am Hainberg-Gymnasium basiert grundsätzlich auf den offiziell vorgegebenen Grundlagen des niedersächsischen Kultusministeriums.

Die Fachkonferenz hat diese Grundlagen bisher im Wesentlichen als hinreichend für eine sinnvolle Ausrichtung und Durchführung des Unterrichts begriffen.

Zum Erreichen der in diesen Grundlagen festgelegten Unterrichtsziele bedarf es im Kunstunterricht  eines gewissen Maßes an Flexibilität.

Folgende Aspekte können dabei eine Rolle spielen:

  • Spezifische Bedingungen der jeweiligen Lerngruppe
  • Räumliche Voraussetzungen
  • Zeitliche Voraussetzungen
  • Mediale Voraussetzungen
  • Projektorientiertes Arbeiten
  • Fächerübergreifende Ansätze
  • Teilnahme an Wettbewerben
  • Neuere fachmethodische und – didaktische Erkenntnisse und Entwicklungen

Die Fachkonferenz Kunst hat es deshalb bisher  abgelehnt, für die Erreichung bestimmter Unterrichtsziele genaue Themenstellungen festzulegen. Dies würde eine unnötige und letztlich kontraproduktive Einschränkung der unterrichtlichen Möglichkeiten evozieren.

Die Fachkonferenzsitzungen dienen in regelmäßiger Folge dem Erfahrungsaustausch über die Arbeit in den einzelnen Jahrgangsstufen: Unterrichtseinheiten werden vorgestellt, das methodische Vorgehen erläutert, Ergebnisse besprochen.

Auf dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion um Kerncurricula, Standards und Kompetenzen ist die Fachkonferenz übereingekommen, schriftlich zu fixieren, was die Schüler jeweils am Ende eines Jahrgangs wissen und können sollten, dieser Arbeitsprozess ist z.Zt. noch nicht abgeschlossen.

Bisherige Festlegungen

Für die einzelnen Jahrgangsstufen sind 17 verschiedene Themenkreise vorgesehen, davon sind sieben als verbindlich, sechs als alternativ-verbindlich und drei als empfehlenswert gekennzeichnet.

Die Fachkonferenz hat bezüglich der alternativ-verbindlichen Themen eine Auswahl getroffen, so dass sich folgende Festlegung  ergibt:

Themenkreis

Klasse

Sachgebiet    

Verbindlichkeit

Durch Farben wirken

7

BK   MM   GU

V

Sich durch zeichnen ausdrücken

7/8

BK   MM   GU

V

Druckerzeugnisse herstellen und verwenden

8

BK   MM

V

Etwas sehen und abbilden

 

8/9

BK

V

Das Bild der Fotografie

9

BK    MM

AV

Plastiken und Skulpturen

7 od. 9

BK            GU    

AV

Landschaft-Raum und Farbe

9/10

BK   MM

 

V

Leitbild, Wunschbild, Image

9/10

       MM

v

Menschendarstellung

10

BK   MM

 

Architektur als Lebensraum

9/10