Seminarfach "Global Denken - Lokal Handeln"

Was schmeckst Du? – oder: Sensorikforschung am HG

Im Rahmen des Projekts „Stadt der jungen Forscher“ wird der Seminarfachkurs „Global Denken- Lokal Handeln“ von Herrn Bartelt in diesem Schuljahr an einem Sensorikforschungsprojekt der Universität Göttingen teilnehmen. Dieses Experiment ist ein- und erstmalig in Deutschland, insbesondere weil der Bereich der Sensorik (alles, was durch die Sinne erfasst wird) noch relativ unerforscht ist.
Per Wettbewerbsverfahren wurde der Kurs ausgewählt, um die Geschmacksunterschiede, von Marken- und Discounter- bzw. Bio und Gen- Lebensmitteln zu erschmecken, indem die Schüler unter verschiedenen Bedingungen Lebensmittel verköstigen und diese jeweils beurteilen. Außerdem sind sie ein aktiver Bestandteil der statistischen Auswertung dieser empirischen Studie. Das bedeutet, dass der reguläre Unterricht in die Labore und Räume der Universität verlagert wird und die Schüler lernen, selbstständig wie „richtige“ Forscher, ihre Studienziele und –Ergebnisse zu formulieren und sie mithilfe von Excel u.ä. Programmen unter Aufsicht Göttinger Wissenschaftler auszuwerten.

 

Beteiligung am „Tag der jungen Forscher“

Deshalb war das Hainberg-Gymnasium bereits am 12.6.09 während des „Ersten Festivals der Wissenschaft“ mit einem Stand des Kurses in der Göttinger Innenstadt vertreten. Die Schüler hatten dort die Aufgabe, Cola verköstigen zu lassen und die Angaben elektronisch festzuhalten. Den ganzen Tag über konnten also Besucher Cola probieren und, zur besseren Aufarbeitung der Statistik, allgemeine Fragen zu ihren (Süß-)Getränkepräferenzen beantworten. Im Experiment wurden ihnen immer drei Limosorten zum Probieren und Bewerten gereicht. Zunächst Coca-Cola, dann Pepsi-Cola und schließlich Aldi-Cola in einem „offenen Test“( d.h. der Proband weiß, welche Marke er zu sich nimmt). Anschließend wurden dieselben Limosorten in einem „Blindtest“(d.h. der Proband ist unwissend darüber, welche Marke er kostet) erneut gestellt. Interessant war zu zeigen, dass im offenen Test meist eine andere Sorte als im Blindtest als besonders schmackhaft bewertet wurde.
Somit war es Ziel festzustellen, wie sehr die Geschmacksvorlieben tatsächlich vom Getränk abhängen bzw. vom Wissen um die Marke beeinflusst werden.
Außerdem soll mithilfe der Statistik aufgezeigt werden, wie sehr die Sensorik von äußeren Umständen wie der Generation oder dem Geschlecht variieren.

Insgesamt war der Tag auf dem Festival sehr erlebnisreich und eine gute Vorbereitung auf das Forschungsprojekt in den kommenden Monaten.

Erfahrungsbericht: Was schmeckt uns gut? 

Die Geschmäcker sind verschieden. Gerade Kinder und Jugendliche entwickeln zum Teil sehr unterschiedliche sensorische Vorlieben und Interessen, wenn es um ihre Ernährung geht. Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes führten Schüler im Jahrgang 13 des Hainberg-Gymnasiums Göttingen und Wissenschaftler des Departments für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen Geschmacktests mit Lebensmitteln im Sensorik-Labor der Universität durch. An insgesamt 101 Schülerinnen und Schülern unterschiedlichen Alters überprüften die Gymnasiasten, welche geschmacklichen Vorlieben ihre Mitschüler haben und ob die Probanden verschiedene Qualitäten von Lebensmitteln herausschmecken können. Die Auswertung der Tests verlief computergestützt und vermittelte statistisches Grundlagenwissen und Kenntnisse der empirischen Sozialforschung im Bereich der Nachhaltigkeit.

Portfolio einer Schülerin