WPU-Kurs Diakonie
Der Unterricht wird gewertet im Fach Religion
Diakoniepraktikum 2009
Bei diesem Kurs handelt es sich um ein Praxisprojekt in Verbindung mit Unterricht. Außer geistiger Arbeit werden hier in besonderem Maße auch körperliche, kommunikative und soziale Arbeit gefordert sein.
In einer vier- bis sechswöchigen Vorbereitungsphase, die während der regulären WPU-Stunden stattfindet, werden wir uns in Grundlagen und Entwicklungen kirchlicher Diakonie einarbeiten. Ihr werdet lernen, was man unter Diakonie versteht und wie sie konkret hier in Göttingen ausgeprägt ist.
In der folgenden mehrmonatigen Praxisphase werdet ihr im Team und zum Teil in eigener Organisation und Verantwortung diakonische bzw. soziale Einrichtungen kennen lernen. Natürlich werdet ihr dabei von uns begleitet. In Altenheimen, Pflegeheimen, Kinderstationen in Krankenhäusern, in Behinderteneinrichtungen und in der Flüchtlingsbetreuung werdet ihr am dortigen normalen Dienst teilnehmen und Kontakte zu Menschen in betreuten Lebenssituationen aufbauen. Diese Begegnungen können helfen, bisherige Vorurteile zu korrigieren und fördern vielleicht auch das Nachdenken über das eigene Leben. Ihr werdet lernen, Kontakthemmungen im Umgang mit alten, kranken oder in Not geratenen Menschen zu überwinden, und erfahren, wie wichtig ihr selbst als Person bei dieser Arbeit seid.
Praxisbegleitend werdet ihr ein Portfolio anfertigen, das zum Teil einem Tagebuch und zum Teil einer "Praktikums-Sammelmappe" ähnelt.
Da während dieser Zeit die Begegnung mit Menschen im Vordergrund steht und ein Aufbau von persönlichen Beziehungen gefördert werden soll, kann die Arbeit in dieser Phase nur gebündelt stattfinden. Jede Woche werdet ihr einen ganzen Nachmittag (2.5 bis 3 Zeitstunden!) tätig sein. Dafür wird der Unterricht vormittags reduziert stattfinden. Daraus folgt:
Leistungssportler, die jeden Tag Training haben, und andere terminlich ähnlich belastete Menschen können sich für diesen Kurs nicht anmelden!
In einer abschließenden Auswertungsphase stehen die vielfältigen Erfahrungen, die ihr vor Ort sammeln konntet, die Arbeitsweise der unterschiedlichen Einrichtungen und die sich daraus ergebenden Fragen im Vordergrund. Wir werden uns am Ende des Schuljahres mit einer Präsentation unserer Arbeit und unserer Erfahrungen öffentlich vorstellen.
