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Die Gesellschaft der Individuen – so lautet ein Buchtitel des Sozialphilosophen Norbert Elias, der durchaus mehrdeutig ist. Ist hier eine Gesellschaft von Individuen gemeint? Oder sollen Individuen, die sich Gesellschaft leisten, mit dem Titel in den Blick genommen werden?

Jedenfalls gibt er dem soziologischen Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft Ausdruck und auch das Bild von Keith Haring trägt dem Rechnung: Zwar bilden Individuen Gesellschaften und lassen diese allererst entstehen, aber sie werden auch von ihnen gleichermaßen geprägt. Diesen gesellschaftlichen Prägungen durch Werte und Normen und auch deren Veränderungen auf den Grund zu gehen, ist Aufgabe des Faches Werte und Normen.

Dieser Zielsetzung verpflichtet, bezieht es sich auf altersgerechte Problemstellungen und Fragen nicht nur der Religions- und Gesellschaftswissenschaften, sondern auch der Philosophie, bei denen der Jugendliche umgeben von Rollenerwartungen und Wertmustern sowie weiteren Ansprüchen anderer im Zentrum steht. Immanuel Kants elementare Frage „Was soll ich tun?“ (angesichts der vielen Möglichkeiten, aber auch Erwartungen) stellt gewissermaßen ein Leitmotiv des Unterrichtsfaches Werte und Normen dar. Und dieser Fragestellung soll mit den drei genannten Bezugswissenschaften nachgegangen werden.

In den Jahrgängen 5 und 6 werden die Fächer Religion und Werte & Normen gemeinsam im Klassenverband unterrichtet. Unter dem Titel  URWV - UNESCO - Religion - Werte und Normen in Vielfalt verfolgt der gemeinschaftliche Unterricht drei zentrale Ziele: Die Unterrichtsinhalte des gemeinsam verantworteten Unterrichts orientieren sich an ausgewählten Nachhaltigkeitszielen (17 SDGs), welche dialogisch in Kooperation zwischen weltanschaulichen und religiösen Perspektiven verhandelt werden. Diese orientieren sich wiederum an den sog. Säulen bzw. dem Leitbild der UNESCO-Projektschulen.

Die Schüler:innen lernen mit ihren jeweiligen religiösen und weltanschaulichen Perspektiven mit- und voneinander. Sie erfahren dadurch das Hainberg-Gymnasium als Schule der Vielfalt und partizipieren als aktive Mitglieder daran.

Organisation

Stundentafel

Jahrgang Kl. 5 Kl. 6 Kl. 7 Kl. 8 Kl. 9 Kl. 10 Kl. 11 Kl. 12 Kl. 13
Stundenanzahl

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Klassenarbeiten

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Schulbücher

         

Jahrgänge 7/8, Wege-Werte-Wirklichkeiten, Oldenbourg, 978-3-637-01142-7

Jahrgänge 9/10,Normen u. Werte, Militzke, 9783861895565

Sek II (11,12,13), Kolleg Werte u. Normen, Buchner, 978-3-661-21000-1

 

Leistungsbewertung und Leistungsmessung im Fach Werte und Normen

Die Fachkonferenz hat beschlossen, die erbrachten Schüler:innen - Leistungen wie folgt zu bewerten:

  • schriftliche Lernkontrollen: 40%
  • Mitarbeit im Unterricht: 60%

1. Absprachen zu schriftlichen Arbeiten

1.1.Vorbereitung schriftlicher Leistungsmessungen

  • Wir kündigen schriftliche Arbeiten mindestens eine Woche vor dem Termin an.
  • Mit der Ankündigung des Termins geben wir auch bekannt, zu welchem konkreten Thema die Überprüfung stattfindet.
  • Wir geben den Schüler:innen vor dem Klassenarbeitstermin ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen und Unklarheiten zu beseitigen.

1.2. Korrektur und Bewertung

  • Unsere Korrekturen und Randbemerkungen zu Schüler:innentexten/-arbeiten heben Vorzüge und Schwächen der Schülerarbeit hervor.
  • Bei der Rückgabe schriftlicher Arbeiten machen wir den Schüler:innen den Noten-/ Punkteschlüssel transparent und stellen den Erwartungshorizont (mündlich oder schriftlich) bzw. z.B. in Form eines Abschlusskommentars oder durch einen Bewertungsbogen vor. An dieser Stelle können auch Anregungen zur Steigerung der persönlichen Leistung gegeben werden.

1.3. Lernen aus schriftlichen Leistungsüberprüfungen

  • Wir stellen sicher, dass die jeweilige Wahl der Berichtigungs- / Überarbeitungsmethode den Schüler:innen hilft, aus ihren Fehlern zu lernen und ihre Leistungen zu verbessern.
  • Wir veranlassen Schüler:innen die für schriftliche Überprüfungen gelernten Inhalte und Methoden auch im weiteren Unterrichtsverlauf aufzugreifen, um mit diesem Wissen neuen Lernstoff zu verknüpfen.

2. Absprachen zu Mitarbeit (mündliche Leistungen)

2.1. Kriterien zur Beurteilung

  • Wir stellen den Schüler:innen die für das jeweilige Fach relevanten Kriterien am Schuljahresbeginn vor.

2.2.Bewertung der Leistungen

  • Wir geben mindestens zweimal pro Halbjahr eine Rückmeldung, um den Schüler:innen die Leistungen transparent zu machen.

2.3.Gewichtung der schriftlichen und sonstigen Leistungen

  • In der Regel sind schriftliche Leistungen mit 40 % und mündliche Leistungen (Mitarbeit, Referate, Portfolios, Mappen etc.) mit 60% zu bewerten. Diese Festlegung ist abhängig von der Zahl der geschriebenen Klausuren. Die Schüler:innen werden am Anfang des Schuljahres über diese Gewichtung informiert.

Unterrichtsinhalte

Vorbemerkung

Der vorliegende Arbeitsplan richtet sich am Kerncurriculum Werte und Normen des Landes Niedersachsen aus.

Die hier niedergelegten möglichen Inhalte für den Kompetenzerwerb sind spiralförmig für jeden Doppeljahrgang an den folgenden fünf Fragekomplexen orientiert:

  • Fragen nach dem Ich
  • Fragen nach der Zukunft
  • Fragen nach Moral und Ethik
  • Fragen nach der Wirklichkeit
  • Fragen nach Orientierungsmöglichkeiten

Die einzelnen Inhalte und Inhaltsbereiche sind dabei so zahlreich, dass wir hier nur eine kurze Auswahl für die Jahrgänge 7 bis 10 präsentieren. Näheres findet sich im schuleigenen Arbeitsplan und im Kerncurriculum.


Unterrichtsschwerpunkte

Jahrgang 5/6 - UNESCO - Religion und Werte und Normen in Vielfalt (URWV)

  • Gemeinschaft gestalten
  • Zusammenleben in Vielfalt
  • Wer bin ich? Meine Identität im Kontext
  • Feste und Bräuche
  • Verantwortung, Umwelt, Schöpfung

URWV: Schuleigenes Curriculum

Jahrgänge 7 und 8

  • „Wir alle spielen Theater“ - auf den sozialen Bühnen des Lebens (Freunde, Familie, Schule, Sportverein etc.) agieren
    • Gehorsam, Pflicht, Respekt, Höflichkeit, Loyalität, Liebe, Toleranz, Verantwortung in den versch. sozialen Kontexten
  • Identität im Wandel - Merkmale der Identitätskonstruktion
  • Selbstbild und Fremdbild
    • Ein Junge tanzt nicht Ballett! - Selbstannahme, Selbstsicherheit und Selbstbehauptung anhand des Films Billy Elliot
  • Ich kann auch NEIN sagen - Abgrenzung gegenüber Gruppenzwängen
  • Maslowsche Bedürfnispyramide
  • Freiheit: u.a. Sophie Scholl, Jean-Jacques Rousseau
  • Grundgesetz in der Bundesrepublik Deutschland
  • Zivilcourage, Menschenrechtsverletzungen

Jahrgänge 9 und 10

  • Artensterben, Luftverschmutzung, langfristige Zerstörung von Naturlandschaften, Zoos, Intensivtierhaltung, Hungersnöte, Klimawandel, gesundheitliche Schäden/Landwirtschaft, Naturschutzgebiete, Nationalparks, Urban Gardening, Bionik, erneuerbare Energien
  • Wachstum/Nachhaltigkeit, Kapitalismus, Neoliberalismus, Machtstreben, Profitstreben, Egoismus, Optimierung des Lebensstandards
  • Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Biozentrismus
  • „Prinzip Verantwortung“
  • Aufgaben des Menschen gegenüber der Natur und der Tierwelt in verschiedenen Religionen und Kulturen
  • Ökologische Landwirtschaft, angemessenes Konsumverhalten, Selbstbeschränkung, Nachhaltigkeit, Wirkungsmöglichkeiten von Tier- und Naturschutzorganisationen, Green Economy

 

Fachkollegium

Christine Butzlaff

  • Werte und Normen
  • Erdkunde
  • Französisch

Felix Grünewald

  • Mathematik
  • Sport
  • Werte und Normen

Svenja Haase

  • Fachleitung Spanisch
  • Mobbing-Intervention
  • Spanisch
  • Werte und Normen

Marina Harland

  • Referendar:in
  • Mathematik
  • Werte und Normen

Harald Heine

  • Deutsch
  • Geschichte
  • Religion
  • Werte und Normen

Lina Herbig

  • Referendar:in
  • Spanisch
  • Werte und Normen

Nadine Höse

  • Französisch
  • Werte und Normen

Stephan Joede

  • Fachleitung Phil/WuN
  • Politik
  • Philosophie
  • Werte und Normen

Dr. Tobias Klauk

  • Deutsch
  • Philosophie
  • Werte und Normen

Sabine Schlieper

  • Fachleitung Chinesisch
  • Deutsch
  • Werte und Normen
  • Chinesisch
  • Steuergruppe

Helena Wolff

  • Biologie
  • Französisch
  • Werte und Normen